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Jes Kap 26-30

Jesaja Kap. 26-30


Herr, du gibst Frieden dem, der sich fest an dich hält und dir allein vertraut. Jes 26:3

Wer sich fest an Gott hält, der nimmt sehr wohl die Herausforderungen, Gefahren und Verlockungen seiner Umwelt wahr. Doch er entscheidet sich immer wieder dafür, sich auf Gott zu verlassen. Er ist also nicht passiv, sondern wie ein aufmerksamer Wächter, der das Gute durchlässt und das Zerstörende zurückweist. Das alles bewahrt uns den Frieden. Beende dein Gebet niemals anders, als mit Vertrauen.

Ja, vertraut dem Herrn für immer, denn er, unser Gott, ist ein starker Fels für alle Zeiten! Jes 26:4


Der Tau, den du sendest, ist ein Tau des Lichts. Jes 26,19

Tauet Himmel den Gerechten heißt’s in einem Adventslied. Bei Jesaja gibt es dieses wunderschöne Bild vom gesendeten Tau des Lichts. Damit ist der Herr selbst gemeint. Bilder helfen uns, dem Geheimnis nach zu spüren. Tau kommt nicht gewaltig daher, sondern in der Ruhe und dem Schatten der Nacht, ebenso wie Jesus in der heiligen Nacht zu Bethlehem. Ebenso kommt Jesus in dein Herzen, nicht mit Pauken und Trompeten, sondern in ein ruhiges, stilles und demütiges Herz, ja auch gerade in unserem oft viel zu voll gepackten Alltag. Bereite dein Herz, wenn Jesus, der Tau des Lichts, anklopft.

Christus Geburt in uns tagtäglich, bedeutet jeden Tag aufs neue zu entscheiden, dass er mein Herr ist, dem ich nachfolgen möchte. Drei eindrückliche Zitate, die mich auf meinem Lebensweg immer wieder begleiten

Selig, die Bethlehem im Herzen tragen, und in deren Herz Christus jeden Tag geboren wird. Hieronymus

Wir feiern Weihnachten, auf dass diese Geburt auch in uns Menschen geschieht. Meister Eckhart

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren, und nicht in dir, du bleibst verloren. Angelus Silesius


Herr, die Toten deines Volkes werden wieder lebendig, ihre Leichen werden auferstehen! Wacht auf und singt vor Freude, alle, die ihr unter der Erde ruht! Jes 26:19

Wer Gottes Willen tut, den führt Gott auch. Letztlich gehe ich den für mich von ihm vorgesehenen Weg. Diesen gilt es immer neu zu entdecken durch eine innige Beziehung zu Gott, Gedanken voller Sehnsucht nach ihm, die uns immer neu beflügeln und uns in den Dienst nehmen. Wir alle sind Mitarbeiter in Gottes neuem Weinberg. Und zu ihm hin werden wir auferweckt werden. “Durch deine belebende Kraft gibt die Erde die Leiber der Verstorbenen zurück.” (Jes 26:19) Dann werden wir dem Richter Christus begegnen. Es ist keine menschliche Gerechtigkeit, nach der er richten wird, sondern seine göttliche Gerechtigkeit, die darin besteht, dass er zur Vergebung unserer Sünden am Kreuz starb. Darum verdanken wir ihm alles. Darin hat er uns Frieden gebracht, uns zu Kindern Gottes gemacht.

Ich selbst, der Herr, bin sein Wächter. Ich bewässere ihn immerzu. Tag und Nacht behüte ich ihn, damit nichts und niemand ihm schaden kann. Jes 27:3


Wer glaubt, der flieht nicht. Jes 28,16

Ich bin ein Fluchtmensch. In schwierigen Situationen, zwischenmenschlichen Konflikten oder wo jemand meine Hilfe braucht wo es gerade mir nicht passt, habe ich im ersten Moment immer noch einen Fluchtdrang. Früher habe ich dem nachgegeben. Heute akzeptiere ich dass er da ist, handele aber nicht nach ihm. Auch Jesu floh nicht vor der Passion. Ich halte die Situationen aus, spreche Unangenehmes an, helfe auch wenn’s mir gerade nicht passt. Der Glaube gibt mir dazu die Stärke. Er ist meine erste Hilfe. Das Gespräch mit Jesus, Gebete, Liturgie, rel. Lieder, da tanken ich für solche Momente auf. Denn: “Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht. Wenn ihr nicht fest im Glauben steht, dann könnt ihr überhaupt nicht bestehen!” (Jes 7,9) Wachet, steht fest im Glauben, seid mutig und seid stark! (1.Kor 16,13)


Seht, ich lege in Zion den Grundstein für ein gutes Fundament. Es ist ein kostbarer Eckstein, der felsenfest steht. Wer auf ihn baut und ihm vertraut, braucht nicht zu fliehen. Jes 28:16

Nach den großen Verheißungen enthalten die Kapitel 28-35 nun wieder mahnende Weherufe über das untreue Israel, die auf alles andere vertrauten, nur nicht auf Gott. auf alles andere vertrauten, nur nicht auf Gott. “Sie wollten nicht auf ihn hören.” (Jes 28:12). Ihre Herzen waren nicht mit Gott verbunden. Jesaja gibt Gottes Botschaft weiter, dass allein das Vertrauen auf einen kostbaren Eckstein zum Leben führt. Das Wort vom Eckstein wurde schon früh auf den Messias Christus gedeutet. An ihn lasst uns unser Herz binden. Ihn lasst uns mit aufrichtigen Worten anbeten.

Dieses Volk ehrt mich mit den Lippen, aber mit dem Herzen sind sie weit weg von mir. Jes 29:13


Wer niedergeschlagen war, freut sich wieder, weil der Herr selbst der Grund seiner Freude ist. Jes 29:19

Taube hören, Blinde sehen, Niedergeschlagene freuen sich wieder, die ärmsten Menschen brechen in Jubel aus. All diese Verheißungen haben sich in Jesus erfüllt. Er hat sich gerade den ärmsten Menschen zugewandt. Die ärmsten Menschen, das sind doch wir! Er ist uns nah. Er tut so unvorstellbar viel für uns. Er ist im tiefsten Kern der Hüter unserer Seele. Er hilft uns neu zu sehen und neu zu hören, damit wir diese Nähe auch wahrnehmen. Gott finden wir nur, wenn wir unser Herz und unseren Geist in Gott bergen. Und darin stoßen wir dann auf die Freude, die sich allein in ihm und seiner Nähe finden lässt.

Wenn sie meine Taten sehen, die ich unter ihnen vollbringe, dann werden sie meinen heiligen Namen ehren. Jes 29:23


Durch Stillesein und Vertrauen würdet ihr stark sein. Jes 30,15

Der Prophet warnt die Regierenden in Jerusalem vor einem Bündnis mit Ägypten gegen die anrückenden Assyrer. Sie hören mal wieder nicht! Sie unterliessen es, Gott um Wegweisung zu bitten. Die sichtbare Macht des Pharao erschien ihnen sicherer als der unsichtbare Gott. Jesaja macht deutlich: Gott will helfen und sich erbarmen. An uns liegt es, diese Hilfe anzunehmen. Er zwingt sie uns nicht auf. Wohin wenden wir uns zu allererst mit unseren Fragen, Nöten und Befürchtungen? Fragen wir Gott nach seinen Plänen mit uns? Steht Jesus Christus da an erster Stelle oder ist er mehr oder weniger unsere letzte Hoffnung? Mach Jesus zu deiner ersten Hoffnung! Vertraue und sei still.

Ihr müsst nicht mehr weinen! Der Herr wird euch wieder in Liebe annehmen, darauf könnt ihr euch verlassen. Sobald er euer Schreien hört, kommt er euch zu Hilfe. […] Und kommt ihr vom richtigen Weg ab, so hört ihr hinter euch eine Stimme: Halt, dies ist der Weg, den ihr einschlagen sollt! Jes 30:19;21