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38 Sacharja

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Buch Sacharja


Ich habe mich Jerusalem wieder voll Erbarmen zugewandt. Sach 1:16

Und so wenden wir uns auch dem Nächsten im Erbarmen zu. Die wirkliche Frage lautet hier nicht: Was können wir einander bieten?, sondern: Wer können wir füreinander sein? Zweifellos, es ist wunderbar, wenn wir einem Nachbarn etwas reparieren, einem Freund einen guten Rat, einem Kollegen einen hilfreichen Tipp geben, einem Kranken Linderung verschaffen können. Aber es gibt ein größeres Geschenk als das alles. Das ist das Geschenk unseres eigenen Lebens, das aus allem, was wir tun, hervorleuchtet. Je älter ich werde, desto mehr entdecke ich, dass mein größtes Geschenk, das ich anzubieten habe, meine eigene Freude am Leben ist, mein eigener innerer Friede, mein eigenes Schweigen und meine Einsamkeit, mein eigenes Gefühl, mich wohlzubefinden. Wenn ich mich selbst frage: Wer hilft mir am meisten?, dann muss ich zur Antwort geben: Der Mensch, der bereit ist, sein Leben mit mir zu teilen. Неnri Nouwen


Seid still vor dem Herrn, all ihr Bewohner der Erde! Denn er hat sich aufgemacht und kommt aus seiner heiligen Wohnung! Sach 2:17

Im innerlichen und äußerlichen Nicht-Bewegen halten wir Ausschau nach Gott. In dieses Nicht-Bewegen steigt Gott hinab zu mir. Die Stille ist Gottes Muttersprache. Alles andere ist eine Übersetzung. Lasst uns diesen Weg der Stille wieder entdecken. Pflegst du Zeiten der Stille? Einfach da zu sein, die Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen und sich anschauen lassen von Gott ohne gleich ein gesprochenes Gebet auf den Lippen zu haben. Werde still. Werde leer. Dein Herr kommt zu dir, nicht irgendjemand, sondern der Herr Jesus, König auf ewig, Menschensohn, Alpha und Omega und Hüter unserer Seelen.


Was du vorhast, wird dir nicht durch die Macht eines Heeres und nicht durch menschliche Kraft gelingen: Nein, mein Geist wird es bewirken! Sacharja 4:6

Weiter, höher, schneller ….ist im Alltag die Vorstufe zum Burnout. Multitasking ist Gift für dein Leben in und mit Jesus. Nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun, sondern sich ganz bewusst auf den Augenblick konzentrieren. Und dennoch wirst du bisweilen von einer zu großen To-Do-Liste überwältigt, kommst in ein übertriebenes Machen und in die Hektik. Auch wenn´s schwer fällt, ein “Stop” ist dann vonnöten, um sich zu besinnen, auf wen wir uns wirklich verlassen dürfen, von dem unsere Macht kommt, von unserem Herrn. Reduzierung und Entschleunigung und sei es nur minimal helfen dir, weg von diesem Zwang zu kommen, immer mehr zu machen. Aktives und kontemplatives Leben müssen ein Gleichgewicht behalten


Fällt gerechte Urteile! Geht liebevoll und barmherzig miteinander um! Sacharja 7:9‭-‬10

Du sagst: Diese Person ist mir unsympathisch, ich muss mich so überwinden, um mit ihr nur zu reden. Alles was sie tut, ärgert mich. Dieser Mensch habe leider so viele Fehler! Mag sein …Das hat nichts zu sagen. Auf keinen Fall darf man ihr den Widerwillen merken lassen. Schließlich muss man dem Nächsten gegenüber Milde bis zum äußersten walten lassen, selbst bis zur Torheit und darf niemals Vergeltung üben.

Abgesehen davon, dass du die Vollkommenheit nur im Himmel findest: auch du schleppst deine Fehler mit dir und trotzdem ertragen dich die anderen.


Ich erhöre ihre Gebete! Sach 10:6

Das Gebet ist die elementarste Äußerung unseres Glaubens. Dein Glaube bleibt nur lebendig, wenn du betest. Du kannst nicht glauben, ohne zu beten und um beten zu können, musst du glauben. Der Glaube drückt sich im Gebet aus, und das Gebet macht den Glauben stark. Augustinus drückt das so aus: Laßt uns also glauben, um zu beten, und beten, damit uns dieser Glaube nicht fehlt. Der Glaube bringt das Gebet hervor, das kommende Gebet verleiht dem Glauben Festigkeit.


In meinem Namen werden sie ihr Leben führen. Sach 10:12

Wenn wir unser Leben in Gottes Namen führen, dann besteht dies in vielseitigen Aspekten aus Zuwendung zum Nächsten. Unser Einsatz für den Nächsten besteht dabei nicht ausschließlich in Taten. Was der Heilige Geist in Gang setzt, ist nicht ein übertriebener Aktivismus, sondern vor allem eine  aufmerksame  Zuwendung zum anderen. Diese liebevolle  Zuwendung ist der Anfang einer wahren Sorge um seine Person, und von dieser Basis aus bemühe ich mich dann wirklich um sein Wohl.


An jenem Tag wird in Jerusalem eine Quelle entspringen. Ihr Wasser wird alle Sünde und Unreinheit von den Nachkommen Davids und den Einwohnern Jerusalems abwaschen.Sach 13:1

Es wird einen unendlichen Vorrat an Gottes Gnade, Vergebung und reinigender Kraft geben. Die Quelle wird in der Bibel verwendet, um Gottes Vergebung zu versinnbildlichen. Jesus selbst spricht von sich vom lebendigen Wasser. Die Vergebung geht von seinem Kreuz aus. Er verwandelt die Welt durch die sich hingebende Liebe. Sein am Kreuz geöffnetes Herz ist das Tor, durch das die Gnade der Vergebung in die Welt eintritt. Allein diese Gnade vermag die Welt zu verwandeln und den Frieden aufzubauen.