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Josua Kap 01-20


Josua wird Moses Nachfolger

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen! Jos 1,5

Nach dem Tod Moses wird Josua sein Nachfolger. Seine Aufgabe war es das Volk in das neue, fremde Land zu führen: eine große Herausforderung! Auch wir stehen immer wieder vor Herausforderungen, die uns Angst bereiten. Wir haben aber die Zusage: So wie Gott mit Josua war, so ist er auch mit uns, wenn wir vor Herausforderungen stehen. Gott verspricht, uns nie zu verlassen und uns immer zu helfen. Indem wir Gott bitten, uns zu leiten, können wir viele Herausforderungen unseres Lebens bewältigen. Gott verspricht nicht, dass im Leben alles glattgehen wird. Aber Gott sagt dir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis ans Ende der Welt.

Ich bin bei dir. […] Ich lasse dich nicht im Stich, nie wende ich mich von dir ab. Jos 1:5

Sei mutig und stark! Jos 1:6


Aufbruch ins gelobte Land

Sei mutig und entschlossen! Lass dich nicht einschüchtern und hab keine Angst! Jos 1:9

Dreimal erfolgt die Aufforderung stark und mutig zu sein zum Aufbruch. Immer wieder müssen wir aufbrechen. Letztlich ist jeder neue Tag ein Aufbruch vom Bett ab in die Welt und ins Leben. Mutig sollen wir aufbrechen. Mut aber setzt etwas voraus, wofür es sich lohnt mutig zu sein, um den täglichen Gefahren oder dem Leid zu begegnen. Für Josua war es der Einzug in das gelobte Land. Bildlich gesprochen ist es für uns ebenso: Das Leben im gelobten Land ist ein Bild für das Leben in und mit Gott. Das eben ist unser hohes Gut.

Denn ich, der Herr, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst. Jos 1:9


Gott vertrauen

Sag dir die Gebote immer wieder auf! Denke Tag und Nacht über sie nach, damit du dein Leben ganz nach ihnen ausrichtest. Dann wird dir alles gelingen, was du dir vornimmst. Jos 1:8

Gott schärft Josua immer wieder ein, dass er sich an alle Weisungen halten solle, die er dem Volk durch Mose gegeben hat. Dann wird sein Tun gelingen. Und das tut es dann auch. Seine Wege sind dabei oft ungewöhnlich. Zum Beispiel bedient er sich der Nichtjüdin und Prostituierten Rahab. Gott schaut nicht auf das Äußere, sondern ins Herz und sieht eben darin bei Rahab den Keim des Glaubens. Rahab erkannte etwas, das viele Israeliten nicht erkannten dass der Gott des Himmels kein gewöhnlicher Gott ist! Er ist allmächtig. Heute können wir denselben mächtigen, Wunder wirkenden Gott anbeten:

Der Herr, euer Gott, ist der wahre Gott oben im Himmel und hier unten auf der Erde. Jos 2:11



Überquerung des Jordans

Reinigt euch und bereitet euch darauf vor, Gott zu begegnen! Jos 3:5

Das Volk überquert den Jordan. Davor erfolgt der Aufruf zur Reinigung. Um mit Gott unseren Weg zu gehen, bedürfen wir der immer wiederkehrenden Reinigung. Das Gebet ist dazu das geeignetste Mittel, den hier wirkt die direkt reinigende Gottesbeziehung. Rechtes Beten ist ein Vorgang der inneren Reinigung, der uns gottfähig macht. Es geht vor allem um die Reinigung des Herzens, indem man sich unter Gottes Blick stellt und sich von Christus führen läßt. Beim Gebet geht es dabei nicht um viele Worte. Wir brauchen vielmehr jenes Schweigen, das uns in das Schweigen Gottes eintreten und so dorthin gelangen läßt, wo das Wort, das erlösende Wort geboren wird.


Erichtung eines Denkmals

Die Steine erinnern uns daran, dass Israel trockenen Fußes den Jordan durchquert hat. Jos 4:22

Das Volk stellt ein Denkmal aus zwölf Steinen auf. Es soll sie und ihre Nachkommen an die Überquerung des Jordans erinnern. Erinnerung ist etwas sehr wichtiges! Es können Bauwerke sein, aber auch bestimmte, besondere Tage oder Orte sein. Sie helfen uns im Gedächtnis zu behalten, was Gott in unserem Leben getan hat? Dies kann sehr persönlich sein (z.B. der Hochzeitstag) oder eben sehr umfassend sein (z.B. das Osterfest). Begehen wir diese Erinnerungen, so lässt das in uns Ehrfurcht erwachsen angesichts Gottes großer Taten.

Ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, zu allen Zeiten mit Ehrfurcht begegnen! Jos 4:24


Josuas göttliche Begegnung

Da warf sich Josua ehrfürchtig vor ihm zu Boden. Ich gehorche dir, Herr! sagte er. Was befiehlst du? Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden. Josua gehorchte. Jos 5:14-15

Josua erscheint ein Engel. Manche meinen auch, er war eine Erscheinung Gottes in menschlicher Gestalt. Als Zeichen der Ehrfurcht und Demut zog Josua seine Sandalen aus. Die Sandalen stehen bildlich gesprochen für sein eigenes Tun. Obwohl Josua der Leiter Israels war, blieb er Gott als dem absoluten Leiter untergeben. Auch wir sollten Gottes Macht, Autorität und tiefe Liebe anerkennen.

Wie können wir unsere Ehrfurcht und Demut vor Gott zum Ausdruck bringen?


Eroberung Jericho

Sechs Tage lang sollt ihr jeden Tag einmal mit allen kampffähigen Männern um die Stadt ziehen. Nehmt die Bundeslade mit! Lasst sieben Priester mit Widderhörnern in der Hand vor ihr hergehen! Jos 6:3‭-‬4

Das sind ungewöhnliche Anweisungen Gottes in Bezug auf die Eroberung Jerichos. Warum das alles? Gott machte unmissverständlich klar, dass der Kampf von ihm abhing, nicht von den Waffen und der Geschicklichkeit Israels. Das ist der Grund, weshalb nicht Soldaten die Israeliten in den Kampf führten, sondern Priester mit der Bundeslade. Dieses seltsame militärische Manöver stellte den Glauben Israels auf die Probe und prüfte seine Bereitschaft, Gott bedingungslos zu folgen. Es ist dieses absolute Vertrauen, dass auch unser Leben beseelen darf.

Der Herr stand Josua zur Seite. Im ganzen Land sprach man von ihm. Jos 6:27


Die Niederlage bei Ai

Josua zerriss entsetzt sein Gewand und warf sich […] zu Boden. Voller Verzweiflung streuten sie sich Erde auf den Kopf und blieben bis zum Abend so liegen. Jos 7:6

Nach dem Sieg über das große Jericho folgte eine Niederlage gegen die kleine Stadt Ai. Warum? Josua fragte Gott nicht um Rat, sondern vertraute auf sein starkes Heer. Josua erkennt seinen Fehler und zeigt Reue. Was heißt dies nun für uns? Egal, um was es geht, sollen wir bei Gott um Rat und Hilfe suchen. Demütig sollen wir das letztliche Handeln seinem heiligen Willen überlassen und ihm vertrauen. Allzu oft verlassen wir uns auf unsere eigenen Fähigkeiten und Stärken, besonders wenn eine anstehende Aufgabe uns leicht erscheint.

Der Gott Israels, befiehlt, dass ihr euch reinigt und darauf vorbereitet, ihm morgen früh zu begegnen! Jos 7:13


Der Sieg bei Ai

Hab keine Angst und lass dich nicht einschüchtern! Josua 8:1‭

Mit Gott an der Seite gelingt der zweite Angriff auf Ai. Davor aber zeigte Josua Reue und bekannte seinen Fehltritt. Daraus folgt: Bekennen auch wir unsere Sünden. Wenn wir versagt haben, richten wir uns neu auf Gott aus. Die Lektionen, die wir aus unseren Fehlern lernen, sollten uns befähigen, dieselben Situationen beim nächsten Mal besser zu bewältigen, noch tiefer in, mit und durch Gott. Da Gott darauf bedacht ist, uns Reinigung, Vergebung und Stärke zu schenken, können wir nur dann verlieren, wenn wir aufgeben. Welche Art von Menschen wir sind, erkennen wir daran, was wir bei unseren zweiten und dritten Versuchen tun.

Hab keine Angst vor ihnen! Ich selbst kämpfe für euch. Jos 11:6