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05 Deuteronomium

Inhaltsverzeichnis

Deuteronomium – Auslegungen

Deuteronomium – Kapitel 1

Dt 1,1: Mose spricht zu den Israeliten

In diesem Buch ist aufgeschrieben, was Mose den Israeliten sagte. Dt 1:1

Das Buch Deuteronomium ist die Abschiedsrede des Mose. Moses letzte Worte sind ernst und bewegend. Der Leitgedanke vom Anfang bis zum Ende ist Gehorsam, nicht ein blinder Gehorsam, sondern ein Gehorsam im Geist der Liebe und Ehrfurcht, gegründet auf ein Vertrauensverhältnis. Der Eigenwille führt uns ins Unglück. Im Gehorsam dagegen erfahren wir Frieden, Licht und Segen.

Dt 1,2: Gott ist geduldig

Vom Berg Horeb aus konnte man auf der Straße, die zum Gebirge Seïr führt, in elf Tagesmärschen Kadesch-Barnea erreichen. Dt 1:2

Elf Tage! Die Volk Israel hatten vierzig lange Jahre dazu gebraucht! Wie kam das? Betrachten wir unser Leben! Auch wir kommen nur langsam vorwärts! Wie viele Windungen und Krümmungen hat auch unser Weg aufzuweisen? Oft müssen wir zurückgehen und wieder und immer wieder neu anfangen. Wir sind oft  träge Wanderer, weil wir träge Schüler sind. Es ist demütigend für uns, dass wir im Lernen so träge sind, aber zugleich machen wir Erfahrungen mit der Gnade unseres Gottes. Wir dürfen ihm danken für die Methode seiner Unterweisung und die Geduld, in der er immer wieder dieselbe Aufgabe mit uns übt, bis wir sie uns gründlich eingeprägt haben.

Dt 1,6: Gott leitet uns

Am Berg Horeb hat der Herr zu uns gesprochen. Er sagte: Jetzt seid ihr lange genug hier gewesen. Dt 1:6

Gott bestimmte, wie lange die Israeliten an einem Ort bleiben und wohin sie dann gehen sollten. Sie brauchten sich über die Dauer und das Ziel ihrer Reise nicht den Kopf zu zerbrechen, noch sich um irgendetwas anderes zu sorgen. Gott sorgte für sie. Das war genug. Auch heute leitet Gott uns durch das Wort und durch den Heiligen Geist. Menschliche Gefühle können uns täuschen, und wir müssen sie stets aufrichtig prüfen, wenn sie uns nicht zu verkehrten Handlungen verleiten sollen. Auf das Wort Gottes und den heiligen Geist können wir dagegen vertrauen, ohne zu zweifeln.

Das Gott uns führt, glaube ich genauso fest, wie dass er uns erlöst hat. Jim Elliot 

Dt 1,12: Nicht streiten

Wie soll ich es schaffen, all eure Probleme und Streitigkeiten zu lösen? Die Last ist für mich allein zu schwer. Dt 1:12

Der Streit unter den Menschen war die Ursache, weshalb die Last für Moses so groß war. Wie ganz anders hätte es sein können, wenn sie in Frieden miteinander gezogen wären. Hätte jeder Einzelne das Wohlergehen des anderen gesucht, so wäre kein Streit entstanden. Der einzige Weg, Streit und alle Unzufriedenheit zu vermeiden, ist, sich selbst zu verleugnen und ernstlich das Beste des anderen zu suchen. Wer wirklich demütig ist, hat genug an der Nähe Christi. Wo aber das eigene Ich wirkt, da werden sich immer Neid und Streit, Verwirrung und jede böse Tat finden.

Dt 1,21: Vertrauen auf Gott

Dein Gott hat dir das Land gegeben, das vor dir liegt. Zieh hinauf, nimm es in Besitz. Habt keine Angst! Lasst euch nicht entmutigen! Dt 1:21

Zieht ohne Angst in das verheißene Land. Doch die Israeliten hatten Angst und Zweifel, obwohl Gott ihnen so häufig schon geholfen hatte. Auch uns kann in Schwierigkeiten Angst und Zweifel kommen. Dem gilt es stets entgegen zu steuern. Wenn man ungeachtet aller Schwierigkeiten Gott nachfolgt, bekommt man einen mutigen, starken Glauben. Wir können sehen, wie Gott uns hilft, und daraus lernen, ihm zu vertrauen. Gott gibt uns die Kraft, unsere Hindernisse zu überwinden. Wenn wir uns auf die negativen Seiten einer Situation konzentrieren, werden wir ängstlich und untätig. Wie viel besser ist die Konzentration auf das Positive: auf Gottes Führung und Zusagen.

Dt 1,22: Immer auf Gott blicken

Da kamt ihr alle her zu mir und spracht: Lasst uns Männer vor uns hersenden, die für uns das Land erkunden. Dt 1:22

Darin aber drückte sich der Zweifel aus, denn der Glaube kundschaftet nicht aus, was Gott gegeben hat. Hätten sie nicht Gott vertrauen können? Sie zweifelten und nahmen es nun selbst in die Hand. Für uns heißt das: Immer auf Gott blicken und sich nicht zu sehr auf die Schwierigkeiten konzentrieren. Schwierigkeiten sind Gelegenheiten zur Entfaltung der Macht Gottes. Entweder löst Gott die Schwierigkeiten auf oder er zeigt uns den richtigen Weg auf oder er gibt uns schlicht Kraft. Wie er uns in Schwierigkeiten hilft, dass sollten wir seiner göttlichen Vorsehung überlassen.

Dt 1,28: Mit Vertrauen gegen die Angst

Das Volk ist größer und höher gewachsen als wir, die Städte sind groß und bis an den Himmel befestigt. Dt 1:28

Die großen Völker und großen Städte ist ein Bild für all das, was uns Angst macht. Immer wieder geht es um das Vertrauen, dass den Israeliten hier fehlte. Der Mensch will sehen und dann glauben, aber im Reich Gottes wird geglaubt und dann gesehen. Und das eben ist Vertrauen! Uns steht doch der zur Seite, der die Erde schuf und erhält. Warum half Gott immer wieder den Israeliten? Weil er sie liebte. Warum hilft Gott dir heute? Weil er dich liebt!

Dt 1,31: Glaube an Gottes Hilfe

Ihr habt auch erlebt, wie der Herr, euer Gott, euch auf dem Weg durch die Wüste geholfen hat. Bis hierher hat er euch getragen wie ein Vater sein Kind. Dt 1:31

Unser Gott wird nie sagen: Ihr erwartet zu viel von mir. Es ist seine Freude, den kühnsten Erwartungen des Glaubens zu entsprechen. Der Glaube ist das Geheimnis der ganzen Sache, er ist die Quelle und der Antrieb des christlichen Lebens von Anfang bis Ende. Der Glaube schwankt oder zweifelt nie. Der Unglaube dagegen zweifelt immer und kann deshalb nie die Herrlichkeit Gottes sehen. Er ist taub für Gottes Stimme und blind für sein Handeln. Wegen des Unglaubens konnte Israel vierzig Jahre lang nicht in das Land der Verheißung einziehen.

Der Herr, euer Gott, geht vor euch her! Er selbst kämpft für euch. Dt 1:30

Dt 1,40: Der Irrweg des Eigenwillens

Ihr aber sollt wieder umkehren und in die Wüste in Richtung Rotes Meer ziehen. Dt 1:40

Das Volk wollte nun doch anders und kämpfen. Als Gott ihnen befohlen hatte, das Land in Besitz zu nehmen, weigerten sie sich. Und als ihnen befohlen wurde, in die Wüste zurückzukehren, weigerten sie sich wiederum. Der Herr konnte sie auf den Wegen des Eigenwillens nicht begleiten. Wenn Gott mit und für uns ist, dann sind wir in allem Überwinder. Aber wir können nie auf Gott rechnen, wenn wir ungehorsam sind. Es ist Torheit zu glauben, Gott sei mit uns, wenn wir verkehrte Wege gehen.

Sie jagten euch, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch. Dt 1:44

Deuteronomium – Kapitel 2

Dt, 2-3: Geleitet durch den Herrn

Ihr habt nun lange genug dieses Bergland umzogen. Wendet euch nach Norden! Dt 2:2-3

Das Wort des Herrn regelte alles. Er bestimmte, wie lange das Volk an einem Ort bleiben sollte und gab mit derselben Genauigkeit an, welche Richtung es dann einschlagen sollte Das Volk brauchte nur zu gehorchen. Ist das Herz in der richtigen Stellung, so kann es für ein Kind Gottes nichts Schöneres geben als das Bewusstsein, in allem durch das Wort Gottes geleitet zu werden. Der Herr regelte alles für sie. Sie brauchten nur auf seine Führung zu warten und zu tun, was Er ihnen sagte. Wir können hieraus eine heilsame Lehre ziehen. Es ist unser Vorrecht, Tag für Tag den Weg zu gehen, den Gott uns vorzeichnet. Gott hat verheißen, uns zu führen. Seine Verheißungen sind Ja und Amen. Es liegt an uns, ob wir diese Verheißungen im Glauben annehmen

Dt 2,7: Fürsorge des Herrn

Der Herr, euer Gott, hat immer dafür gesorgt, dass es euch an nichts fehlt. Er hat euch gesegnet und all eure Arbeit gelingen lassen. Durch diese weite Wüste hat er euch begleitet und hat euch die ganzen vierzig Jahre lang beigestanden. Dt 2:7

Das Volk stand unter Gottes Führung. So ist es auch heute bei uns. Sein Auge ruht beständig auf uns und seine Arme umfassen uns bei Tag und Nacht. Er zählt die Haare unseres Hauptes und achtet auf alles, was uns betrifft. Er nimmt alle unsere Bedürfnisse und Anliegen auf sich. Er wünscht, dass wir alle unsere Sorgen auf ihn werfen in der Gewissheit, dass Er für uns sorgt. Er fordert uns auf, mit allem zu ihm zu kommen, mögen die Anliegen groß oder klein sein. Welch eine Zuversicht und Freude gibt es uns, zu wissen, dass der Schöpfer und Erhalter des Weltalls uns ewig und vollkommen liebt, dass sein Auge immer auf uns ruht und dass Er selbst für uns sorgen will, seien es leibliche oder geistliche Bedürfnisse. In Christus besitzen wir alles.

Gott erhört unsere Gebete und führt uns auf dem besten und geradesten Weg zu sich. Bonhoeffer 

Deuteronomium – Kapitel 3

Dt 3,22: Gott kämpft für uns

Habt keine Angst! Der Herr, euer Gott, kämpft für euch! Dt 3:22

Das ist die Zusage an Israel bei der Einnahme des gelobten Landes. Sie sollen sich den Schwierigkeiten stellen, die ihnen auf dem Weg begegnen werden. Wir führen nun keine körperliche Kämpfe, doch unsere Kämpfe sind nicht weniger real als die von Josua. Gott geht in unseren täglichen Kämpfen vor uns her, bereitet den Weg und überwindet Hindernisse. Wir müssen ihm nur von ganzem Herzen nachfolgen und auf seine Führung achten. Gib acht, dass du nie den Mut verlierst. Niederlagen sind mit eingeplant. Wenn Gott dich Fehler machen lässt, dann nur, um deine Demut zu festigen und dich in Zukunft wachsamer sein zu lassen.

Herr, mein Gott, dem ich diene! […] Wo ist ein Gott im Himmel oder auf der Erde, der solche Werke vollbringen kann und der mit so starker Hand eingreift wie du? Dt 3:24

Deuteronomium – Kapitel 4

Dt 4,1: Offenes Ohr und gehorsames Herz

Und nun, Israel, höre. Dt 4:1

Haltet euch an diese Gebote und befolgt sie. Dt 4:6

Gott achtet auf ein offenes Ohr und ein gehorsames Herz. Allein auf dem Weg des hörenden Gehorsams können wir unserem himmlischen Vater und unserem Herrn Jesus Christus Freude bereiten. Die Schafe kennen und hören die Stimme des Hirten und folgen ihm. Wenn wir uns allerdings von zu vielen Dingen ablenken lassen, können wir vom Weg anbirren. Das Lesen des Wortes und das Halten der Gebote muss daher eine Herzenssache sein.

Beten heißt: auf Wegweisung und Instruktionen hören, mit einem Herzen, das ihm zugewandt ist; es ist ein Gespräch zwischen Vater und Kind. Corrie ten Boom 

Dt 4,7: Gott ist nah

Kein anderes Volk, ganz gleich wie groß, hat Götter, die ihm so nahe sind wie uns der Herr. Wann immer wir zu unserem Gott rufen, hört er uns. Dt 4:7

Immer wenn wir beten hört uns dieser nahe Gott. Dabei müssen nicht immer viele Worte fallen. Guardini dazu: Es gibt ein Gebet, in welchem es nicht darum geht, einfach zu sagen, was man auf den Herzen hat, sondern in der Nähe Gottes zu weilen. Dieses Gebet neigt dazu, immer weniger Worte zu brauchen; aber nicht weil es sich im Gesagten erschöpft, sondern weil es im Grunde überhaupt nicht in Worte eingeht. Empfehle dich jeden Morgen Gott an, dann gehe in den Tag mit dem Entschluss häufig deinen Geist zu Gott zu erheben. Gelebte Nähe!

Dt 4,9: Nichts vergessen und Erinnern

Hütet euch bloß davor, etwas von dem, was ihr gesehen habt, zu vergessen! Ja, erinnert euch euer Leben lang daran. Dt 4:9

Wie leicht vergisst man, wie wunderbar Gott im Leben von Menschen gewirkt hat. Wenn wir unseren Blick fest auf ihn gerichtet halten und ihn nicht vergessen, so kann uns nichts beunruhigen. Das ist das Geheimnis des Friedens. Befindest du dich in einer Schwierigkeit? Dann erinnere dich an Gottes Wohltaten in deinem Leben. Wir wissen: Er enttäuscht nie einen Menschen, der ihm vertraut. Benutze die Quellen der Hilfe, die in ihm für dich geöffnet sind. Lege dich selbst, alles, was dich umgibt, deine Furcht und deine Angst, lege alles in seine Hand, und da lass es ruhen. Ja, lass es dort!

Dt 4,24: Gott ist eifersüchtig

Der Herr, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersüchtiger Gott. Dt 4:24

Gott will ganz unser Gott sein, unser Ein und Alles, und nicht irgendeine Verzierung für besondere Momente. Gott verzehrt sich vor Liebe nach uns, wie Feuer. Unser Gott ist ein verzehrendes Feuer, ein eifernder Gott, und zwar, um das Böse aus uns und aus unseren Wegen zu entfernen. Er kann nichts in uns dulden, was ihm und seiner Heiligkeit und damit auch unserem echten Glück und unserem wirklichen und bleibenden Segen im Weg steht.

Dt 4,29: Gott suchen und finden

Dann werdet ihr den Herrn, euren Gott, suchen. Und ihr werdet ihn finden, wenn ihr ehrlich und von ganzem Herzen nach ihm fragt. Dt 4:29

Gott versprach den Israeliten, dass sie ihn finden, wenn sie ihn mit ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen. Man kann Gott kennenlernen. Und er will, dass wir ihn kennen, aber wir müssen ihn kennenlernen wollen. Gottesdienst und Anbetung müssen von einer aufrichtigen Hingabe des Herzens begleitet sein. Übergib ihm deine Freuden und Leiden, deine Beschäftigungen und Sorgen, deine Erfolge und Mißerfolge. Leg alles in sein Herz. Du mußt dich von allem freimachen, um in seine Liebe einzutreten, die den ganzen Raum einnehmen will. Du sollst das Wesentliche nicht zugunsten des Zweitrangigen aufgeben. Das Wesentliche ist die innige Vertrautheit, in der wir mit Gott leben. Zweitrangig ist alles, was außerhalb der innigen Beziehung steht, die er mit uns hat.

Dt 4,31: Gott ist barmherzig

Der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott. Er wird dich nicht verlassen. Dt  4:31

O Gott der großen Barmherzigkeit, Du unendliche Güte! Heute ruft die ganze Menschheit aus dem Abgrund ihres Elends zu Dir, zu Deinem Erbarmen. O Herr, unbegreifliche Güte, Du kennst unser Elend ganz und gar und weißt, dass wir nicht imstande sind, uns aus eigener Kraft zu Dir zu erheben. Deshalb bitten wir Dich, komme uns mit Deiner Gnade zuvor und vervielfache stets Deine Barmherzigkeit in uns, damit wir Deinen heiligen Willen treu erfüllen im ganzen Leben und in der Stunde des Todes. Möge uns die Allmacht Deiner Barmherzigkeit vor Angriffen der Feinde unserer Erlösung beschirmen, damit wir vertrauensvoll, wie Deine Kinder, auf Dein endgültiges Kommen warten. Jesus ist unser Vertrauen; wir schreiten durch Sein barmherziges Herz wie durch ein geöffnetes Tor in den Himmel. Hl. Faustina Kowalska

Deuteronomium – Kapitel 5

Dt 5,1: Die 10 Gebote hören

Höre, Israel, die Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich heute vor euren Ohren rede. Lernt und bewahrt sie, um sie zu tun! Dt 5:1

Die Zehn Gebote sind der vollkommene Ausdruck des Wesens Gottes und der von Gott gewünschten Lebensweise der Menschen. Heute wie damals sind sie gültig. Am Anfang steht das Höre! Das Erste, was ein Mensch tun muss, ist hören. Das hörende Ohr ist der Ausgangspunkt für alles wahre christliche Leben. Das wirkliche Hören ist dabei ein Akt der Liebe und des Berührtseins von der Stimme, die einen anredet. Immer mit dem Herzen müssen wir hören, was Gott zu uns redet.

Dt 5,7: Keine anderen Götter verehren

Du sollst außer mir keine anderen Götter verehren! Dt 5:7

Ein Gott ist all das, was den ersten Platz im Leben einnimmt. Viel zu häufig sind uns andere Dinge wichtig. Wer Gott an die erste Stelle setzen möchte, muss erkennen, was momentan die erste Stelle in seinem Leben einnimmt, sich von diesem Ersatzgott lossagen, der es nicht wert ist, verehrt zu werden, Gott um Vergebung bitten, seine Prioritäten neu ordnen, damit die Liebe zu Gott die Triebfeder hinter all seinem Tun ist und sich täglich prüfen, um sicherzustellen, dass Gott an erster Stelle steht.

Dt 5,8: Sich kein Abbild machen

Fertige dir keine Götzenstatue an, auch kein Abbild von irgendetwas am Himmel, auf der Erde oder im Meer. Dt 5:8

Wie würden wir uns vorkommen, wenn jemand ein Foto von uns machte, um es dann einzurahmen, es oft zu betrachten und anderen zu zeigen, von uns selbst jedoch keine Notiz nimmt? Auch Gott will nicht so behandelt werden. Er will eine echte Beziehung zu uns, nicht nur Rituale. Er will, dass wir ihn kennenlernen. Gott weiß, dass wir nicht alle unsere Möglichkeiten ausschöpfen und nicht all das werden, was er mit uns vorhat, wenn wir etwas anderes als ihn zum Mittelpunkt unseres Lebens machen.

Ich der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott. Dt 5:9

Dt 5,11: Den Namen Gottes nicht missbrauchen

Du sollst meinen Namen nicht missbrauchen. Dt 5:11

Wir wissen, dass wir den Namen des Herrn nicht missbrauchen sollen, indem wir ihn unüberlegt oder verächtlich aussprechen. Gleichzeitig wird aber etwas Empfehlenswertes angeregt: Wir sollen den Namen Gottes gebrauchen, indem wir ihn loben und ihm die Ehre geben. Das ist das Gegenteil vom Missbrauch seines Namens. Vielleicht bringen wir es fertig, nicht zu fluchen. Doch finden wir auch Zeit, Gott zu loben und seinen Namen zu ehren? Der Name Gottes ist kostbar. Deshalb beten wir zuallererst: Dein Name werde geheiligt!

Dt 5,12: Den Sabbat achten

Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist! Dt 5:12

Johann Baptist Metz sagte einmal: Die kürzeste Definition von Religion ist Unterbrechung! Unterbrechungen sind wichtig. Unterbrechungen zeichnen die Woche aus. Jeder Sonntag unterbricht die Arbeitswoche. Unterbrechungen zeichnen das Kirchenjahr aus v.a. mir den großen Ostern- und Weihnachts-Festtage. Unterbrechungen zeichnen den Tagesablauf aus vom intensiven Gebet bis hin zum kurzen Stoßgebet. Das Unterbrechen und Innehalten kann jederzeit spontan gelebt werden. Ich unterbreche z. B. meinen Alltag, indem ich kurz zum Himmel schaue, tief durchatme, Gott mitteile, was mich augenblicklich bewegt, ihn um Beistand bitte und mich dann wieder meinen Aufgaben widme. Das Unterbrechen und Innehalten schenkt Erholung, schafft Raum, um Neues aufzunehmen.

Der siebte Tag ist ein Ruhetag, der mir, dem Herrn , deinem Gott, gehört. Dt 5:14

Dt 5,16-20: Weitere Gebote

Ehre deinen Vater und deine Mutter! Dt 5:16

Du sollst nicht töten! Dt 5:17

Du sollst nicht die Ehe brechen! Dt 5:18

Du sollst nicht stehlen! Dt 5:19

Sag nichts Unwahres! Dt 5:20

Papst Franziskus weist daraufhin, dass die scheinbare Negativität, die in den Geboten zum Ausdruck kommt (nicht töten, nicht stehlen…) in Jesus zu positiven Geboten der Liebe werden, um Platz für Gott zu schaffen, und dann um Seiner Liebe willen auch Platz für andere im Herzen zu schaffen. Die 10 Gebote sind gewissermaßen das Röntgengerät Christi. Es  funktioniert wie ein Foto-Negativ, das Sein Antlitz hervortreten lässt.

Dt 5,21: Nicht begehren

Begehre auch nichts von dem, was deinem Mitmenschen gehört. Dt 5:21

Begehren ist der Wunsch, das Eigentum eines anderen für sich haben zu wollen. Wir sollen nicht nach etwas streben, das einem anderen gehört. Solche Wünsche machen uns nicht nur unglücklich, sie können uns auch zu anderen Sünden wie Ehebruch oder Diebstahl verleiten. Neid bringt nichts, denn Gott kann uns alles geben, was wir wirklich brauchen, auch wenn er uns nicht immer alles gibt, was wir wollen. Wenn wir aufhören möchten, den Besitz eines anderen zu begehren, müssen wir üben, mit dem zufrieden zu sein, was wir haben. Anstatt über das nachzudenken, was wir nicht haben, ist es besser, Gott für alles zu danken, was er uns gegeben hat, und zu versuchen zufrieden zu sein.

Dt 5,29: Nach seinen Geboten leben

Mögen sie immer so große Ehrfurcht vor mir haben und stets bereit sein, nach meinen Geboten zu leben! Dt 5:29

Es ist ein Unterschied, ob man etwas tut, weil man es tun muss, oder ob man etwas tut, weil man es tun will. Gott liegt nichts an erzwungenen religiösen Übungen und dem widerwilligen Einhalten von Vorschriften. Er will, dass wir ihm unser Herz und unser Leben ganz hingeben. Wenn wir ihn lieben, folgt unweigerlich der Gehorsam in der Tat ihm gegenüber.

Die gute Absicht reicht für ein gutes Handeln nicht aus, es muss in die Tat umgesetzt werden. Ich überlege mir z.B. wie ich heute konkret mit einer Person umgehen kann, die mir Schwierigkeiten bereitet. Klugheit überlegt, welche Handlungen zu welchem Ergebnis führen werden und wählt die Handlung aus, die zum gewünschten Ziel führt. Mit diesen Überlegungen und im Gebet gehe ich dann in diese Begegnung.

Dt 5,33: Gottes Weg folgen

Folgt immer dem Weg, den der Herr, euer Gott, euch gewiesen hat!  Dt 5:33

Haben wir ihm unser Herz gegeben, so folgt alles andere von selbst. Ein Mensch, der Gott liebt, wird gerne alle Gebote Gottes beobachten und tun. Nichts hat Wert für Gott, was nicht aus der Liebe zu ihm entspringt. Das Herz ist der Ausgangspunkt des Lebens. Wird es von der Liebe Gottes regiert, so wird sich das in der Befolgen seiner Gebote äußern. Wir lieben seine Gebote, weil wir ihn lieben. Jedes Wort Gottes ist wertvoll für ein Herz, das ihn liebt.

Der Heilige Geist führt uns weg vom Kopf hin zum Herzen. Brennan Manning 

Deuteronomium – Kapitel 6

Dt 6,4: Hören als Ausrichtung auf Gott

Hört, ihr Israeliten! Der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Dt 6:4

Inneren Frieden gewinnt der, wer sich nicht unnötig um alles kümmert, was andere sagen und tun. Inneren Frieden gewinnt der, der seine Gedanken hörend immer wieder auf Gottes himmlische Welt ausrichtet. Der Christ hat in den himmlischen Dingen seine Ruhestätte, denn die irdische Welt vergeht. Ja, wir leben in dieser irdischen Welt und wir dürfen sie auch mit allen Sinnen und Gottes Geschenken darin genießen, aber wir sollten nicht zu sehr darin verhaftet sein. Schon morgen könnte unser Leben vorbei sein. Dann sind wir vergangen. Darum in der Welt leben, aber mit den Gedanken und Ohren stets bei dem Allerhöchsten sein, nicht nachlässig im Gebet und verbunden mit Christus, dem Erlöser, auf dessen Stimme wir hören

Dt 6,5: Herz, Hingabe & Kraft

Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe und mit all eurer Kraft. Dt 6:5

Ohne Liebe ist alles wertlos für Gott. Unser Herz geben wir Gott. Man kann das Herz mit dem Regulator einer Taschenuhr vergleichen. Dieser wirkt nacheinander über die Spiralfeder auf die Hauptfeder und auf die Zeiger, die sich auf dem Zifferblatt drehen. Wenn meine Uhr zu schnell oder zu langsam geht, so sind diese Mängel nicht dadurch zu beheben, dass ich die Zeiger verrücke. Ich muss den Regulator stellen. So ist das Herz gleichsam der Regulator des Menschen. Ist unser Herz in einem guten Zustand, so wird auch unser ganzes Verhalten gut sein. All unser Tun und Lassen wird immer mit dem Zustand unseres Innern übereinstimmen. Äußerliche Änderungen und Verbesserungen sind nicht von Dauer. Es muss wirklich Herzenssache sein. Gott blickt auf das Herz.

Dt 6,6: Seine Worte in unseren Herzen bewahren

Bewahrt die Worte im Herzen. Dt 6:6

Nur eine einzige Sache ist wichtig und dringend: die Bereitung der Herzen. Ein bereitetes Herz ist ein Herz, das eine innige Vertrautheit mit seinem Gott aufzubauen vermag durch das Hören und Bewahren seiner Worte. Seine Worte sind unsere Wegbegleiter. Diese innige Vertrautheit mit Gott durch sein Wort, die der Mensch in seinem eigenen Inneren, in den Tiefen seines Seins entdeckt, ist für ihn ein wahrer Zufluchtsort, wo er Frieden, Freude, Frohsinn und Liebe wiederfindet, nach denen er sich von Anbeginn seiner Erschaffung sehnt.

Dt 6,12: Bewusstsein der Gegenwart Gottes

Achtet darauf, dass ihr den Herrn nicht vergesst. Dt 6:12

Das beständige dankbare Bewusstsein der Gegenwart Gottes ist der wirksamste Schutz gegen jede Versuchung. Wie oft erfahren wir, dass die Gegenwart einer Person ein Hindernis ist gegen leichtfertiges Handeln und Reden. Wenn schon ein Mensch einen solchen Einfluss ausüben kann, wie viel mehr die Gegenwart Gottes! Leben wir bewusst in der Gegenwart Gottes. Wir werden uns so oft anders verhalten. Es soll uns nicht Angst machen, sondern mit Zuversicht erfüllen, dass Gott alles hört und sieht, dass er alle Worte, jeden Gedanken und unsere Wege kennt. Das Bewusstsein seiner Gegenwart soll uns zum achtsameren Denken, Reden und Handeln führen. Oh, lasst uns danach ringen, mehr im Bewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben.

Dt 6,13: Dem einen Gott dienen

Nur vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben, nur ihm dienen. Dt 6:13

Welch heilsamer Einfluss wird das Bewusstsein und der Genuss seiner Liebe auf uns ausüben! Dann leitet uns diese Liebe an, alles das zu tun, was Er wünscht. Wir finden unsere einzige Freude daran, Gutes zu tun. Wir erfahren die große Freude, andere Herzen glücklich zu machen und immer nur daran zu denken, was Gott erfreut. Wenn wir recht nahe an der Quelle der göttlichen Liebe bleiben, sind wir erfrischende Ströme inmitten der durstigen Wüste um uns her, strahlende Lichter inmitten der sittlichen Finsternis, die uns umgibt! Denn die Liebe des Christus drängt uns.

Er wohnt mitten unter euch und er duldet keinen anderen Gott neben sich. Dt 6:15

Tut, was in seinen Augen gut und gerecht ist!  Dt 6:18

Deuteronomium – Kapitel 7

Dt 7,6-9: Gott ist treu

Ihr seid ein heiliges Volk. Ihr gehört ganz dem Herrn. […] Aus Liebe hat er sich euch zugewandt. […] Er ist der treue Gott. Dtn 7,6-9

Der Mensch bricht in seiner täglichen Umkehr immer wieder diese Treue. Gott hält dennoch unbeirrbar am Menschen fest. Auch wenn wir fallen, so sollen wir immer wieder umkehren, neu die Treue zu Gott bekennen und in seine Treue vertrauen. Treue ist gerade dann gefordert, wenn es schwer fällt, in unruhigen Zeiten. Bleibe konsequent dir selbst und deinen Werten, deinem Herrn und Gott treu. Ihm gehörst du! Er wird dich vor vielem bewahren.

Mein guter Jesus, seliger König der ewigen Herrlichkeit, Dir wende ich mich zu. Dir will ich unverletzliche Treue bewahren. Der Friede Gottes ist die Treue Gottes unserer Untreue zum Trotz. Bonhoeffer

Er wird euch lieben und segnen. Dt 7:13

Dt 7,21: Gott ist bei uns

Lasst euch also nicht von ihnen einschüchtern! Der Herr, euer Gott, ist mitten unter euch, ein großer und ehrfurchtgebietender Gott. Dt 7:21

In diesen Worten liegt wirklicher Trost. Gott ist unsere Hilfe immer und überall. Er ist nicht entfernt. Er will sich zu erkennen geben. Gottes Macht zu helfen ist so groß, dass er immer einen Weg und eine Hilfe für dich hat. Mit der Erlösung durch Christus ist uns nun die einzige und ewige Hilfe gegeben. So schreibt Bonhoeffer: Nicht in unserm Leben muss sich Gottes Hilfe und Gegenwart erst noch erweisen, sondern im Leben Jesu Christi hat sich Gottes Gegenwart und Hilfe für uns erwiesen. Von außen muss die Hilfe kommen, und sie ist gekommen und kommt täglich neu in dem Wort von Jesus Christus, das uns Erlösung, Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit bringt.

Deuteronomium – Kapitel 8

Dt 8,2: Sich an Gottes Wege erinnern

Erinnert euch an den langen Weg, den der Herr, euer Gott, euch bis hierher geführt hat. Dt 8:2

Es ist ermutigend, zurückzuschauen auf den Weg, den uns unser Gott geführt hat, uns ins Gedächtnis zurückzurufen, wie oft er wunderbar für uns eintrat, indem er uns bald aus dieser, bald aus jener Schwierigkeit befreite, uns zu erinnern, wie oft er uns half, wenn wir völlig ratlos dastanden, und uns einen Weg zeigte, wenn wir nicht mehr aus noch ein wussten. Darum geht es: unsere Herzen im Blick auf die Vergangenheit zum Dank stimmen und für die Zukunft das Vertrauen auf Gott stärken. Er hat geholfen, Er hilft, und Er wird helfen.

Dt 8,2: Führung durch Schwierigkeiten

Er ließ euch in Schwierigkeiten geraten, um euch auf die Probe zu stellen. So wollte er sehen, wie ihr euch entscheiden würdet: ob ihr nach seinen Geboten leben würdet oder nicht. Dt 8:2

Dankbarkeit im Herzen haben wir nicht nur für die Barmherzigkeiten Gottes, sondern auch für jede Prüfung, jede Schwierigkeit, die unserem Seelenheil dient,  die ebenso seiner Liebe entspringen und die seinen Segen für uns enthalten. Denn durch Prüfungen und Schwierigkeiten erfahren wir, wie nötig es ist, in ständiger Abhängigkeit vom Herrn zu gehen, in kindlicher Einfalt ihm anzuhängen. Durch sie erkennen wir seine wunderbare Geduld mit unseren Schwachheiten und Fehlern, seine Barmherzigkeit, in der er sich unser angenommen hat und die Fürsorge für alle unsere Bedürfnisse. Durch sie werden wir zum Guten verändert. Sie machen uns geduldig und rücksichtsvoll gegen andere, mildern unser Urteil und lassen uns die Handlungen anderer im bestmöglichen Licht sehen.

Bewahrt deshalb diese Worte im Herzen!  Dt 11:18

Dt 8,3: Leben aus den Worten des Herrn

Er legte euch Entbehrungen auf und ließ euch hungern. Dann gab er euch das Manna zu essen, das weder ihr noch eure Vorfahren kanntet. Er wollte euch damit zeigen, dass der Mensch nicht allein von Brot lebt, sondern vor allem von den Worten des Herrn. Dt 8:3

Wer weiß den Wert des Brotes mehr zu schätzen, ein Chemiker oder ein hungriger Mensch? Ohne Zweifel der Letztere. Jener kann seine verschiedenen Bestandteile feststellen und genau beschreiben, aber nur der Hungrige kennt seinen wahren Wert. Leben von jedem Wort Gottes ist die einzige gesegnete Haltung. Diese Haltung bringt die Seele durch das Wort in eine lebendige und persönliche Verbindung mit dem Herrn. Wie das Brot zur Erhaltung des natürlichen Lebens, so dient das Wort zur Erhaltung des geistlichen. Indem wir die Bibel zur Hand nehmen, finden wir alles, was wir brauchen: Licht, Nahrung, Leitung, Trost und Kraft. Dabei geht es nicht darum sie theoretisch zu studieren, die Bibel muss gelebt werden.

Dt 8,4: Schutz des Herrn

Deine Kleider sind nicht zerlumpt an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen diese 40 Jahre. Dt 8:4

Wie leicht nehmen wir Gottes Schutz als selbstverständlich hin. Anscheinend nahm das Volk Israel auch keine Notiz von Gottes Schutz, denn sie merkten nicht einmal, dass ihre Kleider sich während der 40 Jahre langen Wanderung durch die Wüste nicht abnutzten und dass ihre Füße keine Blasen bekamen und nicht anschwollen. Das gilt uns zur Mahnung. Was ist bei uns gut gelaufen? Vergessen wir nicht, Gott für diese Wohltaten zu danken. Unser Vater wacht in treuer Liebe und Fürsorge über uns.

Bewahre die Gebote des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest! Dt 8:6

Dt 8,10: Für das Essen danken

Wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Dt 8:10

Das Tischgebet soll uns ständig an die Güte und Liebe Gottes erinnern. Gesättigt loben und preisen wir seinen heiligen Namen. Gott findet seine Freude darin, sich mit Herzen zu umgeben, die von dem Bewusstsein seiner Güte und Liebe erfüllt sind und deren Lippen von Lob- und Dankesliedern überströmen. Das schwächste Lob eines dankerfüllten Herzens steigt wie ein duftender Wohlgeruch zum Thron und zum Herzen Gottes auf. Wenn uns im Leben Gutes widerfährt, sollten wir darum danke sagen und Gott loben. Nicht allein, weil das recht und billig ist, sondern auch, weil es uns und anderen gut tut.

Dt 8,11: Nährt euer Gedächtnis

Hütet euch davor, ihn zu vergessen. Dt 8:11

Nährt euer Gedächtnis mit dem Leben von Jesus, der Geburt wie auch der Kindheit, wie auch seines übrigen Lebens, seines Leidens und Todes. Lest das Evangelium, um ihn immer besser kennen zu lernen. Nährt euer Gedächtnis auch mit der Erinnerung an eure Fehler, um euch zu demütigen und zu bessern. Nährt euer Gedächtnis mit den Wohltaten, die ihr von Gott empfangen habt, um ihm dafür zu danken. Und wenn ihr Gnaden empfangen habt, dann erinnert euch an sie, um sie gut zu pflegen und zu bewahren.

Dt 8,17: Allein aus Gottes Kraft

Wenn dieses Gute nun kommt, sagt nicht: Das haben wir aus eigener Kraft geschafft, es ist unsere Leistung! Dt 8:17

Moses mahnt zur Demut. Das Volk betritt das versprochene Land nicht, weil es das verdient oder sich erkämpft hätte, sondern weil Gott seinen Plan zur Vollendung bringt. Im Gebet lassen wir ihm den Vortritt. Ihm vertrauen wir im Kampf gegen unsere Feinde. Angst, Sorgen, Neid und Leistungsdruck sind riesig, scheinen unbesiegbar. Doch Gott ist auf unserer Seite! Für jeden persönlich tritt er ein! Dafür wollen wir ihm danken. Wir werden staunen, wie er uns geführt hat.

Denkt vielmehr an den Herrn , euren Gott, von dem ihr die Kraft bekommen habt. Dt  8:18

Deuteronomium – Kapitel 9

Dt 9,1: Vertrauen in Schwierigkeiten

Höre, Israel: Du wirst jetzt über den Jordan gehen, damit du hinein­kommst, um Völker zu überwältigen, die größer und stärker sind als du, Städte, groß und himmelhoch befestigt. Dt 9:1

Moses verschweigt nicht die Schwierigkeiten. Zu leugnen, dass Schwierigkeiten vorhanden sind, ist nicht Glaube, sondern Torheit und Schwärmerei. Mose sagte den Israeliten offen und ehrlich, was ihnen bevorstand, um sie dadurch vor jedem Selbstvertrauen zu bewahren, das im Augenblick der Prüfung immer zusammenbrechen wird. Sie sollten sich auf den lebendigen Gott stützen, der ein Herz, das auf ihn vertraut, nie beschämen wird. Es gibt zwei verschiedene Arten, sich mit Schwierigkeiten zu beschäftigen. Man kann sie vom menschlichen und vom göttlichen Standpunkt aus betrachten, im Geist des Unglaubens oder mit ruhigem und stillem Vertrauen auf den lebendigen Gott.

So sollst du heute wissen, dass der Herr, dein Gott, selbst vor dir hergeht. Dt 9:3

Wir bekommen dieses Land, weil wir so leben, wie es dem Herrn gefällt. Dt 9:4

Nicht wegen eurer Vollkommenheit und Aufrichtigkeit kommt ihr hinein! Dt 9:5

Dt 9,18: Die Fürbitte des Moses

Ich warf mich vor dem Herrn nieder und betete. Dt  9:18

Ein goldenes Kalb hatten sie sich gegossen und so schwere Schuld auf sich geladen. Mose Fürbitte dauert 40 Tage. Diese Fürbitte rettete das Volk. Wie erinnert uns die Fürbitte Moses an den gesegneten Dienst unseres großen Hohenpriesters, der immerdar lebt, um sich für sein Volk zu verwenden, und dessen Vermittlung zu unserem Wohl nie aufhört!

Deuteronomium – Kapitel 10

Dt 10,9: Der Herr ist ihr Erbteil

Der Herr ist ihr Erbteil. Dt 10:9

Der Stamm Levi wird bei der Landverteilung leer ausgehen. Sie sollen dem allein Herrn dienen. Das fehlende Land und die daraus resultierenden Einkünfte werden von Gott dadurch ausgeglichen, dass sie durch den Dienst für ihn reich beschenkt und zu Segensträgern für andere werden.  Dass Gott unser Erbteil ist, dürfen auch wir für uns in Anspruch nehmen. Denn als Kinder Gottes sind wir zugleich seine Erben. Wer Gott zum Erbteil hat, muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen. Das einzige, was er zu tun hat, ist im einfältigen Gehorsam Gott zu dienen. Der Weg  ist der Weg der wahren Glückseligkeit, und der Herr sei gepriesen, dass jeder, der ihn liebt, diesen Weg gehen kann.

Dt 10,16: Sich zu Gott hinwenden

Wendet euch von ganzem Herzen dem Herrn zu. Dt 10:16

Die Herzenszuwendung zum Herrn ist Gebet. Dieses Gebet ist dein mächtiges Werkzeug, dein Schlüssel, der das Herz Gottes öffnet, ja es ist dein Herz-zu-Herz mit Gott. Dieses Gebet berührt das Herz Gottes und bewegt ihn, dich zu erhören. Wende dich an das Herz Gottes weniger mit den Lippen als mit dem Herzen, mit deinem ganzen Sein. Der Herr lässt sich rühren und kommt dir zu Hilfe. Bete und hoffe. Wie häufig hat er dich schon erhört. Denke dankbar daran zurück. Das stärkt deine Zuversicht. Gerate nicht in Aufgeregtheit, denn sie dient zu nichts. Gott ist barmherzig und er hört dein Gebet und im Gebet hörst du ihn. Denke heute immer wieder an ein großes Ereignis in deinem Leben zurück, wo dich Gott gehört und erhört hat.

Dt 10,17: Vertreter und Nachahmer Gottes

Er ist der große, mächtige und furchtbare Gott […] der den Waisen und Witwen zu ihrem Recht verhilft und auch den Fremden liebt, dass er ihn mit Nahrung und Kleidung versorgt. Dt 10:17-18

Hier redet Mose nicht nur von den Handlungen und Wegen Gottes, sondern auch von dem, was Gott ist. Gott ist höher als alles, mächtig und furchtbar. Aber Gott hat ein Herz für die Armen. Er denkt an sie und sorgt für sie ganz besonders. Sie haben ein besonderes Anrecht auf sein liebendes Herz und seine mächtige Hand. Unser Gott sorgt für alle, denen irdische Stützen und menschliche Hoffnungen fehlen. Und er bedient sich dafür vor allem den anderen Menschen. Es war so die Aufgabe des Volkes, sich in die Situationen und Gefühle anderer zu versetzen. Sie sollten die Vertreter Gottes sein, ihm darin dienen. Sie sollten ihn nachahmen, indem sie den Bedürfnissen der Witwen, Waisen und Fremden entgegenkamen und sie so erfreuten. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Darum sollt auch ihr die Fremden lieben. Dt 10:19

Dient Gott und bleibt eng mit ihm verbunden! Dt 10:20

Deuteronomium – Kapitel 11

Dt 11,1: Lieben und hören

Ihr sollt den Herrn, euren Gott, lieben und auf ihn hören! Dt 11:1

Vor mir entsteht das Bild eines Hauses. Wie wichtig sind dichte, feste Wände, damit das Haus wirklich Schutz und Geborgenheit geben kann! Die Gebote sind wie Wände, im Kern das Doppelgebot der Liebe. Diese Wände sind fest gegründet auf dem Fundament. Und das ist Gottes Handeln über Jahrhunderte hinweg. Mose erinnert darum, wie Gott seinem Volk geholfen hat. Was Gott von uns Menschen erwartet, hat diese eine Grundlage: sein vorsorgendes Handeln. Unser Verhalten kann und soll eine angemessene Antwort sein auf die großen Werke des Herrn, die er zuvor getan hat.

Eure Augen haben all die großen Werke des Herrn gesehen, die er getan hat. Dt 11:7

Hört genau auf die Gebote, die ich euch heute gebe! Liebt den Herrn, euren Gott! Dient ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dt 11:13

Dt 11,16: Dienen

Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht verführen lässt, sodass ihr abweicht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft. Dt 11:16

Zuerst wird das Herz verführt. Das ist der Anfang alles Abirrens von Gottes Wegen. Die Füße folgen dann dem Herzen. Es ist daher nötig, über das Herz zu wachen. Solange es für den Herrn bewahrt bleibt, ist alles gut. Hat es sich aber einmal durch etwas anderes einnehmen lassen, so ist alles verloren. Das Abweichen des Herzens zeigt sich im Leben durch einen verschlossenen Himmel. Kein geistlich erfrischender Regen fällt und benetzt das dürre Land der Seele, jede Verbindung zwischen Himmel und Erde ist gleichsam abgebrochen. Darum: mehr als alles andere hüte dein Herz.

Er wird den Himmel verschließen, so daß kein Regen mehr fällt, und der Boden seinen Ertrag nicht mehr gibt. Dt 11:17

Deuteronomium – Kapitel 13

Dt 13,5: Nachfolgen und dienen

Ihm sollt ihr nachfolgen, vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben. Nur nach seinen Geboten sollt ihr leben und allein auf ihn hören. Ihr sollt ihm dienen und eng mit ihm verbunden bleiben! Dt 13:5

Der Wirbelsturm ist die Welt um uns herum, alles was um uns herum wirbelt und unsere innere Ruhe verhindert. Im Zentrum eines Wirbelsturms dagegen ist absolute Ruhe. Es gibt keinen sichereren Ort als das Zentrum des Willens Gottes. Ganzhingabe bedeutet stets darum bemüht zu sein, sich im Zentrums des Wirbelsturm auf zu halten. In diesem Zentrum ist auch der Frieden der inneren Ruhe zu finden.

Wer alles um meines Namens willen verlässt und auf mich schaut, der wird hundertmal soviel Ruhe, den Frieden des Herzens  auf irdische Weise empfangen, gerade weil er die Sorgen um das Irdische abgelegt hat. Ein solcher Mensch ist in allem gelöst und heiter. Hildegard von Bingen

Deuteronomium – Kapitel 14

Dt 14,21: Kein Aas essen

Ihr sollt kein Aas essen. Dt 14:21

Aas zu essen ist ein Bild dafür, der Welt und was sie zu bieten hat (Reichtum, Ehre, Besitz, Macht etc.) Bedeutung bei zu messen. Der Christ hat aber eine bessere Speise, als die Welt ihm bieten kann. Er nährt sich von dem lebendigen Brot, das aus dem Himmel ist und das Leben schenkt. Von diesem Brot zu essen bedeutet ganz sein zu werden und darin die Verbindung zu allen Geschwistern zu erkennen und diese Verbindung zu leben. Das ist Gottes Wille, der Segen bringt. In der heiligen Kommunion empfangen wir Christus in Brotsgestalt. In den Armen, denen wir begegnen, empfangen wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus.

Wenn ihr sie gut versorgt, wird der Herr ,euer Gott, euch segnen und all eure Arbeit gelingen lassen. Dt 14:29

Deuteronomium – Kapitel 15-25

Dt 15,7-9: Um die Armen sorgen

Seid nicht hartherzig […] Verschließt euch nicht vor ihrer Not! Du sollst ihm deine Hand weit auftun. Stattdessen seid großzügig. […] Seid nicht geizig! Dt 15:7-9

Ein offenes Herz und eine weit geöffnete Hand entsprechen Gottes Wesen. Also nun, wie wir Gelegenheit haben, lasst uns das Gute wirken gegenüber allen. Das menschliche Elend umgibt uns in tausenderlei Formen. Überall finden wir gebrochene Herzen, gebeugte Seelen, unglückliche Familien. Witwen und Waisen begegnen uns täglich auf unseren Wegen. Wie verhalten wir uns ihnen gegenüber? Verhärten wir unsere Herzen und verschließen wir unsere Hände vor ihnen? Das Liebesgebot ist nicht nur das wichtigste, sondern auch das schwerste Gebot. Weil man es nicht einfach abhaken kann. Es fordert immer mehr von uns, denn Liebe ist nie einfach nur erfüllt. Liebe zieht uns immer zu mehr, zum Höheren, zu Gott

Gebt ihnen gern, was sie brauchen, ohne jeden Widerwillen. Dafür wird euch der Herr , euer Gott, bei all eurer Arbeit segnen und euch Gelingen schenken. Dt  15:10

Dt 17,1: Gott das Beste geben

Er verabscheut es auch, wenn ihr ihm kranke oder minderwertige Rinder, Schafe oder Ziegen opfert. Dt 17:1

Dass dieses Gebot überhaupt genannt wurde, weist wahrscheinlich darauf hin, dass einige Israeliten Gott minderwertige Tiere opferten. Die Darbringung eines fehlerhaften Opfers zeigte, dass das Herz nicht völlig für Gott schlug. Damals wie heute fällt es schwer, Gott unser Bestes zu geben. Doch unsere Opfergaben zeigen, was uns am wichtigsten ist. Wenn wir Gott mit dem abspeisen, was übrig bleibt, liegt es auf der Hand, dass er nicht die Mitte unseres Lebens ist. Geben wir Gott die Ehre, den ersten Anspruch auf unser Geld, unsere Zeit und unsere Gaben zu haben!

Dt 18,15: Der Prophet

Er wird euch einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk. Auf den sollt ihr hören! Dt 18:15

In Apg 7,37 bezieht Stephanus den Vers auf Jesus. Das Kommen von Jesus Christus auf die Erde war Gottes Plan. Wie groß ist die Gnade, auf die Stimme eines solchen Propheten hören zu können! Es ist die Stimme Gottes, die durch den Mund des Menschen Christus Jesus redet, nicht im Donner, Blitz und flammendem Feuer, sondern mit einer zarten, sanften Stimme der Liebe und Barmherzigkeit, die mit besänftigender Kraft auf das zerbrochene Herz und auf den betrübten Geist herabkommt, wie die Tautropfen des Himmels auf eine dürre Landschaft. Doch vergessen wir nie, dass diese Stimme uns aus den Heiligen Schriften entgegenklingt

Dt 18,13: Treue zu Gott

Ihr aber gehört zum Herrn, eurem Gott. Darum haltet ihm allein die Treue. Dt 18:13

Das Gelobte Land bietet nicht nur Milch und Honig, sondern auch viele religiöse Abwege. Gottes Volk soll sich dem nicht anpassen. Das Volk soll sich an Gott halten. Das ist möglich, weil er rettet! Auch wenn wir uns von ihm entfernt haben sollten, bleibt die Lösung immer gleich: wieder eins werden mit ihm.  Der Wüstenvater Ägydius sagte: “Die Eine dem Einen!” Das will heißen: die eine Seele dem einen Gott. Wenn viele Wünsche und Zuneigungen in einem Herzen sind, besteht die Gefahr, dass es vertrocknet. Wer nach der göttlichen Liebe verlangt, muß achtsam seinen Geist und seine Zuneigung für sie bewahren.

Dt 20,3: Habt keine Angst

Hört, ihr Israeliten! Ihr werdet heute gegen eure Feinde kämpfen. Habt keine Angst! Fürchtet euch nicht! Weicht nicht vor ihnen zurück und lasst euch nicht einschüchtern! Dt 20:3

Das tiefe Geheimnis der Kraft zum Vorangehen (gerade bei scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten) liegt in dem Wissen um die Gegenwart des Herrn und in der Erinnerung an seine gnädigen Wege mit uns in der vergangenen Zeit. Gott stärkte die Zuversicht der Israeliten, indem er sie daran erinnerte, dass er immer bei ihnen sein würde und dass er sie bereits vor möglichen Gefahren gerettet hatte. Sie waren dazu angetan, alle Furcht und Mutlosigkeit zu verbannen und das verzagte Herz mit Mut und Vertrauen zu erfüllen. Auch wir können uns sicher fühlen, wenn wir daran denken, dass Gott stärker ist als alles andere

Der Herr, euer Gott, zieht mit euch in die Schlacht! Er kämpft auf eurer Seite und gibt euch den Sieg über eure Feinde! Dt 20:4

Dt 22,1;3: Suche nach dem Guten

Seht nicht untätig zu. Dt  22:1

Verweigert niemandem eure Hilfe! Dt 22:3

Liebe kennt kein Maß. Wie schwach aber bin ich häufig, emotional wie auch im Handeln, weit entfernt vom Vorbild Jesus. Gott sei Dank für seine Barmherzigkeit in Jesus Christus. Dann gilt es in Bescheidenheit seine Schwächen anzunehmen, das kleine Gute zu suchen im Tag, wozu man auch fähig ist es auszuführen, ohne Übertreibung und Ungeduld, dennoch im Bewußtsein, dass unser Verhältnis zu Gott ein neues Leben im Dasein-für-andere ist. Nehmt euch vor, in den belanglosen Dingen anderen zu Gefallen zu sein, in kleinen Dingen anders zu handeln als sonst. Ja: Nicht die unendlichen, unerreichbaren Aufgaben, sondern der jeweils erreichbare Nächste ist Gott in Menschengestalt

Nimm dir nicht zuviel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und ohne Ungeduld. Papst Johannes XX III

Dt 22,8: An andere denken

Wenn ihr ein neues Haus baut, dann sichert das Flachdach mit einem Geländer! Sonst seid ihr schuld, wenn jemand abstürzt und ums Leben kommt. Dt 22:8

Gott möchte, dass wir stets an das Wohl anderer denken. Das wird an diesem Beispiel ersichtlich. Beim Bauen ihrer Häuser sollten sie daher nicht bloß sich und ihre Bequemlichkeit, sondern auch die Sicherheit anderer berücksichtigen. Wie sind wir so geneigt, immer nur an uns, an unsere eigenen Interessen, Bequemlichkeiten und Vorteile zu denken! Wir tun alles nur für uns selbst, weil leider meistens das Ich Ursache und Ziel unserer Unternehmungen bildet.  Wir müssen in der neuen Schöpfung leben, um von der niedrigen Selbstsucht frei zu bleiben. Die beständige Beschäftigung des Herzens mit Christus ist das Geheimnis alles wirklichen praktischen Christentums. Nur wenn wir seinen Geist in uns wirken lassen und in seine Fußstapfen treten werden wir seinem Bild mehr und mehr gleichförmig werden.

Dt 25,13: Gerecht urteilen

Steckt euch nicht zwei verschieden schwere Gewichtssteine in die Tasche, um beim Wiegen zu betrügen! Dt 25:13

Wir klagen gleich über den Nächsten, wollen aber nicht, daß man sich über uns beklage. Was wir für andere tun, scheint uns immer zu viel, was andere für uns tun, zählt in unseren Augen nicht. Wir haben ein mildes, nachsichtiges und höfliches Herz für uns, gegen die anderen aber ein hartes, strenges und unerbittliches. Sei also gleichmäßig gerecht in all deinem Tun. Versetze dich immer in die Lage deines Mitmenschen und ihn an deine Stelle, dann wirst du richtig urteilen. Prüfe darum oft dein Herz, ob es gegen den Nächsten so gesinnt ist, wie du es von ihm erwartest, wenn du an seiner Stelle wärest, dann handelst du richtig. Franz von Sales

Deuteronomium – Kapitel 26-29

Dt 26,10: Früchte dem Herrn dabringen 

Legt die Früchte vor dem Herrn , eurem Gott, nieder und betet ihn an! Dt 26:10

Der Israelit brachte nicht den Korb mit den Erstlingsfrüchten, um dadurch in das Land zu kommen, sondern weil er sich tatsächlich darin befand. Wir müssen wissen, dass wir errettet sind, ehe wir die Früchte einer gekannten Erlösung darbringen können. Wir mögen aufrichtig nach Erlösung verlangen und uns ernstlich anstrengen, ihrer teilhaftig zu werden, aber offenbar sind diese Anstrengungen ganz etwas anderes, als die Früchte einer bewussten und verwirklichten Erlösung.

Sieh doch herab vom Himmel, deiner heiligen Wohnung! Segne dein Volk Israel. Dt 26:15

Dt 26,16: Dem Herrn folgen

Befolgt seine Weisungen von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dt 26:16

Was kann diese Hingabe stören? Nun: Wir haben alle Wünsche, wie das Leben laufen sollte. Das betrifft den einzelnen Tag, wie auch die großen Lebensspuren. Wir wollen dies, wir wollen das. Wünsche, an die wir uns zu sehr klammern, rauben uns leicht etwas von dem, was wir sein sollen und können. Wenn wir zu krampfhaft an diesen Wünschen festhalten und nicht offen bleiben für andere Richtungen, dann erzeugen diese Wünsche eine innere Unruhe. Und erfüllen sich unsere Erwartungen dann nicht, neigen wir zu Traurigkeit oder Zorn. Immer wieder gilt es darum Inventur zu ziehen, was fesselt und bindet, wo sollten wir lernen los zu lassen. Denn in einem Herzen, das sich an äußere Dinge verliert, ist kein Frieden. Darum lasst uns ärmer in unserem Wünschen werden und uns allein Gott hingeben

Ihr habt heute dem Herrn zugesagt, dass er euer Gott sein soll und dass ihr seinem Weg folgen wollt. Dt 26:17

Dt 27,9: Still sein vor Gott

Seid still und hört zu. Dt 27:9

Es geht um die Stille des Herzens. Während wir bewusst schweigen können, um nichts zu sagen und während wir die Augen zu schließen vermögen, um nichts zu sehen, können wir nicht in gleicher Weise über unser Herz verfügen. Keine Stille ist so geheimnisvoll wie die des Herzens. Es ist hin und wieder schwer zu bändigen. Es passiert uns immer wieder, dass unser Herz im Wirrwarr des Lebens nicht den rechten Weg geht. Das beste Heilmittel dagegen ist und bleibt für mich die Stille vor dem Herrn. Nehme dir diese stille Zeit und seien es nur eine Minute, wo du einfach nur da bist und dich anschauen lässt von Gottes liebenden Blick ohne ein Wort auf deinen Lippen. Er ist deine große Kraftquelle! Ihm allein gehörst du. 

Ihr gehört nun allein eurem Gott. Dt 27:9

Dt 28,2: Der Segen Gottes

Wenn ihr ihm gehorcht, werdet ihr seinen ganzen Segen erfahren. Dt 28:2

Du rühmst dich deiner Arbeit und deines Fleißes. Weißt du nicht, daß du wohl den Acker bestellen, pflügen und die Saat ausstreuen sollst, daß aber Gott den Pflanzen das Wachstum gibt, daß ihm der befruchtende Regen und die reiche Ernte zu verdanken ist? Du magst wohl die Pflanzen begießen, es wird dir aber nichts nützen, wenn Gott nicht deiner Arbeit seinen Segen gibt. So verdankst du die Ernte nicht deinem Schweiß, sondern seiner Güte. Von ihr mußt du dich also ganz abhängig fühlen. Unsere Pflicht ist es freilich, gut zu arbeiten, der Erfolg unserer Arbeit, aber steht bei Gott. So lasst uns einsehen, daß wir ohne die Gnade nichts können, daß wir von uns nichts erwarten dürfen und allein auf die Gnade vertrauen müssen.

Der Herr wird euch segnen, wenn ihr nach Hause kommt und wenn ihr wieder aufbrecht. Dt 28:6

Dt 29,3: Alles verdanken wir seiner Gnade

Und doch hat er euch bis heute noch nicht wirklich erkennen lassen, wer er ist und was er für euch getan hat. Ihr habt zwar Augen, aber ihr seht es nicht. Ihr habt Ohren, aber ihr versteht es nicht. Dt 29:3

So wie die Israeliten Gottes Fürsorge während ihrer Wanderung durch die Wüste nicht bemerkten, erkennen auch wir manchmal nicht, wie Gott für uns sorgt. Wir rechnen es uns oft fälschlicherweise als unser eigenes Verdienst an. Als demütige Menschen bleiben wir aber geerdet. Das was wir sind, sind wir doch nur Dank Gottes Güte und Gnade und häufig auch durch Menschen, die er uns auf unseren Lebensweg schickt. Der Wunsch, alles durch sich selbst sein zu wollen, ist ein falscher Stolz. Mit Bonhoeffers Worten: Nicht unsere ausgereckte Bettlerhand, sondern das, womit Gott sie füllt, darauf kommt’s an. Und das heißt eben, zunächst nicht wir und unser Tun, sondern zunächst Gott und Gottes Tun. Bonhoeffer

Dt 29,17: Wider die Bitterkeit

Aber aus eurem Volk soll sich von heute an niemand mehr vom Herrn, unserem Gott, abwenden […] Wer so etwas tut, ist wie eine giftige Pflanze unter euch, die bittere Früchte trägt. Dt 29:17

Gott führt uns. Dankbarkeit! Zuversicht! Egal nun wie der geführte Weg aussieht: nie Bitterkeit! Wie viele werden durch sie verunreinigt. In der Bitterkeit wenden wir uns ab von Gott. Die Bitterkeit unserer Herzen macht uns unempfindlich für die Milde und Lieblichkeit des Glaubens. Der Glaubensakt aber besteht gerade in der Hingabe unseres Geistes, der das freundliche Licht der Wahrheit aufgenommen hat und ihr zustimmt mit ruhiger aber zugleich machtvoll starker Gewißheit und Sicherheit. Sei du treu, unserem Meister gut zu dienen, aber bewahre in deinem Dienst kindliche und liebevolle Freiheit ohne in deinem Herzen entmutigende Bitterkeit aufkommen zu lassen. Bewahre einen Geist heiliger Freude, die deine Handlungen und Worte durchdringe und den Menschen, die du siehst, Trost schenke, damit sie dafür Gott verherrlichen, was unser einziges Bestreben ist.

Dt 29,28: Unsere Zukunft in Gottes Hand

Was noch kommen wird, weiß allein der Herr, unser Gott. Dt 29:28

Vieles, was der Herr, unser Gott, tut, bleibt uns verborgen. Doch was er von uns erwartet, das hat er uns eindeutig mitgeteilt. Dt 29:28

Unser endlicher Verstand kann die unendlichen Seiten von Gottes Wesen nicht vollständig verstehen. Gott ist unendlich und allwissend, und wir haben nicht die Fähigkeit, alles zu wissen, was er tut. Der Vers aber zeigt, dass Gott uns genug über die Dinge mitgeteilt hat, die wir wissen müssen, um ihm gehorchen zu können, auch wenn er uns nicht alles gesagt hat. Durch die Bibel wissen wir genug über Gott, damit wir durch den Glauben gerettet werden und ihm dienen können.

Deuteronomium – Kapitel 30-34

Dt 30,6: Herzensveränderung durch Gott

Der Herr, euer Gott, wird euch und eure Kinder im Herzen verändern. Er wird euch fähig machen, ihn aufrichtig und mit ganzer Hingabe zu lieben. Dt 30:6

Von dir verlangt Gott nur, dass du dich fügst. Je mehr ich mich also erhebe, um so mehr demütige du Jesus mich im Herzen und lass mich einsehen, was ich war und was ich wäre, wenn Du mich allein ließest. Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er herabgeschaut. Jeden Tag bin ich tiefer davon überzeugt, dass die echte Demut die übernatürliche Grundlage aller Tugenden ist! Dazu ist es notwendig Gottes Worte im Herzen aufzunehmen. Wenn wir Gottes Ziele und Gottes Willen in unserem Leben erfüllen wollen, müssen wir die wesentlichen Inhalte seines Wortes im Herzen und im Kopf haben.

Gottes Wort ist euch ganz nahe. Es ist in eurem Mund und in eurem Herzen. Ihr müsst es nur befolgen! Dt 30:14

Dt 30,16: Die Worte im Herzen bewahren

Geht den Weg, den er euch zeigt. Dt 30:16

Gehe Gottes Wege. Mache sein Weg zu deinem Weg. Nimm seine Wegführung vertrauensvoll an. Gehe vor Gott und vor dir selbst, seine Worte in deinem Herzen. So wird Gott mitgehen. Gott sieht deinen kleinen Schritten wohlgefällig zu und wird wie ein guter Vater, der sein Kind an der Hand hält, seine Schritte den deinen angleichen und sich damit begnügen, nicht schneller zu gehen als du. Eng mit ihm verbunden, können wir also zuversichtlich leben. Man sollte daher niemals, auch nicht unter den schlimmsten Umständen, einem negativen Gedanken gestatten, in unsere Seele einzudringen. Der Mensch, der unter allen Umständen die Neigung zu guten Gedanken bewahrt in Zuversicht auf den Herrn,  wird stets gewinnen.

Folgt immer seinen Wegen und bleibt eng mit ihm verbunden! Dt 11:22

Dt 31,6: Gott hält zu uns

Seid mutig und stark! Habt keine Angst und lasst euch nicht von ihnen einschüchtern! Denn der Herr, euer Gott, geht mit euch. Er hält immer zu euch und lässt euch nicht im Stich! Dt 31:6

Ängste sind vielfältig: Angst uns nahe Menschen zu verlieren, Angst Krebs zu bekommen, fianzielle Ängste, Angst vor Mißerfolg, Angst vor dem Alleinsein u.v.m. An deiner Angst kannst du sicherlich arbeiten, dennoch: Wir haben dieses Gefühl selten im Griff. Werde dir heute einer Angst ganz bewusst, die dich immer wieder begleitet. Denn wenn man seine Angst versteht, muss man vor nichts im Leben Angst haben. Denn wer die Angst annimmt, kann im Folgeschritt durch das Gebet Mut entwickeln. Mut ist Angst, die gebetet hat, denn gibst du dich immer wieder in die Hände Gottes, wirst du alle Furcht ablegen. Komme, was da wolle.    

Der Herr selbst geht vor dir her. Er steht dir bei und verlässt dich nicht. Immer hält er zu dir. Hab keine Angst und lass dich von niemandem einschüchtern! Dt 31:8

Dt 32,3: Ehre sei Gott

Ich rufe laut den Namen des Herrn ! Gebt unserem großen Gott die Ehre! Dt 32:3

Mag kommen was will, der Name unseres Gottes wird ewiglich bestehen. Keine Macht der Erde kann das Ausstrahlen der göttlichen Herrlichkeit verhindern. Der Name unseres Gottes, des Gottes und Vaters unseres Herrn Jesus Christus, ist unsere Zuflucht und Hilfe in dieser finsteren Welt. Das Anrufen des Namens des Herrn tut der Seele wohl wie der erfrischende Tau und der erquickende Regen der dürstenden Flur. Er ist der Fels, nicht ein Fels. Es kann keinen anderen Felsen geben als ihn. Sein Werk ist vollkommen. Nicht der geringste Fehler zeigt sich an dem, was von seiner Hand kommt. Alles trägt den Stempel unbedingter Vollkommenheit.

Vollkommen und gerecht ist alles, was er tut. Er ist ein Fels, auf ihn ist stets Verlass. Er hält, was er verspricht. Er ist gerecht und treu. Dt 32:4

Ja, er ist euer Schöpfer, euer Leben kommt aus seiner Hand. Dt 32:6

Dt 32,11: Mütterliche Sorge

Er ging mit ihnen um wie ein Adler, der seine Jungen fliegen lehrt: Der scheucht sie aus dem Nest, begleitet ihren Flug, und wenn sie fallen, ist er da, er breitet seine Schwingen unter ihnen aus und fängt sie auf. Dt 32:11

Er behütet uns wie ein guter Hirte. Er bewacht uns, wie jemand seinen Augapfel schützt. Gott wird uns nicht verlassen. Er umgibt uns mit seinem Schutz, wie eine Adlermutter ihr Junges schützt. Der Herr allein führt uns. Das macht mich gelassener. Der Geist Gottes ist immer ein Geist des inneren Friedens. Was deinen Geist betrifft, so sei ganz ruhig und vertraue dich immer mehr und volkommen Jesus an! Wenn wir ruhig und geduldig sind, finden wir nicht nur uns selbst, sondern auch unsere Seele, und mit ihr finden wir Gott. Vergessen wir also nicht, unser Vertrauen auf ihn zu setzen.

So hat der Herr sein Volk geführt. Dt 32:12

Dt 32,15: Gott im Allerlei des Alltags nicht vergessen

Das von Gott geliebte Volk, es fraß sich fett und meinte, ihn nicht mehr zu brauchen. Sie wandten sich von ihrem Schöpfer ab und lachten über ihren Retter, der doch ihr Halt gewesen war. Dt 32:15

Dies ist für uns zur Mahnung gedacht. Wir sind alle in Gefahr, verkehrte Weg zu gehen, vor allem dann, wenn wir die Gaben Gottes empfangen, ohne an den Geber Gott zu denken. Wir vergessen Gott. Wir verlieren das wertvolle Wissen um seine Gegenwart und wenden uns allerlei anderen Dingen zu, so wie sich Israel falschen Göttern zuwandte. Im Glauben tun wir das als gläubige Christen sicherlich nicht grundsätzlich (Das wäre schlimm!), aber im Alltag passiert es uns im Kleinen umso häufiger: wir vergessen Gott, den Fels, der uns geboren, und den Herrn, der uns erlöst hat!  Es ist unser Vorzug, Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus zu haben. Wir sind die Empfänger dieser vollkommenen Liebe. Wir können auch im Alltag nicht häufig genug daran denken.

Ihr habt den Fels verlassen, der von Anfang an euch trug. Ja, ihr habt den Gott vergessen, der euch doch ins Leben rief. Dt 32:18

Dt 32,39: Gott ist mächtig

Niemand kann euch meiner Macht entreißen. Dt 32:39

An sich ist die Barmherzigkeit die größte der Tugenden. Denn es gehört zum Erbarmen, dass es sich auf die anderen ergießt und – was mehr ist – der Schwäche der anderen aufhilft; und das gerade ist Sache des Höherstehenden. Deshalb wird das Erbarmen gerade Gott als Wesensmerkmal zuerkannt; und es heißt, dass darin am meisten seine Allmacht offenbar wird. Thomas von Aquin

So groß ist die Allmacht der himmlischen Liebe oder die Liebe der himmlischen Allmacht.

Ich allein bin Gott, und es gibt keinen außer mir. Ich ganz allein bestimme über Tod und Leben, über Krankheit und Gesundheit. Dt 32:39

Dt 32,47: Sich nach Gottes Wort richten

Es sind keine leeren Worte, sondern sie sind euer Leben. Richtet euch danach. Dt 32:47

Sie hatten nichts anderes zu tun, als zu gehorchen. Lasst uns doch nicht um Haaresbreite von dem Weg abweichen, den uns das Wort Gottes zeigt. Möge ein solch einfältiger, unbedingter Gehorsam auch uns kennzeichnen. Unser Wunsch sollte es sein, den schmalen Pfad des Gehorsams gegenüber den gesegneten Geboten unseres Herrn und Heilandes zu gehen! Das allein wird unseren Herzen wirklichen Frieden geben. Unser Herz kann in heiligem Frieden ruhen, mag kommen, was da will. Alles mag in den Händen des Menschen in Stücke gehen, alles, was menschlich ist, mag in hoffnungslosem Verfall enden, aber Gott wird ewig bestehen und jedes Werk Gottes wird in ewiger Vollkommenheit glänzen zu seiner Verherrlichung und zum Segen seines Volkes. Möge das Wort des Christus reichlich in uns wohnen und der Friede des Christus in unseren Herzen herrschen, bis zum Ende hin!

Dt 33,3: Niederwerfen vor Gott

Sie werfen sich vor ihm nieder und achten auf seine Worte. Dt 33:3

Die Gebetshaltung kann uns öffnen für Gott. Wenn ich niederknie oder mich verbeuge, mache ich mich klein. Und ich spüre, dass ich vor etwas niederknie, das größer ist als ich selbst. Mein Gebet wird dadurch innerlicher und ich gebe mich bewusster in die Haltung des Hörens hinein. Und eben darauf kommt es ja an, auf seine Wegweisung und Instruktionen zu hören, mit einem Herzen, das zugewandt ist. Beten heißt nicht: sich selbst reden hören. Beten heißt: stille werden und stille sein und hören, bis der Betende Gott hört.

Man fragte einen Alten: Ist es gut, sich auf die Knie zu werfen? Der Alte sagte: Jesus Nave sah, als er sich auf die Knie warf, Gott. Apophthegmata

Liebt den Herrn, euren Gott, und hört auf ihn! Haltet ihm die Treue! Dann werdet ihr am Leben bleiben. Dt 30:20

Dt 33,26-27: Gottes Schutz

Keiner gleicht dem Gott Israels, der zu seinem geliebten Volk steht. Majestätisch fährt er am Himmel dahin und kommt euch auf den Wolken zu Hilfe. Dt 33:26

Er, der ewige Gott, breitet seine Arme aus, um euch zu tragen und zu schützen. Dt 33:27

Gott ist unsere Zuflucht und unsere einzige wirkliche Sicherheit ist. Wie oft setzen wir unser Vertrauen auf andere Dinge. Doch unsere wirkliche Zuflucht ist der ewige Gott, der immer seine Arme ausstreckt und uns auffängt, wenn die schwankende Grundlage, auf die wir vertrauen, zusammenbricht und wir fallen.  Kein Sturm kann uns etwas anhaben, wenn wir bei ihm Zuflucht suchen.

Ihr Israeliten könnt euch glücklich schätzen! Wer hat es so gut wie ihr? Ihr seid das Volk, das der Herr gerettet hat. Er beschützt euch wie ein Schild. Dt 33:29

Dt 34,5: Der Tod Mose

Darauf starb Mose, der Diener des Herrn. Dt 34:5

Bei seinem Tod war Mose 120 Jahre alt. Bis zuletzt waren seine Augen klar und seine Lebenskraft ungebrochen. 5. Mose 34:7

Nach Mose hat es in Israel keinen Propheten mehr gegeben, dem der Herr von Angesicht zu Angesicht begegnet ist. Dt 34,10