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Esra Kap 01-05

Esra Kap 01-05


Wer von euch zu seinem Volk gehört, soll nun nach Jerusalem ziehen und beim Wiederaufbau des Tempels mithelfen, in dem der Herr angebetet wird. Esra 1:3

Das Buch Esra beginnt 538 v. Chr., 48 Jahre nachdem Jerusalem zerstört wurde und das Exil began. Babylon wurde 539 v. Chr. durch Persien erobert. Der Perserkönig Kyrus gibt den verbannten Judäern die Erlaubnis, nach Jerusalem zurückzukehren und den Tempel wieder aufzubauen. Auf diese Weise hoffte er, ihre Loyalität gewinnen zu können und die Grenzen seines Reiches durch Pufferzonen zu schützen. Für die Juden war es ein Tag der Hoffnung, ein Neubeginn. Der Priester und Schriftgelehrte Esra hat die Aufgabe, in der Heimat dem Gesetz des Mose wieder Geltung zu verschaffen. Der Tempel sollte wieder aufgebaut werden.

Gerade in Krisen will Gott etwas von dem hervorbringen, was er in uns als Bestimmung hineingelegt hat. Astrid Eichler


Viele Juden, deren Vorfahren König Nebukadnezar nach Babylonien verschleppt hatte, kehrten nun nach Jerusalem und nach ganz Juda zurück. Esra 2:1

Viele Juden entschieden sich nach Jerusalem zu gehen. Aber eine viel größere Zahl zog es vor, in Babylon zu bleiben, statt in die Heimat zurückzukehren. Persische Aufzeichnungen zeigen, dass viele Juden während ihrer Gefangenschaft zu großem Reichtum gelangt waren. Eine Rückkehr nach Jerusalem hätte bedeutet, ihren Besitz aufzugeben und wieder von vorn zu beginnen. Viele konnten sich dazu nicht durchringen. Sie zogen Wohlstand und Sicherheit vor. Ihre Prioritäten waren auf den Kopf gestellt. Wir dürfen uns durch Bequemlichkeit, Sicherheit oder materiellen Besitz nicht davon abhalten lassen, alles zu tun, was Gott von uns möchte. Der Glaube soll die Sicherheit unseres Bestehens sein und bleiben.

Das ist der gottgewollte Sinn jeder Unsicherheit und Ungeborgenheit: erhöhte Sicherheit und Geborgenheit in der Hand und im Herzen Gottes. Joseph Kentenich


Von nun an wurden alle Brandopfer regelmäßig dargebracht. […] Auch freiwillige Opfergaben stiftete das Volk für den Herrn. Esra 3:5

Noch vor dem Wiederaufbau des Tempels bauen die Israeliten den Altar, der Gottes Gegenwart und Schutz symbolisierte. Die Opfer auf dem Altar waren wesentlich, denn sie zeigten, dass das Volk nach Gottes Führung suchte, sich wieder einem Leben nach seinen Geboten weihte und ihn täglich um Vergebung für seine Sünden bat. Sie begannen, Gott durch ihre Opfer anzubeten, noch bevor das Fundament des Tempels gelegt worden war. Sie erkannten, wie wichtig es ist, Gott von ganzem Herzen und nicht nur aus Gewohnheit zu gehorchen. Wenn eine größere Aufgabe vor uns liegt und wir Gottes Hilfe brauchen, müssen wir die enge Verbindung mit ihm zu unserer höchsten Priorität machen.

Als der Grundstein für den Tempel des Herrn gelegt war und die Loblieder erklangen, brach das ganze Volk in lauten Jubel aus. Esra 3:11