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Esra Kap 06-10

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Esra Kap. 6-10


Seid dabei nicht nachlässig! Esra 6:9

Konkret wurden die Israeliten hier aufgefordert, den Priestern die notwendigen Tiere für das Opfer zur Verfügung zu stellen. Nun opfern wir heute keine Tiere mehr, aber in der Nachfolge Jesus unser Leben. Auch hier müssen wir uns vor geistlicher Nachlässigkeit hüten und der Treue folgen. Dazu ein Text von Theresa von Avila: Worauf es am meisten ankommt und was am meisten zählt, ist die Treue. Die Treue im Kleinen – Gott lohnt sie! Vielleicht lohnt er nichts so gern und nichts so sehr wie sie! Die großen Unternehmungen, die leidenschaftlichen Vorsätze, das Auf und Ab unserer Himmelsstürmereien wie viel Eitelkeit, Geltungssucht und Eigenwillen ist in all dem enthalten! Aber die täglich durchgehaltenen und ausgehaltenen zehn Minuten in Gottes Gegenwart zählen mehr als zehn Vorsätze.


Esra widmete sich von ganzem Herzen der Aufgabe, das Gesetz des Herrn zu erforschen. Esra 7:1

Das Gesetz des Herrn Jesu Christi ist die Liebe. Hier dürfen wir kein Deut davon abrücken. Die Liebe allerdings ist facettenreich. Es gibt neben der tiefen, emotionalen Liebe, wo zwei eins sind, auch die Liebe, die erträgt ohne das große Gefühl. Einer trage des anderen Last – hier geht es darum, den anderen in seinem niemals perfekten und mich auch manchmal störenden Sosein zu ertragen, ihm nie die Türe zu schließen auf Basis der Selbsterkenntnis, dass wir keinen Deut besser sind, sondern genauso von der Gnade und Barmherzigkeit unseres Gottes abhängig sind. Es geht darum die Last der Menschlichkeit des anderen zu tragen

Einer trage des anderen Lasten, und so sollt ihr das Gesetz des Christus erfüllen! Gal 6:2


Weil Gott seine schützende Hand über mich hält, habe ich Mut gefasst. Esra 7:28

Achtzig Jahre nach der Ankunft der ersten Heimkehrer in Jerusalem kehrte Esra selbst mit vielen anderen zurück. Der wieder aufgebaute Tempel stand bereits seit 58 Jahren. Esra und das Volk legten ungefähr 1.500 Kilometer gefährlichen Weg nach Jerusalem zu Fuß zurück. Durch Beten und Fasten bereiteten sie sich geistlich vor und zeigten, dass sie auf Gottes Schutz vertrauten, an seine souveräne Herrschaft glaubten und wussten, dass sie von sich aus nicht stark genug waren, um auf ihrer Reise ohne ihn ans Ziel zu gelangen. Wenn wir uns bei jedem Vorhaben die Zeit nehmen, Gott an die erste Stelle zu setzen, sind wir auf alle zukünftigen Ereignisse gut vorbereitet.

So fasteten wir und baten unseren Gott um Bewahrung, und er hat unser Gebet erhört. Esra 8:23

Gott half uns. Esra 8:18


Während Esra vor dem Haus Gottes auf den Knien lag und betete und unter Tränen dieses Geständnis ablegte, sammelte sich eine große Menschenmenge aus Israel um ihn, Männer, Frauen und Kinder, und alle weinten bitterlich. Esra 10,1

Esra beklagt hier die Mischehen zwischen Juden und Nicht-Juden. Obwohl er selbst diese Schuld nicht beging, ist es umso beeindruckender, wie stellvertretend er Reue zeigt. Unter Tränen bekennt er die Schuld. Sein Gebet rührte die Israeliten zu Tränen. Nach Esras ernstem Gebet bekannte das Volk seine Sünden vor Gott. Dann fragten die Israeliten, was sie tun mussten, um ihre Beziehung zu Gott wiederherzustellen. Wahre Buße endet nicht mit dem Schuldbekenntnis. Das wäre nur ein oberflächliches Lippenbekenntnis. Sie muss zu veränderten Einstellungen und Verhaltensweisen führen. Wenn wir gesündigt haben und unsere Sünde wirklich bereuen, sollten wir sie Gott bekennen, um seine Vergebung bitten und seine Gnade und Barmherzigkeit annehmen. Danach müssen wir als Ausdruck unserer Dankbarkeit für die Vergebung auch die nötigen Korrekturen vornehmen.

Bekennt jetzt dem Herrn , dem Gott eurer Vorfahren, eure Sünden! Und dann tut, was er von euch erwartet: Sondert euch ab. Esra 10:11

Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: Es soll geschehen, wie du uns gesagt hast! Esra 10:12