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Hiob Kap 03-07

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Hiob Kap. 3-7


Ich sehe nur noch Dunkelheit. Ohne Ruhe und Frieden lebe ich dahin. Hiob 3,26

Dein Schmerz ist tief und will nicht vergehen. Sein Kreuz zu tragen bedeutet, daran nicht zu Grunde zu gehen. Jesus ermutigt dich, dein eigenes Leben zu umarmen und ihm zu vertrauen, der die tiefste Dunkelheit durchlebt hat. Bemühe dich nicht allzu sehr, selbst dein Herz zu heilen, denn deine Mühe würde es nur noch kränker machen. Gebe dich stattdessen in allem Gott hin, in Freud und in Leid. Jesus ist das Licht, dass in deine Dunkelheit leuchtet. Jesus ist der Friede, der deinen Unfrieden heilt. In ihm allein wirst du Ruhe finden in deinem Leid.

Das Leben ist ein fortwährender Kampf gegen sich selbst, und nur um den Preis des Schmerzes erblüht es in voller Schönheit. Pater Pio


Wie kann ein Mensch gerecht sein vor Gott? Hiob 4,17

Alle drei Freunde Hiobs nehmen fälschlich an, dass Hiobs Leiden die Folge einer großen Sünde sein muss. Sie argumentieren, dass Leiden von Sünde verursacht wird und folglich Hiobs Leiden enden wird, wenn er seine Sünde bekennt. Dies war der damalige Glaube an den Tun-Ergehens-Zusammenhang. Das Buch Hiob zeigt klar, dass der Leidende keineswegs immer selbst schuld ist. Dennoch lohnt es sich, die vielen Kapitel zu lesen, in denen die drei Freunde mit Hiob argumentieren. Auch wenn die Gesamtargumentation der Freunde nicht stimmt, sagen sie im Einzelnen viele richtige Dinge.


Kraftlose Hände hast du wieder gestärkt. Hiob 4:3

Hiob ist ein eindrucksvolles Beispiel für das Ineinander der Gottes- und Nächstenliebe. Diese sind untrennbar verbunden. Es ist nur ein Gebot. Beides aber lebt von der uns zuvorkommenden Liebe Gottes, der uns zuerst geliebt hat. So ist es nicht mehr Gebot von außen her, das uns Unmögliches vorschreibt, sondern geschenkte Erfahrung der Liebe von innen her, die ihrem Wesen nach sich weiter mitteilen muß. Liebe wächst durch Liebe. Sie ist göttlich, weil sie von Gott kommt und uns mit Gott eint, uns in diesem Einungsprozeß zu einem Wir macht, das unsere Trennungen überwindet und uns eins werden läßt, so daß am Ende Gott alles in allem ist. Wo stärkst du deinen Nächsten und richtest ihn wieder auf?

War jemand mutlos und ohne Halt, du hast ihn wieder aufgerichtet und ihm neuen Lebensmut gegeben. Hiob 4:4


Glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist! Der Allmächtige will dich erziehen! Sträube dich nicht!Hiob 5:17

Der Gläubige steht unter dem Schutz Gottes! Gott stärkt uns, hilft uns und richtet uns auf. Gott möchte uns aber auch auf unserem Glaubensweg vorwärts bringen. So lässt er manches zu und lässt uns auch Unangenehmes widerfahren, damit wir daran wachsen. Die Schwierigkeiten und Leiden auf deinem Weg sollen dich tiefer in die Liebe führen. Das Leiden läutert uns, d.h. reinigt uns von alledem, was uns weg zieht von Gott. Eine geläuterte Seele dagegen kommt dagegen immer näher zu Gott und je näher du bei Gott bist, desto mehr wird dir sein Friede, Seine Freude und Seine Liebe zuteil.

Die Trauernden können sich wieder freuen, weil er sie rettet. Hiob 5:11


Meine Kraft reicht nicht aus, um noch länger zu hoffen! Hiob 6:11

Hiob kämpft mit sich. Seine Hoffnung wankt. Auch wir stehen in der Gefahr aufzugeben, wenn das Leben hart wird. Gott auch mitten im Sturm zu vertrauen, führt uns an unsere Grenzen und fordert unseren Glauben heraus. Gott möchte, dass wir in allen Nöten darum wissen, dass er alles in der Hand hat und uns nicht fallen lässt in Christus. Das Unterwegssein mit Christus ist eine Kraft, die uns hilft die Kreuze und die damit verbundene Mühsal zu tragen. Wenn wir seine große Liebe in uns tragen, dann verleiht uns das Flügel, welche uns alle Beschwernisse des Lebens leichter ertragen lässt. Sich von Gott in Jesus Christus lieben zu lassen ist das kräftigende Licht. Unsere Verantwortung ist es dabei, das Fenster unserer Seele zu öffnen, damit dieses Licht Gottes in uns eintreten kann, auch wenn wir es hier und da nicht offensichtlich spüren.


Der Schmerz wühlt in meinem Innern. Ich lasse meinen Worten freien Lauf, ich rede aus bitterem Herzen. Hiob 7:11

Hiob scheut sich nicht, seine tiefe Qual, Bitterkeit und Frustration vor Gott hinauszulassen. Das ist so wichtig! Gefühle zu ignorieren und den inneren Dialog abzubrechen ist ein sicherer Weg in das eigene Aus! Es wird uns den Schlaf rauben. Wir dürfen unseren Schmerz nicht in uns hinein fressen, sondern müssen ihn ausdrücken, sonst wirkt er zerstörerisch. Seien wir also im Schmerz stets in achtsamer Weise in Kontakt mit uns selbst. Suchen wir weiter Menschen, denen wir unser Herz ausschütten können. Am wichtigsten aber: Bringen wir unsere Gefühle stets offen vor Gott. Wenn du leidest, dann gehe ins Gebet!

Ich wälze mich schlaflos hin und her bis zum Morgen. Hiob 7:4