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Gen Kap 01

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Genesis Kap. 1


Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Gen 1,1

Der erste Vers der Bibel führt uns sofort in die Gegenwart Gottes. Jede Einleitung wird ausgelassen. Dieser erste Vers der Heiligen Schrift versetzt uns in die Gegenwart dessen, der die unerschöpfliche Quelle aller wahren Segnung ist. Jedes Schöpfungswerk wird eingeleitet mit: Gott sprach! Dieses gesprochene Wort ist Christus selbst, durch den alles geworden ist, also auch du und ich. Das Johannesevangelium beginnt mit denselben Worten: Im Anfang! Jesus damals, jetzt und immer und ewig! Und dieses Wort wirkt immer machtvoll, gerade auch in deinem Leben: “Er sprach und es geschah, er befahl und schon war es da.” (Ps 33:9)

Gott ist unser Schöpfer. Vergiss nie, dass du wie der andere aus seiner Liebe heraus erschaffen wurdest.


Die Erde aber war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe und der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Gen 1,2

Überall herrschte Finsterns. Gott aber ist ein Gott des Lichtes. Nur der Geist konnte die Finsternis erleuchten, Leben hervorbringen und Ordnung an die Stelle des Chaos setzen. In diesem Sinne wirkte er fort bis dahin, wo der Geist Gottes die Menschwerdung Christi vollbrachte. Der Geist, der über Maria kam, so dass das Wort Fleisch wurde in Jesus Christus, ist derselbe Geist, der zu Beginn der Schöpfung über den Wassern schwebte und ist derselbe Geist, der gleichfalls in unserem Leben wirkt. Lasst uns dieses vielfältige Wirken des Geistes in unserem Leben immer tiefer erkennen und rufen wir ihn täglich an: Atme in mir heiliger Geist!


Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. Gen 1,3

Gottes Schöpfung beginnt mit dem Licht. Es tritt noch vor und unabhängig von der Sonne auf. Licht ist das unmittelbarste Abbild Gottes, aus dem alles Lebende hervor geht. Gott bringt so Licht in die Finsternis. Das gilt bis heute. Und es gilt auch für uns persönlich. Setzen wir uns immer wieder diesem Licht aus! Dieser Text wird in der Osternacht gelesen. Warum? In der Auferstehung sagt Gott neu: Es werde Licht. Die Auferstehung Jesu ist ein gewaltiger Ausbruch des Lichts, denn der Auferstandene selbst ist das wahre Licht. Wir aber sind Söhne und Töchter des Lichts.

Gott sah, dass das Licht gut war. Gen 1,4


Gott sprach: Die Erde lasse Gras sprießen und Gewächs, das Samen hervorbringt, fruchttragende Bäume auf der Erde, von denen jeder seine Früchte bringt nach seiner Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. 1. Mose 1:11

Bei der Schöpfung befahl Gott den Pflanzen, Frucht zu tragen, jede nach ihrer Art. So gibt er auch uns den Auftrag, Früchte der Frömmigkeit zu tragen, jeder nach seiner Art. Es gibt nicht DIE Frömmigkeit. Bei einem Priester sieht sie so aus, bei einem Lehrer so und bei einem LKW-Fahrer wiederrum so. Eines ist aber allen gleich: Die Früchte der Frömmigkeit sind anderen nützlich z.B. in der eigenen Ehe, wo mit wachsender Frömmigkeit man sich umso herzlicher und zärtlicher begegnet oder im Umgang mit dem Nächsten, wo wir schneller als früher Nachsicht und Barmherzigkeit walten lassen oder im Umgang mit Schwächeren, denen wir in Fürsorge zugedacht sind. Was sind die Blüten unseres Herzens anderes als eben dies.


Gott schuf zwei große Lichter, die Sonne für den Tag und den Mond für die Nacht, dazu alle Sterne. Gen 1,16

Die Sonne ist ein Bild für Christus. Der Mond kann als Bild für uns selbst gesehen werden. Der Mond hat kein eigenes Licht. So wie in der Nacht die Lichtquelle des Mondes nicht zu sehen ist, so ist auch Christus unserem natürlichen Auge verborgen. Wir haben die Verantwortung die von ihm empfangenen Lichtstrahlen an die Welt weiter zu geben. Wir sind dazu berufen, uns nicht selbst in den Blickpunkt der Welt zu stellen, sondern das Licht zu reflektieren, dass wir empfangen. Nochmals: Wir sind Kinder des Lichts.

Sei ein Mond für deine Mitmenschen!


Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich. Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. Gen 1,26; 2,7

Gottes Bild sind wir nicht durch äußere Merkmale, sondern durch die Freiheit mit der wir Gott gegenüberstehen als die von ihm Angeredeten und mit der Möglichkeit unserer Antwort. Wir stammen zwar ganz von der Erde, uns wurde aber der Atem Gottes eingehaucht. Wir haben unser Leben nicht aus uns selbst, sondern aus dem Lebenshauch unseres Schöpfers. Ebenso ist es mit dem heiligen Geist. Jesus haucht die Apostel an und beschenkt sie aufs neue, aber noch großartiger, mit Gottes Atem, dem heiligen Geist.

Dann hauchte Jesus sie an und sagte: Empfangt den Heiligen Geist! Joh 20:22