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Koh Kap 04-06

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Buch Kohelet Kap. 4-6


Achten auf das richtige Maß

Jede Arbeit und jedes erfolgreiche Tun bedeutet Konkurrenzkampf zwischen den Menschen. Auch das ist Windhauch und Luftgespinst. Pred 4,4

Arbeit kann erfüllend sein. Ich möchte meine Arbeit als Lehrer für behinderte Kinder nicht missen und ich bin Gott dankbar, dass er mir diese Arbeit gegeben hat. Trotzdem muss ich und sicherlich auch ihr aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Mehr geht immer. Das nennt man dann etwas subtil zusätzliches “soziales Engagement”. Da müssen wir lernen STOP zu sagen. Es muss auch Zeit für die Familie und für Freunde da sein, Zeit für Muße und Erholung, Zeit fur mich. Es geht darum zu arbeiten, aber in Maßen. Wir sollen uns Zeit nehmen, um auch die anderen Gaben zu genießen, die Gott uns gegeben hat.

Besser nur eine Handvoll besitzen und Ruhe genießen als viel Besitz haben und alle Hände voll zu tun. Pred 4:6


Der Wert der Gemeinschaft

Zwei haben es besser als einer allein. […] Stürzt einer von ihnen, dann hilft der andere ihm wieder auf die Beine. Pred 4:9-10

Das Leben ist für die Gemeinschaft gemacht. Wir sind nicht auf der Erde, um uns selbst zu dienen, sondern um Gott und anderen Menschen zu dienen. Jede Menschenseele ist kostbar und es wert, dass wir sie behutsam behandeln. Im Wort behutsam steckt das Wort hüten. Wir sind dazu gerufen Hüter zu sein, andere Menschen zu behüten, für sie in welcher Form auch immer verantwortlich zu sein. Es geht hier um geschwisterliche Liebe und um zwischenmenschliche Wärme.

Wenn zwei in der Kälte zusammenliegen, wärmt einer den anderen. Pred 4:11


Achtsames Gebet

Denk erst nach, bevor du betest, sei nicht zu voreilig! Denn Gott ist im Himmel, und du bist auf der Erde – also sei sparsam mit deinen Worten! Pred 5:1

Beginne jedes Gebet damit, dich in Gottes Gegenwart zu versetzen. Dringe beim Beten mit deinem Geist und Herz tief in seine Gegenwart. Bete nicht hastig, um viel zu beten, sondern bemühe dich, von Herzen zu beten. Es sind nicht die schönen und langen Gebete, auf die Gott achtet, sondern jene, die aus dem Herzensgrund kommen, mit Ehrfurcht und Sehnsucht vorgetragen. Ich bin fest davon überzeugt, dass dies der Schlüssel zu einer erfüllenden Gottesbeziehung ist, aus der Glück und Freude hervor quellen! Gott segne dich und diesen Tag und lass dich zum Segen für jene werden, denen du heute begegnest!

Begegne Gott mit Ehrfurcht! Pred 5:6


Zufriedenheit in Bescheidenheit

Sei zufrieden mit dem, was du hast und verlange nicht ständig nach mehr, denn das ist vergebliche Mühe. Pred 6:9

Wenn man begehrt, was man nicht hat, ist man unzufrieden. Und weil man nie alles haben, alles genießen, alles sehen und erleben kann, wird man nie zufrieden sein. „Willst du glücklich werden, vermehre nicht deinen Besitz, sondern vermindere deine Wünsche!“ (Seneca) Wir denken dabei meist an materielle Werte. Schwerwiegender für unsere Seele sind allerdings andere Bereiche z.B. ein überhöhtes Begehren nach Anerkennung und Ehre. Vermindere deine Wünsche. Begehre weniger. Lass den perfektionistischen Anspruch, was du alles haben solltest. Auch wenn dieses Loslassen Kraft und Leiden kosten, am Grund wartet eine stille Zufriedenheit, die unabhängig ist von allem Äußerem. Herr, lass dein Licht in unseren Herzen aufstrahlen und führe uns durch das Dunkel dieses Lebens in deine unvergängliche Klarheit.

Wer geldgierig ist, bekommt nie genug, und wer den Luxus liebt, hat immer zu wenig. Auch das Streben nach Reichtum ist darum vergebens! Pred 5:9