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Jeremia Kap. 1-5

Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete. Jer 1:5

Gott kannte uns bevor er uns schuf. Wow! Er dachte an uns und machte Pläne für uns. Wenn wir entmutigt sind, sollten wir daran denken: Wir sind wertvoll in Gottes Augen und er hat einen Plan für unser Leben. Gott hat mit jedem etwas vor. Überlassen wir das Steuer unserer Seele ganz ihm. Er wird dich führen. Der Sinn unseres Lebens ist ihm allein zu dienen. Wofür hat Gott dich bestimmt?

Ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen. Jer 1:5


Fürchte dich nicht vor ihnen, ich bin bei dir und werde dich beschützen. Jer 1:8

Jeremia sträubt sich gegen seinen Auftrag. Er sieht sich der Aufgabe nicht gewachsen, zu jung, zu unerfahren. Doch Gott lässt seinen Einwand nicht gelten. Aber: Gott verspricht bei ihm zu sein. Er verspricht jedoch nicht, ihn vor allen Schwierigkeiten zu bewahren. Jeremia wurde später inhaftiert, deportiert, verhöhnt und abgelehnt. So ist es auch bei uns. Auch uns erspart Gott die schweren Zeiten des Lebens nicht, aber er geht mit uns durch sie hindurch und hilft uns. Am Auftrag Jeremias kann mir klar werden, dass der lebendige Gott auch mir etwas zumuten kann, aber immer sind wir darin von ihm gehalten.


Ich lege dir meine Worte in den Mund. Jer 1:9

Diese Worte spricht Gott zu Jeremia. Er legt ihm seine Worte in den Mund. Es werden Worte des Gerichtes sein. Für uns hört sich das dann zuerst verängstigend an. Und doch sind es gute Worte von Gott, der Liebe ist. In seiner Liebe will er warnen vor falschen Wegen. In seiner Liebe will er zur Einsicht und zur Umkehr bewegen. Dies ist heilsam und notwendig für uns, die eben immer wieder vom guten Weg abkommen und in falschen Dingen Sicherheit suchen. Haben wir Mut, auch die Gerichtsworte der Bibel zu hören und uns in sein Licht zu stellen. Das wird gut und heilsam für uns sein.


Sie liefen denen nach, die nicht helfen können. Jer 2:8

Das Volk suchte Sicherheit in allem, nur nicht in Gott. Vor allem wandten sie sich einer anderen Religion zu, der Baal-Religion. Auch wir sind oft versucht, unsere Sicherheit in Besitz, Menschen oder unseren eigenen Fähigkeiten zu suchen, weil wir unser Herz zu stark daran hängen. Woran dein Herz hängt, das ist dein Gott. Sicherheit aber gibt es allein bei Gott, der allein wirklich hilft.

Ah, wenn man wüßte, was man gewinnt, wenn man allen Dingen entssagt! Therese vom Kinde Jesu


Erst haben sie mich verlassen, die Quelle mit Leben spendendem Wasser, und dann haben sie sich rissige Zisternen ausgehauen, die überhaupt kein Wasser halten. Jer 2:13

Zisternen werden künstlich angelegt, sind marode und beinhalteten abgestandenes Wasser. Diese Zisterne ist hier ein Bild für alles, was uns so wichtig werden kann (Geld, Macht, Stolz etc.). Die Gefahr ist dann, dass wir nicht mehr in der vollen Gemeinschaft mit Gott leben. Von diesen Dingen gilt es sich zu trennen. Je mehr wir uns mit Christus beschäftigen werden, desto mehr wird unser Herz von seiner Person erfüllt sein. Je mehr aber unsere Herzen mit Ihm gefüllt sind, desto mehr wird das unser Denken, Sprechen und Handeln charakterisieren und ändern. Gott ist die sprudelnde Quelle frischen Wassers. Er allein bringt und erhält Leben.

Mir kehren sie nur noch den Rücken zu. Jer 2:27


Komm zurück zu mir! […] Ich bin ein barmherziger Gott und werde dir vergeben. Sieh deine Schuld endlich ein! […] Kehr um. Jer 3:12-14

Wir haben Bekehrung immer wieder notwendig. Einerseits bekehren wir uns von etwas weg. Bei einem jeden von uns gibt es immer wieder Dinge, von denen wir lassen müssen. An erster Stelle steht da häufig unser Eigenwille. Immer neu gilt es mit Herz und Verstand zu sagen: Nicht mein, sondern dein Wille! Andererseits bekehren wir uns zu etwas hin. Bekehrung ist Ausrichtung auf Gott. Mit der Bekehrung zu Gott fängt das christliche Leben an. Und dann ist es erfüllt mit dem Dienst für den lebendigen und wahren Gott. Wir wollen Ihm dienen. Ihm zu dienen ist ein Dienst voll Würde.

Ja, wir kommen zu dir, o Herr. Jer 3:22


Pflügt ein Neues und sät nicht unter die Dornen! Jeremia 4,3

Wenn wir uns von Gott entfernen, gedeiht mehr und mehr das Unkraut auf dem Acker unserer Seele. Ein Neues pflügen, bedeutet anders als bisher zu leben. Pflügen wir ein Neues, indem wir vom innersten Herzen Gott jeden Tag neu vertrauen, dass er da ist, wirkt, mir meinen Nächsten zeigt und mich mit seinem Schutz und Weisung umgibt, gerade dann, wenn das manchmal nicht direkt seh- oder spürbar für mich ist. Misstrauen dagegen ist ein Säen unter Dornen. Wir säen unter Dornen, wenn wir Gottes Liebe nicht trauen. Wir säen unter Dornen, wenn wir zweifeln, dass sich etwas ändern kann, wir aus Bequemlichkeit oder Angst die eingefahrenen Wege fahren, alte Gedanken denken, uns zu sehr an alten Gewohnheiten klammern.

Ändert euch von Grund auf und wendet euch von ganzem Herzen mir zu! Jer 4:4
Reinige dein Herz. Jer 4:14