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Dt Kap 09-14

Deuteronomium Kap. 9-14


Vertrauen in Schwierigkeiten

Höre, Israel: Du wirst jetzt über den Jordan gehen, damit du hinein­kommst, um Völker zu überwältigen, die größer und stärker sind als du, Städte, groß und himmelhoch befestigt. Dt 9:1

Moses verschweigt nicht die Schwierigkeiten. Zu leugnen, dass Schwierigkeiten vorhanden sind, ist nicht Glaube, sondern Torheit und Schwärmerei. Mose sagte den Israeliten offen und ehrlich, was ihnen bevorstand, um sie dadurch vor jedem Selbstvertrauen zu bewahren, das im Augenblick der Prüfung immer zusammenbrechen wird. Sie sollten sich auf den lebendigen Gott stützen, der ein Herz, das auf ihn vertraut, nie beschämen wird. Es gibt zwei verschiedene Arten, sich mit Schwierigkeiten zu beschäftigen. Man kann sie vom menschlichen und vom göttlichen Standpunkt aus betrachten, im Geist des Unglaubens oder mit ruhigem und stillem Vertrauen auf den lebendigen Gott.

So sollst du heute wissen, dass der Herr, dein Gott, selbst vor dir hergeht. Dt 9:3

Wir bekommen dieses Land, weil wir so leben, wie es dem Herrn gefällt. Dt 9:4

Nicht wegen eurer Vollkommenheit und Aufrichtigkeit kommt ihr hinein! Dt 9:5


Die Fürbitte des Moses

Ich warf mich vor dem Herrn nieder und betete. Dt  9:18

Ein goldenes Kalb hatten sie sich gegossen und so schwere Schuld auf sich geladen. Mose Fürbitte dauert 40 Tage. Diese Fürbitte rettete das Volk. Wie erinnert uns die Fürbitte Moses an den gesegneten Dienst unseres großen Hohenpriesters, der immerdar lebt, um sich für sein Volk zu verwenden, und dessen Vermittlung zu unserem Wohl nie aufhört!


Der Herr ist ihr Erbteil

Der Herr ist ihr Erbteil. Dt 10:9

Der Stamm Levi wird bei der Landverteilung leer ausgehen. Sie sollen dem allein Herrn dienen. Das fehlende Land und die daraus resultierenden Einkünfte werden von Gott dadurch ausgeglichen, dass sie durch den Dienst für ihn reich beschenkt und zu Segensträgern für andere werden.  Dass Gott unser Erbteil ist, dürfen auch wir für uns in Anspruch nehmen. Denn als Kinder Gottes sind wir zugleich seine Erben. Wer Gott zum Erbteil hat, muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen. Das einzige, was er zu tun hat, ist im einfältigen Gehorsam Gott zu dienen. Der Weg  ist der Weg der wahren Glückseligkeit, und der Herr sei gepriesen, dass jeder, der ihn liebt, diesen Weg gehen kann.


Sich zu Gott hinwenden

Wendet euch von ganzem Herzen dem Herrn zu. Dt 10:16

Die Herzenszuwendung zum Herrn ist Gebet. Dieses Gebet ist dein mächtiges Werkzeug, dein Schlüssel, der das Herz Gottes öffnet, ja es ist dein Herz-zu-Herz mit Gott. Dieses Gebet berührt das Herz Gottes und bewegt ihn, dich zu erhören. Wende dich an das Herz Gottes weniger mit den Lippen als mit dem Herzen, mit deinem ganzen Sein. Der Herr lässt sich rühren und kommt dir zu Hilfe. Bete und hoffe. Wie häufig hat er dich schon erhört. Denke dankbar daran zurück. Das stärkt deine Zuversicht. Gerate nicht in Aufgeregtheit, denn sie dient zu nichts. Gott ist barmherzig und er hört dein Gebet und im Gebet hörst du ihn. Denke heute immer wieder an ein großes Ereignis in deinem Leben zurück, wo dich Gott gehört und erhört hat.


Vertreter und Nachahmer Gottes

Er ist der große, mächtige und furchtbare Gott […] der den Waisen und Witwen zu ihrem Recht verhilft und auch den Fremden liebt, dass er ihn mit Nahrung und Kleidung versorgt. Dt 10:17-18

Hier redet Mose nicht nur von den Handlungen und Wegen Gottes, sondern auch von dem, was Gott ist. Gott ist höher als alles, mächtig und furchtbar. Aber Gott hat ein Herz für die Armen. Er denkt an sie und sorgt für sie ganz besonders. Sie haben ein besonderes Anrecht auf sein liebendes Herz und seine mächtige Hand. Unser Gott sorgt für alle, denen irdische Stützen und menschliche Hoffnungen fehlen. Und er bedient sich dafür vor allem den anderen Menschen. Es war so die Aufgabe des Volkes, sich in die Situationen und Gefühle anderer zu versetzen. Sie sollten die Vertreter Gottes sein, ihm darin dienen. Sie sollten ihn nachahmen, indem sie den Bedürfnissen der Witwen, Waisen und Fremden entgegenkamen und sie so erfreuten. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Darum sollt auch ihr die Fremden lieben. Dt 10:19

Dient Gott und bleibt eng mit ihm verbunden! Dt 10:20


Lieben und hören

Ihr sollt den Herrn, euren Gott, lieben und auf ihn hören! Dt 11:1

Vor mir entsteht das Bild eines Hauses. Wie wichtig sind dichte, feste Wände, damit das Haus wirklich Schutz und Geborgenheit geben kann! Die Gebote sind wie Wände, im Kern das Doppelgebot der Liebe. Diese Wände sind fest gegründet auf dem Fundament. Und das ist Gottes Handeln über Jahrhunderte hinweg. Mose erinnert darum, wie Gott seinem Volk geholfen hat. Was Gott von uns Menschen erwartet, hat diese eine Grundlage: sein vorsorgendes Handeln. Unser Verhalten kann und soll eine angemessene Antwort sein auf die großen Werke des Herrn, die er zuvor getan hat.

Eure Augen haben all die großen Werke des Herrn gesehen, die er getan hat. Dt 11:7

Hört genau auf die Gebote, die ich euch heute gebe! Liebt den Herrn, euren Gott! Dient ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dt 11:13


Dienen

Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht verführen lässt, sodass ihr abweicht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft. Dt 11:16

Zuerst wird das Herz verführt. Das ist der Anfang alles Abirrens von Gottes Wegen. Die Füße folgen dann dem Herzen. Es ist daher nötig, über das Herz zu wachen. Solange es für den Herrn bewahrt bleibt, ist alles gut. Hat es sich aber einmal durch etwas anderes einnehmen lassen, so ist alles verloren. Das Abweichen des Herzens zeigt sich im Leben durch einen verschlossenen Himmel. Kein geistlich erfrischender Regen fällt und benetzt das dürre Land der Seele, jede Verbindung zwischen Himmel und Erde ist gleichsam abgebrochen. Darum: mehr als alles andere hüte dein Herz.

Er wird den Himmel verschließen, so daß kein Regen mehr fällt, und der Boden seinen Ertrag nicht mehr gibt. Dt 11:17


Nachfolgen und dienen

Ihm sollt ihr nachfolgen, vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben. Nur nach seinen Geboten sollt ihr leben und allein auf ihn hören. Ihr sollt ihm dienen und eng mit ihm verbunden bleiben! Dt 13:5

Der Wirbelsturm ist die Welt um uns herum, alles was um uns herum wirbelt und unsere innere Ruhe verhindert. Im Zentrum eines Wirbelsturms dagegen ist absolute Ruhe. Es gibt keinen sichereren Ort als das Zentrum des Willens Gottes. Ganzhingabe bedeutet stets darum bemüht zu sein, sich im Zentrums des Wirbelsturm auf zu halten. In diesem Zentrum ist auch der Frieden der inneren Ruhe zu finden.

Wer alles um meines Namens willen verlässt und auf mich schaut, der wird hundertmal soviel Ruhe, den Frieden des Herzens  auf irdische Weise empfangen, gerade weil er die Sorgen um das Irdische abgelegt hat. Ein solcher Mensch ist in allem gelöst und heiter. Hildegard von Bingen


Kein Aas essen

Ihr sollt kein Aas essen. Dt 14:21

Aas zu essen ist ein Bild dafür, der Welt und was sie zu bieten hat (Reichtum, Ehre, Besitz, Macht etc.) Bedeutung bei zu messen. Der Christ hat aber eine bessere Speise, als die Welt ihm bieten kann. Er nährt sich von dem lebendigen Brot, das aus dem Himmel ist und das Leben schenkt. Von diesem Brot zu essen bedeutet ganz sein zu werden und darin die Verbindung zu allen Geschwistern zu erkennen und diese Verbindung zu leben. Das ist Gottes Wille, der Segen bringt. In der heiligen Kommunion empfangen wir Christus in Brotsgestalt. In den Armen, denen wir begegnen, empfangen wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus.

Wenn ihr sie gut versorgt, wird der Herr ,euer Gott, euch segnen und all eure Arbeit gelingen lassen. Dt 14:29