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Jes Kap 14-25

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Buch Jesaja Kap. 14-25


Gerichtsworte über die Völker (Kap 13-27)


Nun ist es friedlich geworden und die Erde kommt zur Ruhe. Die ganze Welt bricht in Jubel aus. Jes 14:7

Die Kapitel 13-27 berichten über die Gerichte Babylons und der Nationen, bei denen Israel Gefangenschaft und Verwerfung erduldete. Babylon stürzt. Ein Triumphlied wird gesungen. Über weitere Nationen wird Gericht gehalten: Assyrien, Philister, Moabiter, Kusch, Ägypten, Damaskus, Tyrus, Sidon und gegen das Nordreich Israel. Der Abschnitt endet mit der Befreiung aus dem Zustand der Ausgestoßenheit und mit der Anbetung in Jerusalem. Neben der Historizität der Ereignisse ist dies für uns ein Bild, dass Gott uns befreit aus dem, was uns gefangen hält und uns in seine Ruhe führt.

Dann endlich werden die Menschen wieder an mich, ihren Schöpfer, denken und ihren Blick wieder auf den heiligen Gott Israels richten. Jes 17:7


Wenn sie zum Herrn schreien vor den Bedrängern, so wird er ihnen einen Retter senden. Jes 19,20

Jessika hört eine Verheißung für Ägypten, die einst die Israeliten als Sklaven gefangen hielten. Das Unfassbare: Gott will sogar den Ägyptern, wenn sie bedrängt sind, einen Retter geben, ein Zeichen dafür, dass der Gott Israels nicht ruhen wird, bis alle Völker einbezogen sind in sein Heil. Was die Israeliten einmal in Ägypten erfahren hatten soll nun auch Erfahrung der Ägypter werden: Gott errettet aus Bedrängnis und heilt die Wunden. Dies ist ein Vorausblick auf die Apostelgeschichte, wo das Heil allen Menschen verkündet wird.

Sie werden sich ihm zuwenden, und er wird ihre Gebete erhören und sie wieder heilen. Jes 19:22


Herr, du bist mein Gott! Ich lobe dich und preise deinen Namen, denn du vollbringst wunderbare Taten. Jes 25:1

Kapitel 24 bis 27 enthalten die Apokalypse des Jesaja. Während Kapitel 13- 23 Gerichts-Botschaften für einzelne Völker enthalten, sprechen die Kapitel 24-27 von Geschehnissen mit universalen Ausmaß. In eindringlichen Bildern wird das kommende Gericht Gottes über die ganze Erde geschildert. Aber auch von Rettung und Wiederherstellung ist die Rede. Es erinnert alles stark an das letzte Buch der Bibel, der Offenbarung. Gott wird alles zum Guten führen. Er hat alles in der Hand. In Kapitel 25 singen die Erlösten daher ein Danklied.

Die Armen und Schwachen finden Zuflucht bei dir. Dort sind sie sicher in Zeiten der Not. Du gibst ihnen Schutz wie ein Dach im Wolkenbruch, wie kühler Schatten in der Mittagshitze. Jes 25:4


Hier auf dem Berg Zion wird der Herr, der allmächtige Gott, alle Völker zu einem Festmahl mit köstlichen Speisen und herrlichem Wein einladen. Jes 25:6

Der König der ganzen Erde lädt alle (!) Völker anlässlich seiner Thronbesteigung zu einem Festmahl ein. Seinen Sieg vollendet er durch die Überwindung des Todes als des letzten Feindes. Hier ist eine der seltenen Stellen, wo im Alten Testament die Gewissheit der Todesüberwindung klar aufleuchtet. Er zerreißt den Trauerschleier und zieht das Leichentuch weg. Er allein ist unser Gott! Auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, und er hat uns gerettet. Der Glaube an die Auferstehung der Toten ist zutiefst in unserem Inneren.

Er wird den Tod für immer und ewig vernichten. Gott, der Herr, wird die Tränen von jedem Gesicht abwischen. Jes 25:8