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Jes Kap 07-10

Jesaja Kap. 7-10


Buch über Immanuel  (Kap 7-12)

Sag ihm, er soll nichts Unüberlegtes tun, sondern Ruhe bewahren. Ermutige ihn mit dieser Botschaft: Hab keine Angst und lass dich nicht einschüchtern!  Jes 7:4

König des Südreiches Juda Ahas steht unmittelbar vor einem Krieg. Der König von Israel zieht heran. Ein Bruderkrieg im Gottesvolk! Das Volk zitterte ängstlich. Darauf bekommt Ahas durch Jesaja von Gott eben diese Zusage in Vers 4. Ahas und wir sollen Vertrauen lernen und begreifen: In Gottes Augen sieht das, was mir Angst macht, völlig anders aus. Für unseren Alltag: egal was ist und passiert (und das kann zuweilen heftig sein), versuche ich stets in der Verbundenheit mit dem Herrn zu ruhen, voll Zuversicht, Hoffnung und Mut die Dinge anzupacken, die vor mir liegen.

Vertraut jetzt mir, dem Herrn! Wenn ihr nicht fest im Glauben steht, dann könnt ihr überhaupt nicht bestehen! Jes 7:9


Doch Ahas wehrte ab: Nein, nein, darauf lasse ich mich nicht ein! Ich will den Herrn nicht auf die Probe stellen. Jes 7:12

Ahas sollte sich im Auftrag Jesajas ein Erkennungszeichen erbitten. Gott wollte ihm ein besonderes Zeichen geben, um sein Vertrauen zu stärken im Angesicht der großen Gefahr der feindlichen Truppen. Scheinbar theologisch korrekt, lehnt Ahas ab: Man soll Gott ja nicht versuchen. Wenn Gott aber ein klares Versprechen gegeben hat, dann möchte er, dass wir darauf vertrauen. Das angekündigte Zeichen ist eine große Verheißung. Nach neutestamentlichem Verständnis birgt sie eine Verheißung, die ihre volle und eigentliche Erfüllung erst in der Geburt Jesu Christi aus Maria gefunden hat.

Jetzt gibt euch der Herr von sich aus ein Zeichen: Die junge Frau wird schwanger werden und einen Sohn bekommen. Immanuel (Gott ist mit uns) wird sie ihn nennen. Jes 7:14


Wir sind lebende Botschaften. Jes 8:18

Jesaja hat mit seiner Botschaft bei König und Volk kein Gehör gefunden. Deshalb redet er für eine Zeit lang nicht mehr in der Öffentlichkeit. Dennoch: allein seine Anwesenheit spricht. So ist das auch bei uns. Wir sind lebende Botschaften. Was für ein Vers! Was für ein Auftrag! Mit Christus, in dem wir leben, können wir ihn hoffnungsvoll angehen, zum einen, weil er zu uns spricht (Glaubt dem, was er euch sagt! Jes 8:20), zum anderen, weil die Verheißung, mit der das achte Kapitel endet, sich erfüllt hat:

Die Zeit der Finsternis und der Hoffnungslosigkeit wird einmal ein Ende haben. Jes 8:23


Das Volk, das in der Finsternis lebt, sieht ein großes Licht. Hell strahlt es auf über denen, die ohne Hoffnung sind. Jes 9:1

In einer der dunkelsten Stunden kündigt Jesaja im Bild eines großen Lichtes an, dass der Retter kommt. Die Verheißung des großen Lichtes hat sich in Jesus Christus erfüllt. Er kam in eine dunkle Zeit, er kommt auch hinein in die Nacht unserer Welt und unseres Lebens. Er bringt dauerhaften Frieden (Jes 9,6), einen Frieden, wie in die Welt nicht geben kann.  Soldatenstiefel und Kampfgewänder werden ins Feuer geworfen und verbrannt. (Jes 9:4). Unser Herz ruht in seinem Frieden. Das ist Grund zur überströmenden Freude.

Uns ist ein Kind geboren! Ein Sohn ist uns geschenkt! Er wird die Herrschaft übernehmen. Man nennt ihn Wunderbarer Ratgeber,  Starker Gott, Ewiger Vater,  Friedensfürst. Jes 9:5


Aus eigener Kraft habe ich das alles geschafft! Meiner Klugheit ist es zu verdanken! Jes 10:13

Hüten wir uns vor der Hochmut. Erkennen wir in Demut, dass wir alles von Gott geschenkt bekommen haben. Dem assyrischen König gelingt vieles, weil Gott seine Hand im Spiel hat. Leider fällt er in Hochmut, verlässt sich nur auf sich und seine Macht. Aber: “Ist die Säge mehr als der, der sie gebraucht?” (Jes 10:15) Darum: verlassen wir uns allein auf Gott und halten ihm die Treue! Also: wenn uns etwas gelingt, wenn wir etwas schaffen, dann lasst uns ihm danken. Das hütet und schützt uns vor jeglichem Stolz.

Auf den Herrn, den heiligen Gott Israels, werden sie sich verlassen und ihm die Treue halten. Jes 10:20