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Dt Kap 26-29

Deuteronomium Kap. 26-29


Früchte dem Herrn dabringen 

Legt die Früchte vor dem Herrn , eurem Gott, nieder und betet ihn an! Dt 26:10

Der Israelit brachte nicht den Korb mit den Erstlingsfrüchten, um dadurch in das Land zu kommen, sondern weil er sich tatsächlich darin befand. Wir müssen wissen, dass wir errettet sind, ehe wir die Früchte einer gekannten Erlösung darbringen können. Wir mögen aufrichtig nach Erlösung verlangen und uns ernstlich anstrengen, ihrer teilhaftig zu werden, aber offenbar sind diese Anstrengungen ganz etwas anderes, als die Früchte einer bewussten und verwirklichten Erlösung.

Sieh doch herab vom Himmel, deiner heiligen Wohnung! Segne dein Volk Israel. Dt 26:15


Dem Herrn folgen

Befolgt seine Weisungen von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dt 26:16

Was kann diese Hingabe stören? Nun: Wir haben alle Wünsche, wie das Leben laufen sollte. Das betrifft den einzelnen Tag, wie auch die großen Lebensspuren. Wir wollen dies, wir wollen das. Wünsche, an die wir uns zu sehr klammern, rauben uns leicht etwas von dem, was wir sein sollen und können. Wenn wir zu krampfhaft an diesen Wünschen festhalten und nicht offen bleiben für andere Richtungen, dann erzeugen diese Wünsche eine innere Unruhe. Und erfüllen sich unsere Erwartungen dann nicht, neigen wir zu Traurigkeit oder Zorn. Immer wieder gilt es darum Inventur zu ziehen, was fesselt und bindet, wo sollten wir lernen los zu lassen. Denn in einem Herzen, das sich an äußere Dinge verliert, ist kein Frieden. Darum lasst uns ärmer in unserem Wünschen werden und uns allein Gott hingeben

Ihr habt heute dem Herrn zugesagt, dass er euer Gott sein soll und dass ihr seinem Weg folgen wollt. Dt 26:17


Still sein vor Gott

Seid still und hört zu. Dt 27:9

Es geht um die Stille des Herzens. Während wir bewusst schweigen können, um nichts zu sagen und während wir die Augen zu schließen vermögen, um nichts zu sehen, können wir nicht in gleicher Weise über unser Herz verfügen. Keine Stille ist so geheimnisvoll wie die des Herzens. Es ist hin und wieder schwer zu bändigen. Es passiert uns immer wieder, dass unser Herz im Wirrwarr des Lebens nicht den rechten Weg geht. Das beste Heilmittel dagegen ist und bleibt für mich die Stille vor dem Herrn. Nehme dir diese stille Zeit und seien es nur eine Minute, wo du einfach nur da bist und dich anschauen lässt von Gottes liebenden Blick ohne ein Wort auf deinen Lippen. Er ist deine große Kraftquelle! Ihm allein gehörst du. 

Ihr gehört nun allein eurem Gott. Dt 27:9


Der Segen Gottes

Wenn ihr ihm gehorcht, werdet ihr seinen ganzen Segen erfahren. Dt 28:2

Du rühmst dich deiner Arbeit und deines Fleißes. Weißt du nicht, daß du wohl den Acker bestellen, pflügen und die Saat ausstreuen sollst, daß aber Gott den Pflanzen das Wachstum gibt, daß ihm der befruchtende Regen und die reiche Ernte zu verdanken ist? Du magst wohl die Pflanzen begießen, es wird dir aber nichts nützen, wenn Gott nicht deiner Arbeit seinen Segen gibt. So verdankst du die Ernte nicht deinem Schweiß, sondern seiner Güte. Von ihr mußt du dich also ganz abhängig fühlen. Unsere Pflicht ist es freilich, gut zu arbeiten, der Erfolg unserer Arbeit, aber steht bei Gott. So lasst uns einsehen, daß wir ohne die Gnade nichts können, daß wir von uns nichts erwarten dürfen und allein auf die Gnade vertrauen müssen.

Der Herr wird euch segnen, wenn ihr nach Hause kommt und wenn ihr wieder aufbrecht. Dt 28:6


Alles verdanken wir seiner Gnade

Und doch hat er euch bis heute noch nicht wirklich erkennen lassen, wer er ist und was er für euch getan hat. Ihr habt zwar Augen, aber ihr seht es nicht. Ihr habt Ohren, aber ihr versteht es nicht. Dt 29:3

So wie die Israeliten Gottes Fürsorge während ihrer Wanderung durch die Wüste nicht bemerkten, erkennen auch wir manchmal nicht, wie Gott für uns sorgt. Wir rechnen es uns oft fälschlicherweise als unser eigenes Verdienst an. Als demütige Menschen bleiben wir aber geerdet. Das was wir sind, sind wir doch nur Dank Gottes Güte und Gnade und häufig auch durch Menschen, die er uns auf unseren Lebensweg schickt. Der Wunsch, alles durch sich selbst sein zu wollen, ist ein falscher Stolz. Mit Bonhoeffers Worten: Nicht unsere ausgereckte Bettlerhand, sondern das, womit Gott sie füllt, darauf kommt’s an. Und das heißt eben, zunächst nicht wir und unser Tun, sondern zunächst Gott und Gottes Tun. Bonhoeffer


Wider die Bitterkeit

Aber aus eurem Volk soll sich von heute an niemand mehr vom Herrn, unserem Gott, abwenden […] Wer so etwas tut, ist wie eine giftige Pflanze unter euch, die bittere Früchte trägt. Dt 29:17

Gott führt uns. Dankbarkeit! Zuversicht! Egal nun wie der geführte Weg aussieht: nie Bitterkeit! Wie viele werden durch sie verunreinigt. In der Bitterkeit wenden wir uns ab von Gott. Die Bitterkeit unserer Herzen macht uns unempfindlich für die Milde und Lieblichkeit des Glaubens. Der Glaubensakt aber besteht gerade in der Hingabe unseres Geistes, der das freundliche Licht der Wahrheit aufgenommen hat und ihr zustimmt mit ruhiger aber zugleich machtvoll starker Gewißheit und Sicherheit. Sei du treu, unserem Meister gut zu dienen, aber bewahre in deinem Dienst kindliche und liebevolle Freiheit ohne in deinem Herzen entmutigende Bitterkeit aufkommen zu lassen. Bewahre einen Geist heiliger Freude, die deine Handlungen und Worte durchdringe und den Menschen, die du siehst, Trost schenke, damit sie dafür Gott verherrlichen, was unser einziges Bestreben ist.


Unsere Zukunft in Gottes Hand

Was noch kommen wird, weiß allein der Herr, unser Gott. Dt 29:28

Vieles, was der Herr, unser Gott, tut, bleibt uns verborgen. Doch was er von uns erwartet, das hat er uns eindeutig mitgeteilt. Dt 29:28

Unser endlicher Verstand kann die unendlichen Seiten von Gottes Wesen nicht vollständig verstehen. Gott ist unendlich und allwissend, und wir haben nicht die Fähigkeit, alles zu wissen, was er tut. Der Vers aber zeigt, dass Gott uns genug über die Dinge mitgeteilt hat, die wir wissen müssen, um ihm gehorchen zu können, auch wenn er uns nicht alles gesagt hat. Durch die Bibel wissen wir genug über Gott, damit wir durch den Glauben gerettet werden und ihm dienen können.