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Ruth Kap 01-02

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Ruth Kap. 1-2


Inhalt des Buches

In jedem Volk nimmt er jene an, die ihn achten und tun, was gerecht ist. Apg 10,35

Der Israelit Elimelech ist wegen einer Hungersnot nach ins Ausland nach Moab ausgewandert. Seine Söhne nehmen sich moabitische Frauen: Ruth und Orpa. Als er und seine Söhne sterben, möchte seine Frau Noomi zurück in die Heimat. Sie fordert ihre Schwiegertöchter auf, zu ihren Müttern heimzukehren. Doch Ruth geht mit ihr zurück in Noomis Heimat Bethlehem. Dort wird sie von Boa, einem Verwandten ihres Schwiegervaters, in der sogenannten Schwagerehe ausgelöst. Sie wurde dadurch als eine Nicht-Israelitin zur Urgroßmutter von König David und eine direkte Vorfahrin von Jesus.


Ruth bleibt Noomi treu

Ich will mich nicht von dir trennen. Wo du hingehst, da will auch ich hingehen. Wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. Ruth 1:16

Ruth stellt ihre eigenen Bedürfnisse hinten an. In der Hingabe an Noomis nimmt sie auch deren Gott an. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird sie eben von diesem Gott reich gesegnet, eine Nicht-Israelitin. Gott erwählte die Juden zwar als das Volk, durch das die übrige Welt ihn kennenlernen sollte. Diese Absicht erfüllte sich ganz, als Jesus Christus geboren wurde. Durch ihn kann die ganze Welt Gott kennenlernen. Gott nimmt alle an, die ihn anbeten.

Wo du stirbst, will ich auch sterben und begraben werden. Nur der Tod kann mich von dir trennen. Ruth 1:17


Ruth arbeitet auf de Feld von Boas

Seit dem frühen Morgen ist sie bereits da und hat sich noch kaum in den Schatten gesetzt. Ruth 2:7

Bethlehem war eine Stadt von Bauern und es gab eine gute Ernte, so dass sogar Getreide auf den Feldern übrig blieb, dass Fremde einsammeln durften. Dies einfache, ermüdende und vielleicht erniedrigende Tätigkeit machte Ruth auf den Feldern von Boas und baute sich so im fremden Israel eine Heimat auf. Ruth scheute sich weder, ihre Bedürftigkeit einzugestehen, noch, hart für ihren Lebensunterhalt zu arbeiten. Wenn wir auf Gottes Fürsorge warten, sollten wir dies bedenken: Vielleicht wartet er darauf, dass wir den ersten Schritt tun.

Welche Einstellung haben wir, wenn wir eine Aufgabe machen müssen, die nicht unseren Kompetenzen entspricht oder erniedrigend ist?


Die Großzügigkeit Boas

Du bist zum Herrn, dem Gott Israels, gekommen, um bei ihm Schutz und Zuflucht zu finden. Möge er alle deine Taten reich belohnen! Ruth 2:12

Die Personen im Buch Ruth sind schöne Beispiele für gute Menschen in Aktion. Zum Beispiel Boas Großzügigkeit. Er erlaubte Ruth weit mehr Getreide aufzulesen, als es gesetzlich vorgesehen war. Er wies sogar seine Arbeiter an, einen Teil des Getreides dort liegen zu lassen, wo Ruth arbeitete. Aus seinem Überfluss sorgte Boas für die Bedürftigen. Wie steht es mit uns? Wie oft gehen wir über das allgemein Übliche hinaus, um für Menschen zu sorgen, die weniger glücklich sind? Wir sollten für andere mehr als das Minimum geben. Und das bezieht sich nicht nur auf materielle Dinge, sondern auf die Zuwendung zum Nächsten in jeglicher Art.

Da sagte sie: Mein Herr, ich danke dir für deine große Freundlichkeit! Deine Worte geben mir Mut und Hoffnung. Ruth 2:13


Der Glaube der Noomi

Gott segne den, der so freundlich zu dir war! Ruth 2:19

Auch Noomi kann uns ein Beispiel im Glauben sein. Verständlicherweise war sie nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Söhne verbittert. Der Vers in 2,19 zeigt jedoch, dass sie ihren Glauben an Gott dadurch nicht verloren hatte. Sie lobte Gott dafür, dass Boas sich so freundlich gegenüber Ruth verhalten hatte. In ihrem Kummer vertraute sie weiter auf Gott und erkannte seine Güte an. Auch wir können über eine Situation Verbitterung empfinden, aber wir dürfen nie verzweifeln. Jeder Tag ist eine neue Gelegenheit, Gottes Fürsorge zu erleben.

So arbeitete Ruth während der ganzen Gersten- und Weizenernte zusammen mit den Mägden von Boas. Sie wohnte weiter bei ihrer Schwiegermutter. Ruth 2:23