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Gen Kap 02

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Genesis Kap. 2


Er ruhte am siebten Tag von seinem ganzen Werk, das er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn. Gen 2:2‭-‬3

Der Sabbat ist der siebte Tag der Woche, der Tag der Ruhe. Durch die Auferstehung Jesus ist etwas Unerhörtes geschehen: An die Stelle des Sabbats tritt der erste Tag, der Sonntag. Es ist unmöglich, den Wert und die Wichtigkeit dieses Tages des Herrn, dem ersten Tag der Woche, zu betonen. Am diesem Tag, dem Sonntag, geht es zutiefst um die Begegnung mit dem auferstandenen Christus in Wort und Sakrament. In diesen ersten Tag wurde dann auch immer mehr das Erbe des siebten Tages, des Sabbats, aufgenommen. Wir nehmen teil an der Ruhe Gottes. Benedikt XVI

Wir halten nicht mehr den Sabbat, sondern richten unser Leben nach dem Sonntag. Ignatius von Antiochien


Es ging aber ein Strom aus von Eden, um den Garten zu bewässern. Gen 2,10

Wo Gott wirkt, da spürt man das Fließen dieses Stromes. Jesus selbst spricht, dass wir von ihm trinken sollen und durch den Glauben an ihn werden auch aus dir und mir Ströme lebendigen Wassers fließen. Du und ich sind also ein Kanal dieses Stromes, durch den sich Christus auf diese Welt ergießt. Dies zu begreifen, ist wichtig. Dieser Strom ist und bleibt Christus, wie uns Worte am Ende der heiligen Schrift noch einmal eindrücklich zum Verstehen geben: “Er zeigte mir einen Strom von Wasser des Lebens, glänzend wie Kristall, der hervorging aus dem Thron Gottes und des Lammes.” (Off 22,1)

Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Joh 7:38


Von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben! Gen 2,17

Das Band, das den Menschen mit Gott verband, war der Gehorsam, der sich auf das Vertrauen zu Gott und seiner Liebe gründete. Gott wollte, dass der Mensch ihm vertraut und gab ihm die Freiheit, sich selbstständig zu entscheiden. Gott lässt uns frei entscheiden, immer wieder aufs neue. Achten und beten wir darum, dass unsere Entscheidungen uns auf Gottes Wegen wandeln lässt und dass wir aus falschen Entscheidungen lernen und daran wachsen. Wir wissen nun, dass die Geschichte nicht gut ausging und es trat das Angekündigte ein: An dem Tag, da du davon isst, musst du sterben. In Christus ist nun aber alles neu und er sagt uns: Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben. Heute wie damals besteht aber das Band des Gehorsams, der sich auf dem Vertrauen in Gottes Liebe gründet.

Vertraue zutiefst darauf, dass Gott dich liebt!


Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Gen 2:18

Bei den Schöpfungswerken sah Gott, dass es gut war. Hier nun kommt das erste und einzigste mal ein “nicht gut”. Weil Gott sieht, dass es nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, erschafft er dem Menschen aus dem eigenen Fleisch ein Gegenüber und so entstehen Frau und Mann. Der Mensch ist auf Gemeinschaft hin geschaffen. Es ist gut, dass du Gemeinschaft mit Menschen hast, durch die du erst voll und ganz wirst. Der Mensch wird am du zum ich. Welche Menschen hat Gott dir zur Seite gestellt, so dass du nicht allein bist und am Du zum Ich werden kannst?

Ein Irrtum ist, dass die Frau aus der Rippe des Mannes erschaffen wurde. Hier ist eindeutig vom Mensch die Rede ohne geschlechtliche Festlegung. Der Mann wird erst zusammen mit der Frau erschaffen.