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1 Kön Kap 01-05

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Buch der Könige Kap. 1-5


Richte dein ganzes Leben nach dem Herrn, deinem Gott, aus und lebe, wie es ihm gefällt! 1. Kön 2:3

David ist alt und hat seinen Tod vor Augen. Darum gibt er seinem Sohn Salomo eine letzte Anweisung: nach dem Willen des Herrn zu leben. Nehmen wir uns dies auch zu Herzen. Ich will alles, was Gott will und ich will nichts, was Gott nicht will. In dieser seligen Hingabe finde ich meinen Frieden und eine tiefe Ruhe des Herzens. Was aber ist der Wille des Vaters? Häufig ist das nicht eindeutig. Bonhoeffer schreibt dazu: “Der Wille Gottes kann sehr tief verborgen liegen unter sich anbietenden Möglichkeiten.” Gottes Wille ist kein festes System von Regeln. Darum musst du immer wieder neu in deinen verschiedenen Lebenslagen genau hinschauen und durch Herz & Verstand, Beobachtung & Erfahrung und dem Gebet zu ergründen suchen, was sein Wille ist.

Kurze Zeit später starb David. 1. Kön 2:10‭


Gib mir ein Herz, das auf dich hört. 1. Kön 3:9

Salomo tritt in die großen Fußstapfen seines Vaters David und ist nicht unbedingt zuversichtlich. Er weiß nicht, wie er diese große Aufgabe bewältigen kann. Gott gewährt Salomo im Traum einen Wunsch und Salomo bittet um ein gehorsames, hörendes Herz, dass auf Gott hört, um richtig zu handeln. Er will Israel nicht aus eigener Kraft regieren, sondern er möchte ein guter König sein, der auf Gottes Weisung hört. Interessant ist, dass Salomo um die Weisheit bat, seine Aufgabe gut zu erfüllen. Er bat Gott nicht, die Aufgabe an seiner Stelle zu erledigen. Wir sollten Gott nicht bitten, etwas für uns zu tun, das er durch uns tun möchte. Stattdessen sollten wir Gott um Weisheit bitten, damit wir erkennen, was zu tun ist, und um den nötigen Mut, auch nach dieser Erkenntnis zu handeln. Gottes Stimme hören wir v.a. in der Heiligen Schrift und im Gebet.

Ich will dich so weise und einsichtsvoll machen, wie es vor dir noch niemand war und auch nach dir niemand mehr sein wird. 1. Kön 3:12


Gott schenkte Salomo große Weisheit, einen scharfen Verstand und ein unvorstellbar breites Wissen. 1. Kön 5:9

Weisheit bezeichnet laut Wikipedia ein tiefes Verständnis von Zusammenhängen sowie die Fähigkeit, bei Herausforderungen die jeweils sinnvollste Handlungsweise zu erkennen. Weisheit im biblischen Verständnis ist immer ein Geschenk Gottes. Von der sog. weltlichen Weisheit, aus uns selbst heraus handelnd, Gott ausklammernd, spricht Gott, dass er diese “Weisheit der Weisen zunichtemachen” wird (1. Kor 1,19) Die göttliche Weisheit besteht dagegen darin, dem Wort Christi zu folgen, er ist Gottes Weisheit für uns, der gute Hirte, der die Augen deines Herzens öffnet für seine Weisheit, die aus weltlicher Sicht für viele so unsinnig erscheint.

Ihm gehören Weisheit und Stärke! Dan 2,20


Darum möchte ich nun für den Herrn, meinen Gott, einen Tempel bauen. 1. Kön 5:19

Durch den Tempel sollte Gott ein naher Gott werden, der mitten unter dem Volk wohnt. Der Tempel von damals gibt es nicht mehr. Der Tempel in Christus gibt es dagegen in Ewigkeit. In ihm ist Gott uns nahe. Einem jedem von uns ist Gott nahe, ausnahmslos. Meister Eckart schreibt dazu: Der Mensch soll sich in keiner Weise je als fern von Gott ansehen, weder eines Gebrechens wegen noch wegen irgendetwas sonst. Und wenn dich auch je deine großen Vergehen so weit abtreiben mögen, dass du dich nicht als Gott nahe ansehen könntest, so solltest du doch Gott als dir nahe annehmen. Sei dir im Glauben bewusst: nichts, aber auch gar nichts kann die von der Liebe Gottes trennen. Er ist in dir so wie du in ihm bist.

Mir aber hat der Herr, mein Gott, Frieden geschenkt. 1. Kön 5:18


Jeder Arbeiter war also jeweils einen Monat lang dort im Einsatz und danach für zwei Monate zu Hause. 1. Kön 5:28

Salomo verpflichtete die dreifache Zahl an Arbeitern, die eigentlich für den Tempelbau erforderlich gewesen wären, und teilte sie dann so ein, dass sie nicht zu lange von ihren Familien getrennt waren. Dies zeigt, wie wichtig ihm das Wohlergehen seiner Arbeiter war und welchen Wert er dem Familienleben beimaß. Salomo war so weise zu erkennen, dass der Familie immer eine hohe Priorität gegeben werden sollte. Wenn wir unsere eigene Arbeit einteilen oder für andere einen Zeitplan erstellen, sollten wir beachten, wie sich unsere Planung auf die betroffenen Familien auswirkt.

Nichts und niemand kann Familie ersetzen. Reinhard Marx