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Dt Kap 08

Deuteronomium Kap. 8


Sich an Gottes Wege erinnern

Erinnert euch an den langen Weg, den der Herr, euer Gott, euch bis hierher geführt hat. Dt 8:2

Es ist ermutigend, zurückzuschauen auf den Weg, den uns unser Gott geführt hat, uns ins Gedächtnis zurückzurufen, wie oft er wunderbar für uns eintrat, indem er uns bald aus dieser, bald aus jener Schwierigkeit befreite, uns zu erinnern, wie oft er uns half, wenn wir völlig ratlos dastanden, und uns einen Weg zeigte, wenn wir nicht mehr aus noch ein wussten. Darum geht es: unsere Herzen im Blick auf die Vergangenheit zum Dank stimmen und für die Zukunft das Vertrauen auf Gott stärken. Er hat geholfen, Er hilft, und Er wird helfen.


Führung durch Schwierigkeiten

Er ließ euch in Schwierigkeiten geraten, um euch auf die Probe zu stellen. So wollte er sehen, wie ihr euch entscheiden würdet: ob ihr nach seinen Geboten leben würdet oder nicht. Dt 8:2

Dankbarkeit im Herzen haben wir nicht nur für die Barmherzigkeiten Gottes, sondern auch für jede Prüfung, jede Schwierigkeit, die unserem Seelenheil dient,  die ebenso seiner Liebe entspringen und die seinen Segen für uns enthalten. Denn durch Prüfungen und Schwierigkeiten erfahren wir, wie nötig es ist, in ständiger Abhängigkeit vom Herrn zu gehen, in kindlicher Einfalt ihm anzuhängen. Durch sie erkennen wir seine wunderbare Geduld mit unseren Schwachheiten und Fehlern, seine Barmherzigkeit, in der er sich unser angenommen hat und die Fürsorge für alle unsere Bedürfnisse. Durch sie werden wir zum Guten verändert. Sie machen uns geduldig und rücksichtsvoll gegen andere, mildern unser Urteil und lassen uns die Handlungen anderer im bestmöglichen Licht sehen.

Bewahrt deshalb diese Worte im Herzen!  Dt 11:18


Leben aus den Worten des Herrn

Er legte euch Entbehrungen auf und ließ euch hungern. Dann gab er euch das Manna zu essen, das weder ihr noch eure Vorfahren kanntet. Er wollte euch damit zeigen, dass der Mensch nicht allein von Brot lebt, sondern vor allem von den Worten des Herrn. Dt 8:3

Wer weiß den Wert des Brotes mehr zu schätzen, ein Chemiker oder ein hungriger Mensch? Ohne Zweifel der Letztere. Jener kann seine verschiedenen Bestandteile feststellen und genau beschreiben, aber nur der Hungrige kennt seinen wahren Wert. Leben von jedem Wort Gottes ist die einzige gesegnete Haltung. Diese Haltung bringt die Seele durch das Wort in eine lebendige und persönliche Verbindung mit dem Herrn. Wie das Brot zur Erhaltung des natürlichen Lebens, so dient das Wort zur Erhaltung des geistlichen. Indem wir die Bibel zur Hand nehmen, finden wir alles, was wir brauchen: Licht, Nahrung, Leitung, Trost und Kraft. Dabei geht es nicht darum sie theoretisch zu studieren, die Bibel muss gelebt werden.


Schutz des Herrn

Deine Kleider sind nicht zerlumpt an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen diese 40 Jahre. Dt 8:4

Wie leicht nehmen wir Gottes Schutz als selbstverständlich hin. Anscheinend nahm das Volk Israel auch keine Notiz von Gottes Schutz, denn sie merkten nicht einmal, dass ihre Kleider sich während der 40 Jahre langen Wanderung durch die Wüste nicht abnutzten und dass ihre Füße keine Blasen bekamen und nicht anschwollen. Das gilt uns zur Mahnung. Was ist bei uns gut gelaufen? Vergessen wir nicht, Gott für diese Wohltaten zu danken. Unser Vater wacht in treuer Liebe und Fürsorge über uns.

Bewahre die Gebote des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest! Dt 8:6


Für das Essen danken

Wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Dt 8:10

Das Tischgebet soll uns ständig an die Güte und Liebe Gottes erinnern. Gesättigt loben und preisen wir seinen heiligen Namen. Gott findet seine Freude darin, sich mit Herzen zu umgeben, die von dem Bewusstsein seiner Güte und Liebe erfüllt sind und deren Lippen von Lob- und Dankesliedern überströmen. Das schwächste Lob eines dankerfüllten Herzens steigt wie ein duftender Wohlgeruch zum Thron und zum Herzen Gottes auf. Wenn uns im Leben Gutes widerfährt, sollten wir darum danke sagen und Gott loben. Nicht allein, weil das recht und billig ist, sondern auch, weil es uns und anderen gut tut.


Nährt euer Gedächtnis

Hütet euch davor, ihn zu vergessen. Dt 8:11

Nährt euer Gedächtnis mit dem Leben von Jesus, der Geburt wie auch der Kindheit, wie auch seines übrigen Lebens, seines Leidens und Todes. Lest das Evangelium, um ihn immer besser kennen zu lernen. Nährt euer Gedächtnis auch mit der Erinnerung an eure Fehler, um euch zu demütigen und zu bessern. Nährt euer Gedächtnis mit den Wohltaten, die ihr von Gott empfangen habt, um ihm dafür zu danken. Und wenn ihr Gnaden empfangen habt, dann erinnert euch an sie, um sie gut zu pflegen und zu bewahren.


Allein aus Gottes Kraft

Wenn dieses Gute nun kommt, sagt nicht: Das haben wir aus eigener Kraft geschafft, es ist unsere Leistung! Dt 8:17

Moses mahnt zur Demut. Das Volk betritt das versprochene Land nicht, weil es das verdient oder sich erkämpft hätte, sondern weil Gott seinen Plan zur Vollendung bringt. Im Gebet lassen wir ihm den Vortritt. Ihm vertrauen wir im Kampf gegen unsere Feinde. Angst, Sorgen, Neid und Leistungsdruck sind riesig, scheinen unbesiegbar. Doch Gott ist auf unserer Seite! Für jeden persönlich tritt er ein! Dafür wollen wir ihm danken. Wir werden staunen, wie er uns geführt hat.

Denkt vielmehr an den Herrn , euren Gott, von dem ihr die Kraft bekommen habt. Dt  8:18