Anmeldung ->

28 Hosea

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Buch Hosea


Am dritten Tag schenkt er uns neues Leben. Dann können wir immer in seiner Nähe sein. Hosea 6:2

Im Geheimnis seines Todes und seiner Auferstehung hat Gott die rettende Liebe vollends offenbart und ruft die Menschen durch die Vergebung der Sünden zur Umkehr des Lebens. Jesus wurde vom Vater gesandt als Sühneopfer für unsere Sünden und für die der ganzen Welt. So werden uns aus Barmherzigkeit die Möglichkeit der Erlösung und der Beginn eines neuen Lebens in Christus angeboten. O glückliche Schuld, welch großen Erlöser hast du gefunden!


Was ich für richtig und gut halte, habe ich deutlich gesagt, es ist klar wie der helle Tag. Hos 6:5

Üben, unsere  Aufmerksamkeit bewusst von uns weg auf andere zu richten! Üben, gute Gedanken über andere zu denken, das Verhalten des anderen möglichst positiv zu deuten, statt immer gleich das Böseste anzunehmen. Üben, liebevoll mit anderen zu sprechen, ein riesiges Trainingsfeld! Üben auch tatkräftig mit den Händen anzupacken. Echte Liebe äußert sich nach Augustinus in Miene, Wort und tausend freundlichen Gesten. Liebesfähig zu werden ist das Ziel des Lebens. Im Mitgefühl und Mitleid dem Herrn nacheifern!


Fangt ganz neu an wie ein Bauer, der ein brachliegendes Feld zum ersten Mal wieder bestellt! Denn die Zeit ist da, mich, den Herrn, zu suchen. Dann werde ich kommen und Gutes vom Himmel für euch regnen lassen. Hos 10:12

In Jesus ist Vergebung und Barmherzigkeit. Die in Jesus inkarnierte barmherzige Vergebung  Gottes richtet den Sünder wieder auf. Er ermöglicht immer wieder einen neuen Anfang. Die Freundschaft mit ihm ist Freundschaft mit dem, der uns zu Menschen des Vergebens macht und der uns auch selbst vergibt, uns immer wieder aufhebt aus unserer Schwachheit und uns gerade so erzieht, uns die innere Verpflichtung der Liebe einsenkt, seinem Vertrauen mit unserer Treue zu antworten. Wir können den ungepflügten Boden unseres Herzens erschließen, indem wir unsere Sünden bekennen und Gottes Vergebung und Führung erbitten.


Mit Freundlichkeit und Liebe wollte ich sie ihren Weg führen. Ich habe ihnen ihre Last leicht gemacht. Hos 11:4

Gott führt in Freundlichkeit uns auf unserem Weg. In der Nachfolge Christi folgen wir ihm in dieser Tugend nach. Oft ist das nicht leicht. Gerade dann, wenn wir schlecht behandelt werden, merken wir ganz schnell, dass wir von uns aus niemals zu dieser Person aus tiefstem Herzen freundlich sein können. Genau in diesen Momenten tritt die übernatürliche Freundlichkeit auf, die wir nur mit Hilfe des Heiligen Geistes praktizieren können. Mögen wir Gott heute nochmals neu darum bitten, dass wir mit Hilfe des Heiligen Geistes seine Freundlichkeit leben, damit hierdurch andere Menschen um uns herum Veränderung erfahren dürfen, weil sie sehen, dass wir anders sind.


Mit Freundlichkeit und Liebe wollte ich sie ihren Weg führen. Ich habe ihnen ihre Last leicht gemacht – wie ein Bauer, der seinem Ochsen das Joch hochhebt, damit er besser fressen kann, ja, der sich bückt, um ihn selbst zu füttern. Hosea 11:4

Diese Worte gehen zu Herzen. Gott bückt sich sogar, um uns Nahrung zu geben. Zutiefst hat er sich in Jesus zu uns gebückt. Er ist unsere wahre Nahrung. Im Gegensatz zur nur vorübergehenden Erfüllung sinnlicher Bedürfnisse und Wünsche besteht das wahre Glück im Besitz des ewigen und darum eben höchsten Gutes: Jesus Christus. Glücklich zu sein bedeutet für den Geist, in Christus Gott zu haben und ihn zu genießen.


Ich habe Mitleid mit dir! Hos 11:8

Wenn wir andere Menschen bedauern, schwächen wir sie, tun ihnen nicht gut. “Dauern” heißt eigentlich: Leid tun. “Bedauern” ist so verstanden: ein beständiges Leid antun. Den, den ich bedauere, verletze ich immer wieder, anstatt ihn aufzurichten und zu stärken. Dagegen: Annehmen des anderen, der leidet, bedeutet, dass ich mir sein Leid selbst zueigne, dass es auch mein Leiden wird. Eben dadurch aber, dass es nun geteiltes Leid geworden ist, dass ein anderer in ihm da ist, dringt das Licht der Liebe in dieses Leiden ein. Das lateinische Wort con-solatio, Tröstung, drückt dies sehr schön aus, indem es die Vorstellung eines Mitseins in der Einsamkeit weckt, die dann keine Einsamkeit mehr ist. Das ist Solidarität, die bereit ist, wirklich zu helfen, den Rücken zu stärken.


Verlass dich voll und ganz auf mich, deinen Gott! Hos 12:7

Menschen suchen überall nach Glück und Erfüllung, außer bei Gott. Sie streben nach Besitz, Entspannung und Gemeinschaft. In Wirklichkeit kann nur Gott das tiefe Verlangen der Seele stillen. Darum müssen wir zuerst nach oben blicken, zum höchsten Gott. Glaube heißt: akzeptieren, dass Gott nahe ist und dass dies eine gute Botschaft ist.


Es gibt keinen anderen Retter! Hos 13:4

Gewöhne dich daran, dein Herz viele Male während des Tages in Dankbarkeit zu Gott zu erheben. Weil Er dir dies und jenes gibt. Danke dem Herrn für das wunderbare Geschenk, das Er dir gemacht hat, als Er dir die Augen dafür öffnete, dass nur eines notwendig ist. Nehme heute mal wieder ganz bewusst diese kleinen und doch so großen Geschenke wahr.Gott ist es, der Wunder wirkt. Ihm allein gebührt Ehre und Anbetung. Wir als Jünger Christi sind nur Werkzeuge. Er ist der eigentlich Wirkende. In Jesus ist der Wunder wirkende Gott gegenwärtig. Dank sei Gott!


In der glühenden Hitze der Wüste habe ich euch begleitet und bewahrt. Hosea 13:5

Viel Streit und Spaltungen rühren daher, dass wir zu schnell etwas sagen, unüberlegt. Gerade in der glühenden Hitze der Wüste verfehlen wir uns sprachlich. Gerade bei emotional aufgeheizten Situationen inne halten, innerlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, welche Worte zu wählen sind. Selbstkontrolle ist gefragt. Und dabei immer versuchen, darauf zu hören


Mich, den Herrn, habt ihr vergessen! Hosea 13:6

Gehorsam bedeutet, den Herrn nicht zu vergessen, sondern in allen Dingen auf ihn zu hören. Gerade im Alltagstrott des immer Selben kommt es darauf an, das Hören auf ihn nicht untergehen zu lassen. Gerade der Alltagstrott des immer Selben soll für uns ein ständiges Gebet sein. Ein Gebet, das immer aus denselben herzbewegenden Worten besteht, aber jeden Tag zu einer anderen Melodie. Rufen wir jeden Tag seine Hilfe an.


Kommt zurück zum Herrn , sprecht mit ihm und sagt: Vergib uns alle Schuld! Hosea 14:3

Die demütige Seele läßt beim Anblick der eigenen Fehler den Mut nicht sinken. Echte Demut drängt nur zu einem: um Vergebung zu bitten! Wir sind aufgerufen, unser Herz zu Gott zu bekehren, im ständigen Bewußtsein, daß wir unsere Umkehr nicht allein, aus eigenen Kräften wirken können, denn Gott schenkt uns die Umkehr. Er bietet uns noch immer seine Vergebung an und lädt uns ein, zu ihm zurückzukehren, um uns ein neues Herz zu schenken. Unsere Welt braucht die Bekehrung durch Gott, sie braucht seine Vergebung, seine Liebe, sie braucht ein neues Herz.


Ich will mein Volk von ihrer Untreue heilen! Von Herzen gern begegne ich ihnen wieder mit Liebe. Hosea 14:5

Während seines öffentlichen Lebens vergab Jesus nicht nur Sünden, sondern zeigte auch die Wirkung der Vergebung: Er gliederte die Sünder, denen er verziehen hatte, wieder in die Gemeinschaft des Gottesvolkes ein. Ein offensichtliches Zeichen dafür ist es, daß Jesus Sünder an seinen Tisch lädt, eine Handlung, die auf ergreifende Weise zugleich die Vergebung durch Gott und die Rückkehr in den Schoß des Volkes Gottes zum Ausdruck bringt. Der wahre Glaubende weiß, daß er ein Sünder ist, und ersehnt aufrichtig mit Geist, Seele und Leib die göttliche  Vergebung als eine Neuschöpfung, die ihm Freude und Hoffnung wiedergeben kann.

Ich gebe ihnen neues Leben. Hosea 14:6


Der Herr zeigt uns den richtigen Weg. Wer ihm folgt, kommt sicher ans Ziel. Hosea 14:10

Das Christsein ist nicht fertig vorgegeben. Eher ist es ein Christ-Werden. Erst allmählich wachsen wir in das Mysterium der Christusgemeinschaft hinein. So erlangen wir Schritt für Schritt, durch allerlei Wechselfälle hindurch, das Vollalter Christi voran getrieben von unserem guten Willen, erfüllt und ermutigt von der Gnade. Bei diesem Wachstum ist es besser, einer stellt sich bescheidene Ziele, statt dass er alles in einem Anlauf erreichen will. Gott verspricht, sein Volk zu stärken. Wenn wir in einer engen Beziehung zu Gott bleiben, wird der Heilige Geist uns befähigen, ungeachtet aller Widerstände seinen Willen zu tun. Wenn wir von Gott weglaufen, werden wir von unserer Kraftquelle abgeschnitten.