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Jes Kap 42-44

Jesaja Kap. 42-44


Durch dich schließe ich einen Bund mit den Menschen, ja, für alle Völker mache ich dich zu einem Licht, das ihnen den Weg zu mir zeigt. Jes 42:6

Die Gestalt des Knechtes Gottes begegnet uns bei Jesaja in Kap. 42 das erste Mal. Beschrieben wird vor allem die Art seines Wirkens: Er dient und herrscht nicht. Er wirbt und droht nicht. Er schreit nicht. Er wird kommen, um zu retten und zu heilen. Blinde sehen, Gefangene werden befreit. Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Dunkelheit wird zum Licht. Das wird wie ein neuer Schöpfungstag sein, an dem Gott noch einmal spricht: Es werde Licht! Das ist unser tiefste Grund jeglicher Freude. Im Alten Testament bleibt sein Name noch geheimnisvoll. Im Neuen Testament erkennen wir den, mit dem Gott sein Versprechen wahr gemacht hat: Jesus – das Licht der Welt

Singt dem Herrn ein neues Lied und rühmt ihn überall auf der Welt. Jes 42:10


Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. Jes 43:4

Gott betrachtet uns mit Augen der Liebe, deshalb sind wir in seinen Augen teuer und wertvoll. Er sieht uns jetzt schon so, wie wir einst, geläutert von unseren Sünden, in der Herrlichkeit des Himmels sein werden. Er sieht uns jetzt schon in unserer künftigen Schönheit. Das ist der Blick Gottes auf uns. Was für ein Geschenk, diesen Blick Gottes auf uns zu kennen! Dieser Blick seiner barmherzigen Liebe heilt. Er heilt die Wunden der Sünde und den Schmerz, den die unbarmherzigen Blicke der anderen uns zugefügt haben. Dieser Blick Gottes auf uns vermag uns wieder aufzurichten, wenn wir im Blick auf unsere Schwachheit und Sünde verzagt und traurig am Boden liegen.


Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Jes 43:18

Gott hat dich bei deinem Namen gerufen. Du gehörst ihm. Wenn du sinnbildlich durch reißende Ströme gehen musst, ist Gott da, du wirst nicht ertrinken. Wenn es sinnbildlich mal wieder brennt in deinem Leben, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen. Gott ist dein Retter. Schaue daher nach vorne und vertraue. Gott ist dein Leben. Flüsse sollen fließen, wenn du drohst eine öde Gegend zu werden. Gott erhält dich. Gehst du einmal fehl, so vergibt er dir. Jetzt und in Zukunft ist er der Herr der Welt und deines Lebens.


Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun!  Jes 43:18‭-‬19

Deine Vergangenheit ist wichtig. Sie hat dich zu der Person gemacht, die du heute bist, mit hellen und dunklen Stunden. Gedenke deiner Vergangenheit, Erinnerung ist etwas total Wichtiges, aber Vorsicht: Sei kein Gefangener Deiner Vergangenheit, grübelnd darüber was schief gelaufen ist oder wie es anders hätte kommen können, sondern sei der Architekt deiner Gegenwart. Nur das heute lässt sich unter Gottes Segen konstruktiv gestalten, nur hier ist das Reich Gottes, dessen Mitarbeiter du bist. “Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.” (Kierkegaard)


Ich gehöre dem Herrn !  Jes 44:5

Die Zukunft macht uns immer wieder Angst. Für die Deportierten damals war das nicht anders. Jesaja sieht allerdings prophetisch die Wende. Babylon wird fallen und das Volk wird nach Jerusalem zurück kehren. Alles wird gut. Wenn du an deine Zukunft denkst, so denke an deinen Schöpfer! Er hat dich erschaffen. Darum brauchst du keine Angst zu haben. Dein Gott ist für dich da. Er will dir seinen Geist geben und Geborgenheit schenken. Du bist nicht allein, sondern gehörst und dienst dem lebendigen Gott. Immer wenn uns die Sorge um die Zukunft befällt, erinnern wir uns allein daran: Ich gehöre dem Herrn. Was kann da noch passieren? Er ist der Herr, der alles bewirkt. Er ist der Erste und der Letzte.

Ich habe euch geschaffen, ihr gehört zu mir und seid meine Diener! Niemals werde ich euch vergessen. Jes 44:21