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Hiob Kap 08-15

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Hiob Kap. 8-15


Du aber solltest unermüdlich nach Gott suchen und zum Allmächtigen um Gnade flehen. Hiob 8:5

Nicht hier und da suchen wir Gott, sondern unermüdlich. Häufig nimmt uns der Alltag gefangen. Hetzen, hetzen! Schaffen, schaffen! Dabei sehen wir nur auf den gegenwärtigen Augenblick. Du aber solltest die Dinge unter dem Gesichtswinkel der Ewigkeit sehen, das Ziel und die Vergangenheit gegenwärtig haben. Intensives Leben in deinem Innern: Gott suchen im Gebet und im Lesen der heiligen Schrift. Sei darauf bedacht, dein Herz von der Liebe zum Sichtbaren zu lösen und dich zum Unsichtbaren zu erheben. Auch wenn viele Dinge dieser Welt schön und angenehm sind, sollten wir sie nicht so sehr lieben, dass sie uns von Gott wegziehen.


Deine Hände haben mich gebildet und geformt. Hiob 10:8

Gott ist unser Schöpfer. Das ist einer der Kernpunkte des christlichen Glaubens. Gott hat uns das Leben geschenkt. Glauben bedeutet, im Heiligen Geist eine sehr persönliche Bindung zu unserem Schöpfer und Erlöser aufzubauen und dafür zu sorgen, daß diese Bindung die Grundlage des ganzen Lebens ist. Gott ist unser Leben. Lassen wir Gott, so lassen wir unser Leben. Geben wir uns ihm hin, so bewahrt er uns in seiner Fürsorge.

Du hast mir das Leben geschenkt und mir deine Güte erwiesen. Deine Fürsorge hat mich stets bewahrt. Hiob 10:12


Kannst du die Geheimnisse Gottes erforschen und die Vollkommenheit des Allmächtigen erfassen? Hiob 11:7

Glauben bedeute, die Unbegreiflichkeit Gottes ein Leben lang aushalten (Karl Rahner). Gott ist und bleibt für zuletzt unbegreifbar. Gott ist eine Wirklichkeit, die wir nie ausloten können. Aber eines ist entscheidend: In Jesus hat er uns sein Wesen offenbart. Wer Jesus sieht, der sieht den himmlischen Vater. Einer der Wesenszüge Gottes, die uns Jesus offenbarte ist: Gott sucht dich voller Liebe. Keinen gibt er auf. Das tröstet in Krankheit, Ausweglosigkeit und Todesnähe. So ist Glaube immer ein gegenseitiges Suchen: wir suchen Gott und Gott sucht uns.

Streck deine Hände empor und bete zu Gott. Hiob 11:13


Alle Lebewesen hält er in der Hand, den Menschen gibt er ihren Atem. Hiob 12:10

Gott hält uns in der Hand, wie eine Mutter ihr Kind: geborgen, behütet und beschützt. Durch diese bewahrende und stärkende Nähe Gottes können wir zuversichtlich ins Leben gehen. Bei aller Angst und Sorge, die uns immer wieder überfällt, schauen wir dennoch hoffnungsvoll weiter, weil wir um Gottes Obhut wissen. Gehalten von Gott, das ist eine Realität, die trägt.

Wenn du dich Gott wirklich hingibst, wird es nichts mehr geben, was deinen Optimismus erschüttern könnte. Josemaría Escrivá


Wie vergänglich ist der Mensch! Wie kurz sind seine Jahre! […] Er blüht auf wie eine Blume und verwelkt. Hiob 14:1-2

Eines Tages kommt das Ende unseres irdischen Lebens. Aber Jesus Christus und die Glaubensverbindung zu ihm bleiben. Dazu wurden wir Menschen von Gott geschaffen, dass wir das ewige Leben durch die Auferweckung Jesu vom Tod erhalten. Wer oder was bleibt also übrig von unserem Leben? Jesus Christus ist unser entscheidender Trost im Sterben und im Leben. Damit haben wie schon heute Anteil für eine bleibende Zukunft des Lebens in Christus. Auf die Frage in Hiob 14,10 “Kommt ein Mensch um – wo ist er?” können wir im Glauben sagen: beim Herrn

Die Jahre eines jeden Menschen sind gezählt. Die Dauer seines Lebens hast du festgelegt. Hiob 14:5


Gott will dich trösten! Hiob 15:11

Gott will dich trösten wie eine Mutter. Wir dürfen mit unserem Kummer genauso vertrauensvoll zu unserem Gott laufen wie das Kind zu seiner Mutter springt. Und wir werden von Gott wie ein Kind liebevoll in den Arm genommen und getröstet. Wie oft habe ich das schon erfahren! Gott schenke dir in dunklen Zeiten immer wieder neue Hoffnung, einen Lichtstreifen am Horizont, ein überwältigendes Gefühl der göttlichen Liebe und Geborgenheit, einfach Gottes segnende Nähe und das an jedem Tag. Immer ist er ein Kommender. Vergessen wir nicht, dass Gott dabei oft auch durch andere Menschen zu uns kommt und in vielerlei anderer Art und Weise.

Durch uns redet er dich freundlich an. Hiob 15:11


Du lässt dich vom Ärger mitreißen. Hiob 15:12

Ganz wirst du es nie schaffen. Minimiere es daher zumindest, dich über dich oder andere zu ärgern. Mache dir folgenden Grundsatz zu eigen: keine Energie in die Verärgerung, sondern in die Veränderung! Dazu ein Wort von Franz von Sales: Alles, was uns da in den Weg kommt, kann uns Anstoß sein, das Gleichgewicht zu verlieren und hinzufallen: bald ist es ein Ärger, bald ein Gerede, bald schlechte Laune, in der uns kein Mensch etwas recht machen kann. Dann wieder ekelt uns der Beruf an, weil wir in einem Anfall von Schwermut glauben, daß wir doch nichts leisten. Kurz, alles Mögliche kommt da in unserer seelischen Kleinwelt vor.

Wenn Ärger in dir aufkeimt, lenke dagegen. Versuche im Frieden Jesus zu bleiben und überlege, was du nun konkret tun kannst unter Anrufung der Hilfe des heiligen Geistes.