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Jes Kap 01-03

Jesaja Kap. 1-3


Warnung zur Umkehr (Kap 1-6)


Die Kinder, die ich großgezogen und ernährt habe, wollen nichts mehr von mir wissen. Jes 1:2

Der Prophet Jesaja hatte in der Zeit von 736 bis 701 v. Chr. dem jüdischen Volk Gottes Wort zu sagen. Er hat wie kein anderer das Kommen und Wirken des Messias ankündigte. In seinen Prophezeiungen finden wir vieles wieder, was wir später über Jesus Christus lesen. Sie erfüllten sich also ca. 700 Jahre später. Seine Warnung, Gott nicht zu vergessen und ihm den Rücken zuzukehren, gilt auch uns. Ochse und Esel macht er zum Vorbild, weil Haustiere instinktiv wissen, wo sie hingehören. Ein Ochse kennt seinen Herrn aber Israel kennt’s nicht. Wir suchen viel zu häufig in anderen Dingen Heil und Geborgenheit. Wo dies letztlich hinführt, erzählt Jesaja auch:

Von Kopf bis Fuß seid ihr voller Beulen, blutiger Striemen und frischer Wunden. Nichts mehr an euch ist gesund, und keiner ist da, der eure Wunden reinigt, mit Salbe behandelt und verbindet. Jes 1:6


Selbst wenn eure Sünden blutrot sind, sollt ihr doch schneeweiß werden. Sind sie so rot wie Purpur, will ich euch doch reinwaschen wie weiße Wolle. Jes 1:18

Kein Mensch ist ohne Sünde und kein Mensch kann sich davon freisprechen. Allein Gott kann das Unmögliche tun. Er tritt selbst im Gericht für uns ein, als unser Richter und Anwalt zugleich. Wunderbare Gnade! Schon hier klingt an, was Gott durch Jesus für uns getan hat. “Er wird allen die Schuld vergeben, die zu ihm zurückkehren.” (Jes 1:27) Es wird allerdings keine billige Gnade sein. Empfangen kann sie nur der Mensch, der Buße tut und Reue zeigt, der beständig darum bemüht ist dem Herrn von Herzen zu gehorchen. Daher mahnt uns Jesaja:

Wascht euch, reinigt euch von aller Bosheit! […] Lernt wieder, Gutes zu tun!  Jes 1,16-17


Dann schmieden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen. Jes 2:4

Der Friede muss in unserem Herzen den Ursprung nehmen. Dort in unserem Herzen herrscht Christus. Sind wir nicht wachsam mit ihm verbunden, läuft jegliches Bemühen um Frieden in unseren Gemeinschaften ins Leere. Durch Christus sind wir Friedensstifter unter den Menschen, gerade eben auch in den Schwierigkeiten, auch in den Augenblicken der Schwäche. Je mehr diese Liebe, die auf Frieden zielt, unsere Herzen erreicht, umso mehr bleiben wir in Gott, denn wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott. Bleibe also inmitten der Kämpfe in Frieden und beunruhige dich nicht, denn Gott ist für Dich.

Der Frieden beginnt im eigenen Haus. Karl Jasper


Er ist unser Licht! Jes 2:5

Gott ist Liebe. Das bringt seine Tätigkeit Gottes zum Ausdruck. Gott ist ebenso Licht. Das bringt seine innewohnende absolute Reinheit zum Ausdruck. Nichts kann uns dieses Licht nehmen! Weil Jesus unser Licht ist, gibt es für uns keinen Sonnenuntergang! Wir dürfen unsere Schattenseiten nicht verdrängen. Das macht uns krank !!! Wir dürfen sie stattdessen in sein Licht halten, und so unser ganzes Sein Jesus und seinem Licht aussetzen. Durch seine Menschwerdung, Passion und Auferstehung leuchtet er uns und zieht uns in das neue Leben hinein, das alles Dunke besiegt. Verlieren wir nicht das wachsame Herz, welches allein das Wesentliche zu sehen vermag: das Licht Christi, das in uns und für uns leuchtet.

Die völlige Selbsthingabe Christi am Kreuz sei euch Ursprung, Ansporn und Kraft für einen Glauben, der in der Liebe wirksam wird. Benedikt


Wir wollen schon jetzt mit dem Herrn leben. Er ist unser Licht! Jes 2:5

Nur wenn wir im Licht der Gegenwart Gottes leben und in der Liebe unseres Herrn bleiben, blühen wir als Christen auf. In den wärmenden Strahlen der Liebe Gottes wachsen wir in der Gnade und in der Erkenntnis des Herrn Jesus. Er sagt ja selbst: Ich bin das Licht der Welt! Nur durch ihn bekommen wir geistliche Kraft und Einsicht, um ein Leben zur Ehre Gottes zu führen und in unserem Verhalten etwas von Christus zu zeigen. Wir sind Nachahmer Christi!

Dort wird er uns seinen Weg zeigen, und wir werden lernen, so zu leben, wie er es will. […] Jes 2:3


Es kommt der Tag, an dem der Hochmut der Menschen ein Ende hat und ihr Stolz gebrochen wird. Dann wird nur einer groß sein: der Herr ! Jes 2:11

Der ganze Abschnitt warnt vor Überheblichkeit und Gottvergessenheit. Jesaja warnt davor, dass wir uns auf das verlassen, was uns aus irdisch-menschlicher Sicht groß und wertvoll erscheint. Denn es wird der Tag kommen, an dem es offensichtlich sein wird, wer wirklich groß und verlässlich ist: Gott selbst in seiner Herrlichkeit und Majestät. Dann wird sich so manche menschliche Größe beugen müssen. Darum: Liebt nicht die Welt und hängt euer Herz nicht an irgendetwas in dieser Welt. Verlasst euch allein auf Gott. Dann geht es euch gut!

Hört endlich auf, euch auf Menschen zu verlassen! Jes 2:22

Wer Gott gehorcht, dem geht es gut. Jes 3:10