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Hiob Kap 01

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Hiob Kap. 1


Im Land Uz lebte ein Mann namens Hiob. Hiob 1:1

Das Buch Hiob zeigt uns einen guten Menschen, der ohne ersichtlichen Grund leiden muss. Hiob erleidet schuldlos schlimme Dinge. Voller Verzweiflung frägt er: Warum ich? Mit über 40 Kapitel ist das Buch recht umfangreich. Eines sei hier schon gesagt: er wird die Frage nach dem Warum nicht beantwortet bekommen. Er muss weiterleben, ohne Antworten auf seine Fragen zu bekommen. Auch wir müssen so durch das Leben gehen: jeden Tag aufs Neue und ohne immer Antworten auf unsere Fragen zu bekommen. Werden wir, wie Hiob, Gott trotzdem vertrauen? Oder werden wir der Versuchung nachgeben und verbittert sagen: Ich bin Gott egal?

Weil er Ehrfurcht vor Gott hatte, hütete er sich davor, Böses zu tun. Hiob 1:1


Schon früh am Morgen stand er auf und brachte Gott viele Brandopfer dar, für jedes Kind eins. Hiob 1:5

Hiob liebte seine Kinder und war um deren Wohl besorgt. Nun bringen wir heute keine Brandopfer mehr da. Aber als Eltern oder noch weiter gefasst als Mitmenschen können wir dieselbe Liebe zu unseren Kindern bzw. Mitmenschen zeigen, indem wir für sie beten, also täglich etwas von unserer Zeit opfern, um Gott zu bitten, ihnen zu vergeben, sie zu beschützen und ihnen dabei zu helfen, zu wachsen und Menschen zu werden, die ihm gefallen.

Das wichtigste auf dem Weg zu Gott ist es, denjenigen nicht zu verpassen, den Gott dir geschickt hat. Erzpriester Wladimir Astachov


Überrascht dich das? fragte der Satan. Er tut’s doch nicht umsonst! Du hast ihn, seine Familie und seinen ganzen Besitz stets bewahrt. Hiob 1:9-10

Ein Dialog zwischen Gott und Satan wird nun angeführt. Satan behauptet, dass Hiob nur deshalb an Gott glaubt, weil es ihm gut geht. Seit er mit Gott geht, gelingt ihm sein Leben. Würde es ihm schlecht gehen, würde er sich schnell gegen Gott wenden. Der Satan möchte beweisen, dass Hiob nicht Gott liebt, sondern nur den Segen, den er von ihm bekommen hat. So ganz ohne ist die Behauptung des Satans nicht.
Es kann in der Tat einen schwachen Glauben geben, der Gott nur so lange folgt, wie es einem gut geht. Echter Glaube dagegen wird in der Not gestärkt. Der Gläubige senkt seine Wurzeln gleichsam noch tiefer in Gott hinein, um dem Sturm zu widerstehen. Wie tief geht unser Glaube?

Der Herr sprach zum Satan: Siehe, alles, was Hiob hat, sei in deiner Hand. Hiob 1,12


Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen. Der Name des Herrn sei gelobt! Hiob 1,21

Gott erlaubt es dem Satan, ihn auf eine furchtbare Art anzugreifen: an einem einzigen Tag verliert er alle seine Kinder und seinen gesamten Besitz. Auch wenn der heutige Vers sehr abgeklärt wirkt, Hiob trauert. Hiob wird 42 Kapitel lang mit Gott ringen, ehe er wirklich Frieden findet. Sich fügen in Gottes Willen, kann sehr schwer sein. Auch Christen erleben Rückschläge und Katastrophen. In diesen Prüfungen den Glauben nicht zu verlieren, darum geht es. Wie reagieren wir, wenn das Leben hässlich wird? Was, wenn uns genommen wird, woran unser Herz hängt?

Obwohl dieses Leid über ihn hereinbrach, versündigte Hiob sich nicht. Kein böses Wort gegen Gott kam über seine Lippen.Hiob 1:22