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Dt Kap 02-04

Deuteronomium Kap. 2-4


Gott führt uns

Ihr habt nun lange genug dieses Bergland umzogen. Wendet euch nach Norden! Dt 2:2-3

Das Wort des Herrn regelte alles. Er bestimmte, wie lange das Volk an einem Ort bleiben sollte und gab mit derselben Genauigkeit an, welche Richtung es dann einschlagen sollte Das Volk brauchte nur zu gehorchen. Ist das Herz in der richtigen Stellung, so kann es für ein Kind Gottes nichts Schöneres geben als das Bewusstsein, in allem durch das Wort Gottes geleitet zu werden. Der Herr regelte alles für sie. Sie brauchten nur auf seine Führung zu warten und zu tun, was Er ihnen sagte. Wir können hieraus eine heilsame Lehre ziehen. Es ist unser Vorrecht, Tag für Tag den Weg zu gehen, den Gott uns vorzeichnet. Gott hat verheißen, uns zu führen. Seine Verheißungen sind Ja und Amen. Es liegt an uns, ob wir diese Verheißungen im Glauben annehmen


Fürsorge des Herrn

Der Herr, euer Gott, hat immer dafür gesorgt, dass es euch an nichts fehlt. Er hat euch gesegnet und all eure Arbeit gelingen lassen. Durch diese weite Wüste hat er euch begleitet und hat euch die ganzen vierzig Jahre lang beigestanden. Dt 2:7

Das Volk stand unter Gottes Führung. So ist es auch heute bei uns. Sein Auge ruht beständig auf uns und seine Arme umfassen uns bei Tag und Nacht. Er zählt die Haare unseres Hauptes und achtet auf alles, was uns betrifft. Er nimmt alle unsere Bedürfnisse und Anliegen auf sich. Er wünscht, dass wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen in der Gewissheit, dass Er für uns sorgt. Er fordert uns auf, mit allem zu ihm zu kommen, mögen die Anliegen groß oder klein sein. Welch eine Zuversicht und Freude gibt es uns, zu wissen, dass der Schöpfer und Erhalter des Weltalls uns ewig und vollkommen liebt, dass sein Auge immer auf uns ruht und dass Er selbst für uns sorgen will, seien es leibliche oder geistliche Bedürfnisse. In Christus besitzen wir alles.

Gott erhört unsere Gebete und führt uns auf dem besten und geradesten Weg zu sich. Bonhoeffer 


Gott kämpft für uns

Habt keine Angst! Der Herr, euer Gott, kämpft für euch! Dt 3:22

Das ist die Zusage an Israel bei der Einnahme des gelobten Landes. Sie sollen sich den Schwierigkeiten stellen, die ihnen auf dem Weg begegnen werden. Wir führen nun keine körperliche Kämpfe, doch unsere Kämpfe sind nicht weniger real als die von Josua. Gott geht in unseren täglichen Kämpfen vor uns her, bereitet den Weg und überwindet Hindernisse. Wir müssen ihm nur von ganzem Herzen nachfolgen und auf seine Führung achten. Gib acht, dass du nie den Mut verlierst. Niederlagen sind mit eingeplant. Wenn Gott dich Fehler machen lässt, dann nur, um deine Demut zu festigen und dich in Zukunft wachsamer sein zu lassen.

Herr, mein Gott, dem ich diene! […] Wo ist ein Gott im Himmel oder auf der Erde, der solche Werke vollbringen kann und der mit so starker Hand eingreift wie du? Dt 3:24


Offenes Ohr und gehorsames Herz

Und nun, Israel, höre. Dt 4:1

Haltet euch an diese Gebote und befolgt sie. Dt 4:6

Gott achtet auf ein offenes Ohr und ein gehorsames Herz. Allein auf dem Weg des hörenden Gehorsams können wir unserem himmlischen Vater und unserem Herrn Jesus Christus Freude bereiten. Die Schafe kennen und hören die Stimme des Hirten und folgen ihm. Wenn wir uns allerdings von zu vielen Dingen ablenken lassen, können wir vom Weg anbirren. Das Lesen des Wortes und das Halten der Gebote muss daher eine Herzenssache sein.

Beten heißt: auf Wegweisung und Instruktionen hören, mit einem Herzen, das ihm zugewandt ist; es ist ein Gespräch zwischen Vater und Kind. Corrie ten Boom 


Gott ist nah

Kein anderes Volk, ganz gleich wie groß, hat Götter, die ihm so nahe sind wie uns der Herr. Wann immer wir zu unserem Gott rufen, hört er uns. Dt 4:7

Immer wenn wir beten hört uns dieser nahe Gott. Dabei müssen nicht immer viele Worte fallen. Guardini dazu: Es gibt ein Gebet, in welchem es nicht darum geht, einfach zu sagen, was man auf den Herzen hat, sondern in der Nähe Gottes zu weilen. Dieses Gebet neigt dazu, immer weniger Worte zu brauchen; aber nicht weil es sich im Gesagten erschöpft, sondern weil es im Grunde überhaupt nicht in Worte eingeht. Empfehle dich jeden Morgen Gott an, dann gehe in den Tag mit dem Entschluss häufig deinen Geist zu Gott zu erheben. Gelebte Nähe!


Nichts vergessen und Erinnern

Hütet euch bloß davor, etwas von dem, was ihr gesehen habt, zu vergessen! Ja, erinnert euch euer Leben lang daran. Dt 4:9

Wie leicht vergisst man, wie wunderbar Gott im Leben von Menschen gewirkt hat. Wenn wir unseren Blick fest auf ihn gerichtet halten und ihn nicht vergessen, so kann uns nichts beunruhigen. Das ist das Geheimnis des Friedens. Befindest du dich in einer Schwierigkeit? Dann erinnere dich an Gottes Wohltaten in deinem Leben. Wir wissen: Er enttäuscht nie einen Menschen, der ihm vertraut. Benutze die Quellen der Hilfe, die in ihm für dich geöffnet sind. Lege dich selbst, alles, was dich umgibt, deine Furcht und deine Angst, lege alles in seine Hand, und da lass es ruhen. Ja, lass es dort!


Gott ist eifersüchtig

Der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott. Dt 4:24

Gott will ganz unser Gott sein, unser Ein und Alles, und nicht irgendeine Verzierung für besondere Momente. Gott verzehrt sich vor Liebe nach uns, wie Feuer. Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott, und zwar, um das Böse aus uns und aus unseren Wegen zu entfernen. Er kann nichts in uns dulden, was ihm und seiner Heiligkeit und damit auch unserem echten Glück und unserem wirklichen und bleibenden Segen im Weg steht.


Gott suchen und finden

Dann werdet ihr den Herrn, euren Gott, suchen. Und ihr werdet ihn finden, wenn ihr ehrlich und von ganzem Herzen nach ihm fragt. Dt 4:29

Gott versprach den Israeliten, dass sie ihn finden, wenn sie ihn mit ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen. Man kann Gott kennenlernen. Und er will, dass wir ihn kennen, aber wir müssen ihn kennenlernen wollen. Gottesdienst und Anbetung müssen von einer aufrichtigen Hingabe des Herzens begleitet sein. Übergib ihm deine Freuden und Leiden, deine Beschäftigungen und Sorgen, deine Erfolge und Mißerfolge. Leg alles in sein Herz. Du mußt dich von allem freimachen, um in seine Liebe einzutreten, die den ganzen Raum einnehmen will. Du sollst das Wesentliche nicht zugunsten des Zweitrangigen aufgeben. Das Wesentliche ist die innige Vertrautheit, in der wir mit Gott leben. Zweitrangig ist alles, was außerhalb der innigen Beziehung steht, die er mit uns hat.


Gott ist barmherzig

Der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird dich nicht verlassen. Dt  4:31

O Gott der großen Barmherzigkeit, Du unendliche Güte! Heute ruft die ganze Menschheit aus dem Abgrund ihres Elends zu Dir, zu Deinem Erbarmen. O Herr, unbegreifliche Güte, Du kennst unser Elend ganz und gar und weißt, dass wir nicht imstande sind, uns aus eigener Kraft zu Dir zu erheben. Deshalb bitten wir Dich, komme uns mit Deiner Gnade zuvor und vervielfache stets Deine Barmherzigkeit in uns, damit wir Deinen heiligen Willen treu erfüllen im ganzen Leben und in der Stunde des Todes. Möge uns die Allmacht Deiner Barmherzigkeit vor Angriffen der Feinde unserer Erlösung beschirmen, damit wir vertrauensvoll, wie Deine Kinder, auf Dein endgültiges Kommen warten. Jesus ist unser Vertrauen; wir schreiten durch Sein barmherziges Herz wie durch ein geöffnetes Tor in den Himmel. Hl. Faustina Kowalska