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Jeremia Kap. 16-20

Du bist meine Stärke und mein Schutz! Jer 16:19

Gott ist meine Zuflucht, mein Schutzwall, mein Dach gegen den Regen, mein Schatten gegen die Hitze. Die Vögel haben ihre Nester auf den Bäumen, um sich dorthin zurück zu ziehen, wenn sie dessen bedürfen. Der Hirsch hat sein Gebüsch und sein Dickicht, in dem er sich verbirgt und vergräbt und im Sommer sich der Kühle des Schattens erfreut. So muss auch unser Herz sich jeden Tag irgendeinen Platz suchen, den Kalavarienberg, die Wunden des Herrn oder einen Ort nahe bei ihm, um sich dorthin inmitten der äußeren Arbeit bei jeder Gelegenheit zurück zu ziehen, sich dort zu stärken und zu erholen und sich wie in einer Festung gegen die Versuchung zu verteidigen. Franz von Sales


Gesegnet ist der Mann, der auf den Herrn vertraut und dessen Zuversicht der Herr geworden ist! Jer 17:7

Sich von Gott trennen, das ist, als wenn man einer Pflanze kein Wasser und Sonnenlicht mehr gibt. Gott ist unsere einzige innere Kraftquelle. Wer sich von ihm abwendet, wendet sich vom Leben ab und schadet so sich selbst.

Gott allein kommt, die Seele zu ergreifen, und hebt sie empor. Das Begehren allein aber veranlasst Gott, herniederzusteigen. Er kommt nur zu denen, die ihn bitten, dass er komme. Die ihn oftmals, lange und inbrünstig bitten, zu denen steigt er hernieder, er kann nicht anders. Simone Weil


Er ist wie ein Baum, der nah am Bach gepflanzt ist und seine Wurzeln zum Wasser streckt: Die Hitze fürchtet er nicht, denn seine Blätter bleiben grün. Jer 17:8

Gottesnähe beruhigt den Sturm in uns. Sie lässt einen in dem oft turbulenten Alltag den Blick aufs Wesentliche nicht verlieren. Worauf kommt´s denn wirklich und ausschließlich an: uns als geliebte Kinder unseres Vaters zu erkennen und auf ihn unsere Hoffnung setzen. Und dennoch: an manchmen Tagen brischt die Welt auf dich so dermaßen ein, dass man dann doch den Blick verliert, sich mitreißen lässt, beunruhigen, stressen lässt. Es ist, wie es eben ist. Wir sind nicht vollkommen. Aber jeder Tag ist ein neuer Anfang, eine neue Chance, ein neues Geschenk, dass wir dankbar annehmen und nach bestem Wissen und Gewissen das Beste daraus machen. So lebe diesen Tag mit dem Vater, vertraue auf Christus unseren Herrn und lass dich führen durch den heiligen Geist


Nichts ist so undurchschaubar wie das menschliche Herz, es ist unheilbar krank. Wer kann es ergründen? Jer 17:9

Unser Herz neigt zur Sünde. Gestehen wir uns das ein und bitten wir Gott, dass er unser Herz heilt, es von der Enge in die Weite führt hin zu ihm und den Mitmenschen. Wer ein weites Herz hat, der urteilt nicht über andere, der ist offen für andere Menschen, für das, was sie bewegt. Wer ein enges Herz hat, regt sich über jeden auf, der anders ist als er selbst. Mit einem weiten Herzen haben wir Verständnis für die Eigenart der Menschen. Wir legen den andern nicht fest auf unsere Maßstäbe. Und das weite Herz ist offen für die Menschen. Es lässt auch andere Menschen eintreten. Wir sagen von einem Menschen: Er hat ein Herz für andere. Dann fühlen sich andere bei ihm wohl. Nur was aus unserem Herzen strömt, erreicht auch das Herz des andern. Dann gibt es eine Herzensverbindung

Heile du mich, Herr, dann werde ich geheilt, hilf mir, dann ist mir geholfen! Jer 17:14

Du bist doch meine Zuflucht. Jer 17:17


Ihr seid ja in meiner Hand wie Ton in der Hand des Töpfers! Jer 18:6

Das ist unsere Hoffnung: Er wird uns formen und begleiten. Er wird selbst Schuld und Niederlagen, Versäumnisse und Verletzungen erfolgreich einarbeiten. Er hat das gute Ende im Blick und er wird es erreichen. Gott sei Dank! Gott lässt uns immer wieder erinnern und warnen, bringt uns zum Nachdenken über unser Denken, Tun und Handeln. Damit das entsteht, was seinem Ziel entspricht, zeigt Gott Wege zum Heil, schenkt Möglichkeiten zum Neubeginn. Dafür ist Jesus Christus gestorben. Heil und Vergebung will Gott uns schenken, wenn wir ernsthaft bereit sind, umzukehren, Vergebung zu erbitten und ganz mit ihm zu leben.


Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. Jer 19,11

Jeremia nimmt einen Krug und zerschmettert ihn. Diese Worte weisen auf das Gericht hin, das über Jerusalem ergehen sollte. Wir können dies Bild auf uns beziehen. Das Gefäß ist ein Bild des zerbrechlichen Lebens. Gott straft uns nicht, aber unseres Heiles wegen erzieht er uns. In guten Zeiten merken wir nicht, wenn wir in die Irre gehen. In guten Zeiten sind wir in Gefahr, uns treiben zu lassen – und treiben weg von Gott. Das Gute, das wir empfangen, wird uns zur Selbstverständlichkeit. Erst wenn uns Krisen und Erschütterungen treffen, wachen wir auf. Erst dann hören wir Gottes Rufen. Es sind Worte der Liebe, die er uns sagt. Er ließ die Not über uns hereinbrechen, um uns wieder in seine Nähe zu ziehen. Denn nur bei ihm haben wir Zukunft. Nur durch seine Liebe leben wir.


Dann brennt dein Wort in meinem Herzen wie ein Feuer, ja, es glüht tief in mir. Jer 20:9

Der Prophet Jeremia ist innerlich zerrissen. Sein Auftreten im Namen Gottes hat ihm Hohn und Spott eingebracht und in Lebensgefahr gebracht. Er versucht, seinen Auftrag zu verdrängen. Aber man kann Gott nicht abschütteln. Gottes Wort brennt in uns wie ein Feuer, es glüht tief in mir. Was für Worte! Jeremias Gottvertrauen gibt ihm die Kraft, die Krise auszuhalten und seiner Überzeugung treu zu bleiben. Mitten in der tiefsten Verzweiflung, im Ringen mit Gott, weiß er, dass Gott ihm unverändert beisteht.

Du, Herr , stehst mir bei wie ein mächtiger Held! Jer 20:11


Er rettet den Armen. Jer 20:13

Jesus ist auf die Erde gekommen, um das Heil des ganzen Menschen und aller Menschen zu verkünden und zu verwirklichen, und zeigt dabei eine besondere Vorliebe für jene, die an Leib und Geist verletzt sind: die Armen, die Sünder, die Besessenen, die Kranken, die Ausgegrenzten. So offenbart er sich als Arzt sowohl der Seelen als auch des Leibes, als barmherziger Samariter des Menschen. Er ist der wahre Heiland: Jesus rettet, Jesus macht gesund, Jesus heilt. Franziskus

Singt für den Herrn und lobt ihn! Jer 20:13