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Ri Kap 01-07

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Richter Kap. 1-7


Nach Josuas Tod

Ihr habt nicht auf mich gehört! Ri 2:2

Josuas ist tot. Einen Nachfolger gibt es nicht. Die einzelnen Stammesführer übernehmen jeweils für ihren Stamm die Führung. Ein gemeinsames Ziel gibt es so nicht mehr. Zudem waren alle müde von den vielen Kämpfen. Das Ziel, das gelobte Land allein für sich zu besitzen war zwar schon in Sicht, aber es fehlte die nötige Disziplin und Energie, es zu erreichen. Die Israeliten driften ab und folgen nicht mehr Gottes Wegen. In unseren täglichen Anstrengungen werden auch wir manchmal müde und sehnen uns nach Ruhe, aber wir brauchen mehr als eine Ruhepause. Wir müssen in dem Bewusstsein leben, dass Gott uns liebt und eine bestimmte Absicht mit unserem Leben hat. Der geistliche Sieg kommt, wenn wir uns nach seinen Absichten richten.

Vor seinem Tod hatte Josua das Volk verabschiedet, und jeder Stamm war in sein Gebiet gezogen, um es in Besitz zu nehmen. Ri 2:6


Einsetzung eines Richters

Da berief der Herr Männer zu Führern seines Volkes, die es aus der Gewalt der Feinde befreiten. Sie wurden Richter genannt. Ri 2:16

Gott ist barmherzig. Er beruft Richter, die sein Volk führen sollen, obwohl dieses immer wieder auf’s neue ungehorsam ist. So macht er es auch bei uns. Unser Ungehorsam verdient das Gericht! Aber Gott erweist uns Barmherzigkeit durch Jesus Christus. Er ist der Einzige, der uns erretten kann. Wenn wir um Vergebung bitten, bitten wir um etwas, das wir nicht verdienen. Aber wenn wir diesen Schritt gehen und auf Christus und sein Werk der Erlösung vertrauen, können wir Gottes Vergebung erfahren.

Aber auch auf die Richter hörten die Israeliten nicht […] So kamen sie bald wieder von dem Weg ab. Ri 2:17


Der Geist des Herrn auf den Richtern

Der Geist des Herrn kam über Otniël, und so wurde er zum Richter für das Volk Israel. Ri 3:10

Bei der Berufung der einzelnen Richter heißt es mehrfach, dass der Geist des Herrn über sie kam. Das beschreibt eine zeitweilige, spontane Zunahme an körperlicher, geistlicher oder geistiger Kraft. Es handelte sich um die außergewöhnliche und übernatürliche Ausrüstung eines Menschen für eine besondere Aufgabe. Der Heilige Geist ist heute für alle Gläubigen da, aber für besondere Aufgaben kommt er in außergewöhnlicher Weise auf einen gläubigen Menschen herab. Wir dürfen den Heiligen Geist um Hilfe bitten, um unsere alltäglichen Probleme und die großen Herausforderungen unseres Lebens zu bewältigen. Der Geist kommt auch auf uns herab.

Die Israeliten schrien zum Herrn um Hilfe, und wieder gab er ihnen einen Befreier: Ehud. Ri 3:15


Gott ist die erste Hilfe

Zwanzig Jahre lang quälte und unterdrückte Jabin die Israeliten. Da schrien sie zum Herrn um Hilfe. Ri 4:2‭-‬3

Jabin war König der Kanaaniter, der die Israeliten unterdrückte. Erst nach 20 Jahren riefen sie zuletzt Gott um Hilfe an. Gott aber sollte stets der Erste sein, an den wir uns wenden, wenn wir mit Schwierigkeiten oder ausweglosen Situationen konfrontiert werden. Wenn Schwierigkeiten bei uns auftauchen, möchte Gott, dass wir zuerst zu ihm kommen und seine Kraft und Führung suchen. Die Israeliten aber zogen es vor, eigene Wege zu gehen. Oft ist es bei uns nicht anders. Der Versuch, unser Leben ohne Gottes Hilfe selbst zu steuern, endet immer in Schwierigkeiten und Verwirrung. Wenn wir täglich mit Gott in Verbindung bleiben, laufen wir weniger Gefahr, uns selbst in schmerzliche Situationen zu manövrieren.


Gott loben

Für den Herrn will ich singen, ja, singen und musizieren will ich für den Herrn. Ri 5:3

Musik und Gesang wurden in Israels Kultur sehr geschätzt. Im Kapitel 5 steht ein Lob- und Dankeslied für einen Sieg. Gott zu loben ist wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Das Lob lenkt unsere Aufmerksamkeit auf Gott. Durch das Lob bringen wir unsere Freude über Gott zum Ausdruck und erinnern uns an Gottes Treue und sein heiliges Wesen. Ob wir gerade einen entscheidenden Durchbruch erleben oder in einem großen Dilemma stecken: Wenn wir Gott Loblieder singen, kann das eine positive Auswirkung auf unsere Einstellung haben.

Wer dich liebt, gleicht der Sonne, die aufgeht und mit aller Kraft strahlt. Ri 5:31


An Gott nicht zweifeln

Wenn Gott uns wirklich beisteht, warum geht es uns dann so schlecht? Ri 6:13

Der Richter Gideon zweifelt an Gottes Hilfe. Er übersah, dass Israel durch sein Verhalten sich selbst in die schlechte Situation gebracht hatte. Wie leicht übersehen wir unsere persönliche Verantwortung und schieben die Schuld für unsere Probleme auf Gott oder andere Menschen. Leider werden unsere Probleme damit nicht gelöst. So kommen wir Gott nicht näher, sondern manövrieren uns selbst an den Rand der Rebellion und des Abfalls von Gott. Wenn Probleme auftreten, müssen wir zuerst uns selbst prüfen. Unser erster Schritt kann darin bestehen, Gott unsere Sünden zu bekennen, die möglicherweise die Ursache dieser Probleme sind. Er wird vergeben und er wird helfen!


Der Friede Gottes

Mein Friede ist mit dir. Ri 6:23

Gott bringt Frieden. Viele Leute sind deshalb in Unruhe, weil sie sich nicht die Zeit nehmen, ihr Herz zu nähren und ihm den Frieden wieder zu geben durch einen auf Gott gerichteten Blick der Liebe. Es ist für uns nötig, die Sanftheit und Zärtlichkeit Gottes zu spüren. Lernen wir es daher, uns hinzugeben, Gott vollständiges Vertrauen entgegen zu bringen und zwar in großen wie in den kleinen Dingen, mit der Einfachheit der Kinder und Gott wird sich offenbaren in seiner Zärtlichkeit, seinem Vorausschauen, seiner manchmal ganz erschütternden und ergreifenden Treue.

Ich stehe dir bei! Ri 6:16