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Jeremia Kap. 21-25

Ich selbst werde die Schafe sammeln. Jer 23:3

Das Bild des Hirten ist tief im Alten Testament verwurzelt. Dort besitzt der Titel Hirte Israels    messianische Bedeutung. Für die Christen wurde diese Figur des Hirten Bild für den, der aufgebrochen ist, das verlorene Schaf, d.h. die Menschheit zu suchen. Jesus ist der wahre Hirte, der die Natur der Menschen annehmen wollte, um ihnen das neue Leben zu schenken und sie zum Heil zu führen, zum Leben: Ich aber bringe Leben und dies im Überfluss. (Joh 10:10). So ist das Bild des Hirten ein tiefes Bild, das unserer Seele Ruhe und Frieden geben kann. Unser Hirte ist ein Meister darin, unserer Seele immer wieder neue Hoffnung zu geben

Niemand von ihnen geht verloren. Jer 23:4


Da werde ich einen König aus der Nachkommenschaft von David hervorgehen lassen, den man wirklich als gerecht bezeichnen kann. Jer 23:5

Mit Jesus als König verbinden wir sein Leiden und Sterben für uns am Kreuz. Weil er sich zum Sühneopfer hingab, wird Jesus zum König für alle Menschen. Er schenkt uns dadurch eine Gerechtigkeit, die Gnade und Vergebung bedeutet, und Freiheit, die unseren Tod und unsere Schuld überwindet. Dieses Königtum bezeugen und verkündigen wir, indem wir seinem Weg folgen, seine Logik annehmen, die Logik der Demut und des Dienstes, des Weizenkorns, das stirbt, um Frucht zu bringen. Ahme seine Demut und seinen Dienst nach! 

Der Herr ist unsere Gerechtigkeit, so wird man diesen König nennen. Jer 23:6


Ich bin nicht nur der Gott in eurer Nähe, sondern auch der ferne Gott, über den ihr nicht verfügt. Jer 23:23

Der lebendige Gott ist anders, als wir denken. Größer. Nah und fern zugleich. Trotzdem wendet er sich uns zu. Er spricht zu unseren Herzen und will, dass wir ihn verstehen. Das ist nicht der „liebe Gott“ irgendwelcher Wunschträume; er ist die Liebe selbst. Seine Wahrheit schmerzt zuweilen und ist unbequem. Doch nur sie heilt. Karl Rahner hat gesagt: Glauben heißt, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang auszuhalten.

Der Herr verlässt uns nie, wenn wir ihn nur nicht verlassen, aber es kann sein, dass er uns zuweilen seine spürbare Nähe verbirgt. Das ist eine vorübergehende Prüfung, die aufhört, sobald der Herr es will. Gott ist getreu und lässt sich niemals an Grossmut übertreffen. P. Pio


Ich habe einen guten Plan mit ihnen. Jer 24:6

Dies sind Worte an die Menschen im Exil, die auf den ersten Blick große Not erlitten. Gott aber wird das Exil dazu benutzen, die Verbannten zu läutern, um sie zu ihn zu ziehen. Bedenke: Wir meinen gesegnet zu sein, wenn das Leben es gut mit uns meint. Aber Not, die uns stärker macht, ist ein Segen, und Wohlstand, der uns von Gott wegbringt, ist eben kein Segen. In allem hat Gott einen guten Plan mit uns. Mit dem Vertrauen und der Einfalt eines kleinen Kindes gebe ich mich daher heute hin an Gott. Ihm überlasse ich völlige Freiheit im Leiten meiner Seele. Er führt mich auf Wegen, wie er will. Ich will sie nicht ergründen. Vertrauend will ich ihm nachfolgen. Er führt und behütet mein Herz.

Ich gebe ihnen ein verständiges Herz, damit sie erkennen, dass ich der Herr bin. Jer 24:7