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Hiob Kap 16-26


Eines weiß ich: Mein Erlöser lebt. Auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort. Hiob 19:25

Dies ist ein prophetischer Blick auf Ostern. Für Hiob war es noch eine Sehnsucht, eine Ahnung, eine Hoffnung, aber zugleich ein tiefes Wissen. Halleluja Jesus lebt! Ich will mein Blicke auf ihn richten, der meine Geschicke in seinen Händen hält. Ich will meinem Erlöser Jesus Christus mein Vertrauen aussprechen. Er ist das Ja und sagt das Ja, ein ganzes, unwiderrufliches göttliches Ja zu uns, zur Menschheit, zur Welt. Dieses Ja kann uns tragen, kann uns herausreißen aus Vorläufigkeiten, Unsicherheiten, Halbheiten, Vergeblichkeiten. Mögen wir Sein Ja erfahren in uns, über uns, um uns. Und mögen andere es erfahren durch uns.


Was bringt es mir, wenn ich zu ihm bete? Hiob 21:15

Jeder von uns kann diese Frage für sich beantworten. Jeder von uns hat die Macht des Gebetes erfahren. Jeder von uns hat aber auch die Erfahrung gemacht, dass wir uns die nötige Zeit dafür nehmen müssen: morgens etwas früher aufstehen, um in Ruhe den Tag mit Gott zu beginnen, vor einem Gespräch innehalten, um in einem Stoßgebet den heiligen Geist anzurufen, Wartezeiten nutzen zum Aufschwung der Seele zu Gott. Gott schenkt uns jederzeit unsere Möglichkeit zu beten in sehr unterschiedlicher Form.

Das Gebet ist eine ungebrochene Macht, die
im Menschen wirkt und ihn durchformt. Frère Roger


Hiob, versöhn dich wieder mit Gott, schließ mit ihm Frieden, dann wird er dir sehr viel Gutes tun! Hiob 22:21

Gott hat in Christus unter uns das Wort der Versöhnung aufgerichtet. Gehen wir unter das Kreuz Jesus, dann werden wir versöhnt mit Gott. Jesus Christus ist die Versöhnung für die Welt. Wann immer sich ein Mensch auf Christus einlässt, wischt Gott die Schuld dieses Menschen vom Tisch. Versöhnung in Christus bedeutet, dass meine Sünden mich nicht länger von meinem Gott trennen. Wer Christus nachfolgt, den hat Gott mit sich selbst versöhnt, ein für alle Mal. Wer Christus nachfolgt, der kann, darf und muss anderen Menschen mit Versöhnung und Versöhnlichkeit begegnen. Wer Christus nachfolgt, der ist berufen, das Wort von der Versöhnung auszubreiten in eine Welt hinein, die nichts dringender braucht.


Gib wieder acht auf das, was er dir sagt, und nimm dir seine Worte zu Herzen! Hiob 22:22

Aus der Tradition der Wüstenväter stammt folgendes Bild: Wasser ist weich, Stein ist hart. Wenn aber das Wasser lange Tropfen für Tropfen auf den Stein fällt, wird der Stein gehöhlt und zerfällt. So ist es mit dem Wort Gottes: es ist weich. Unser Herz dagegen ist oft hart. Hören wir oft auf Gott im Gebet, der Bibel oder durch Eingebungen, so öffnet dies unser Herz, höhlt es in seiner Härte aus, so dass Platz und Raum für Gott entsteht.

Wenn du zu Gott, dem Allmächtigen, umkehrst, wird er dich aufrichten. Hiob 22:23


Dann ist Gott selbst dein kostbarer Schatz, dann bedeutet er dir mehr als alles Gold und Silber. Hiob 22:25

Wer sich für Jesus entscheidet, findet den größten Schatz. Wer die überragende Güte, Schönheit und Wahrheit Christi, in dem die ganze Fülle Gottes wohnt, aufnimmt, der tritt zusammen mit ihm ein in sein Reich, wo die Wertmaßstäbe dieser Welt auf den Kopf gestellt werden. Ja, was Christus uns geschenkt hat, vervielfältigt sich, wenn man es weiterschenkt! Es handelt sich um einen Schatz, der dazu dient, ausgegeben, investiert und mit allen geteilt zu werden.

Er wird die Quelle deiner Freude sein, und du kannst wieder zu ihm aufschauen. Hiob 22:26


Er kennt meinen Weg genau. Hiob 23:10

Lass uns in unseren Tag hinausgehen, ohne vorgefasste Ideen zu haben, ohne unsere Erschöpfung vorauszuahnen. Lass uns aufbrechen, ohne auf vorgezeichnete Wege zu achten. Gib dich zu erkennen. Denn wir wissen: man trifft dich unterwegs und nicht am Ziel. Wir aber, wir vergessen so oft die Musik deines Geistes. Wir haben aus unserem Leben eine Turnübung gemacht. Wir vergessen, dass es in deinen Armen getanzt sein will, dass dein heiliger Wille von unerschöpflicher Fantasie ist. In der Größe des Alltäglichen wartet Er auf uns.

Gott allein ist der Herr. Was er sich vornimmt, das tut er auch. Hiob 23:13


Ach, wie gut hast du mir beigestanden, mir, der keine Kraft besitzt! Wie sehr hast du mir geholfen, arm und schwach, wie ich bin! Hiob 26:2

Was machen wir in Schwierigkeiten? Oft fürchten wir uns und blicken ängstlich umher, weil wir Hilfe von Menschen erwarten. Aber wir sollten besser zu unserem Gott aufsehen, der uns herrliche Zusagen gegeben hat. Die herrlichste ist wohl sein Beistand: Ich bin mit dir. Ist es nicht ein starker Trost, dass der große Gott in allen Lebenslagen bei dir und mit dir ist in seiner unfassbaren Treue? Wenn Menschen weggehen, er bleibt da. Wenn du dich daran erfreust, wirst du stets inneren Frieden bewahren. Der Gott, der keine Schwäche kennt, ist deine Kraft. Er ist da. Er stärkt. Er hilft. Er stützt. Klammere dich nur an Ihn

Wie hast du mich so gut beraten. Hiob 26:3