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Gen Kap 05-11


Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Genesis Kap. 5-11


Es geschah, dass die Wasser der Sintflut auf die Erde kamen. Gen 7:10

Das Bild von der Sintflut offenbart, dass es eines Neuanfangs bedarf, einer neuen Schöpfung, die in Jesus Christus ihre volle Erfüllung finden wird. Die Sinflut ist ein Bild für den Tod Christi. Wie die Erde damals von der Sinflut bedeckt war, so wurde Christus vom Gericht überspült: “Alle deine Wellen und Wogen sind über mich gegangen.” (Ps 42:8). Christus ging für uns durch Tod und Gericht und machte sich damit selbst zu unserer vollkommenen Arche, zu unserem Bergungsort. Das ist der Friede Christi, indem wir wohnen. Indem wir Jesus nachfolgen, auf seine Worte hören und an ihn glauben, finden wir Gnade beim Herrn, so wie damals Noah.

Noah fand Gnade beim Herrn. Er ging seinen Weg mit Gott und hörte auf ihn. Gen 6:8-9


Der Herr schloss hinter ihm zu. Gen 7:16

Nicht Noah schließt die Tür. Gott schließt die Tür zur Arche. Die Rettung ist Gottes Werk. Dadurch war Noah und seine Familie in der Arche in Sicherheit. Außerdem hatte die Arche oben ein Fenster, das zum Himmel gerichtet war. Dieses Fenster ist ein Bild von der glücklichen Gemeinschaft, die wir mit Gott haben dürfen, wenn wir unsere Augen himmelwärts richten. In der gleichen Sicherheit und Gemeinschaft leben wir in unserem Leben mit Christus, der allein öffnen und schließen kann und der unser Fenster zum Himmel ist, denn wer Jesus sieht, der sieht den Vater: “Wo er aufschließt, kann niemand mehr zuschließen.” (Offb 3:7)

Eine Lichtöffnung sollst du für die Arche machen. Gen 6:16


So ging Noah hinaus. […] Noah aber baute dem Herrn einen Altar […] und opferte Brandopfer auf dem Altar. Und der Herr roch den lieblichen Geruch. Gen 8:18;20-21

Die Wasser gingen zurück. Noahs erste Handlung ist es, Gott für die Rettung zu danken. Er baut einen Altar, um Gott anzubeten. Dies ist die erste Stelle in der Bibel, wo ein Altar erwähnt wird. Auch dies kann als Bild für uns dienen. Wir beten Gott an und danken ihm, nachdem wir in Christus, unserer Arche, unsere Rettung erkannt haben. Wir danken ihm für die vielerlei Liebesbeweise uns gegenüber. Nach Krisen, einer Krankheit, nach einer schweren Entscheidung, Arbeitssuche oder einer Trauerzeit, aber auch für die vielen kleinen unscheinbaren Dinge, sagen wir: Danke Gott! Dieser herzliche und aufwändige Dank rührt Gottes Herz.

Wäre das Wort Danke das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen. Meister Eckhart


Meinen Bogen setze ich in die Wolken. Er soll das Zeichen des Bundes werden zwischen mir und der Erde. Gen 9,13

Es sind im Leben die Zwischenbereiche, die Übergänge, die Bereiche zwischen Sintflut und Neubeginn, wo wir die Ermutigung, die Zeichen der Hoffnung besonders brauchen. Gottes Bogen in den Wolken – das ist nicht die Verheißung des wolkenfreien Himmels oder eines von Sorge und Leid völlig unberührten Lebens. Da kann Depression den Himmel verdunkeln oder auch der Tod eines Menschen. Der Verlust des Arbeitsplatzes. Eine verlorene Liebe. Aber mit der Zusage des Segens, dass wir diese Welt in Verantwortung gestalten dürfen, lässt es sich leben und die nächsten Schritte wagen. Wir wissen alle um die Begrenztheit unseres Lebens. Der Tod ist mitten im Jetzt gegenwärtig. Das Kreuz ist Teil unserer Existenz. Und doch gibt es in all den dunklen Wolken diese geradezu kindliche Freude an den Farben, an der Liebe, an den Möglichkeiten einer je neu eröffneten Zukunft. Margot Käßmann

Der Regenbogen ist das Zeichen für die göttliche Zusage: Alles wird gut! Pfarrer Daniel Eschbach


Lasst Lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht. Gen 11:4Lasst uns eine Stadt bauen und einen Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht. Gen 11:4

Der Turm von Babel ist ein mahnendes Bild für uns, wenn wir in der Gefahr stehen, dem Irrtum zu unterliegen, durch unser Bemühen, durch unsere guten Werke den Himmel zu erreichen, statt die Errettung als freies Geschenk der Gande anzunehmen. Wie häufig versuchen wir alles selbst in die Hand zu nehmen und vernachlässigen dabei die Sehnsucht nach dem Himmel und das Vertrauen auf Gott. Gott zwingen wir nicht durch unsere Taten herab. Er ist immer und in jedem Augenblick das freie Geschenk von oben. Gott lässt den Turmbau scheitern, indem er die gemeinsame Sprache der Menschen verwirrte. So ist es auch ein Akt seiner Liebe wenn er hier und da unser Bemühen scheitern lässt, um uns zum alleinigen Vertrauen auf ihn hin zu führen.

Lasst uns hinabsteigen und dort ihre Sprache verwirren, damit keiner mehr die Sprache des anderen versteht! Gen 11:7‭-‬8