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Num Kap 11-12

Numeri Kapitel 11-12


Schauen auf das, was Gott gibt

Das Jammern nahm kein Ende. Num 11:4

Die Israeliten schienen nicht zu merken, was Gott für sie tat, weil sie sich ausschließlich mit dem beschäftigten, was Gott nicht für sie tat, nämlich Fleisch zum Essen geben. Unzufriedenheit entsteht, wenn wir unseren Blick von dem, was wir haben, abwenden und auf das richten, was wir nicht haben. Sind wir für das dankbar, was Gott uns gegeben hat, oder denken wir ständig an die Dinge, die wir gerne hätten? Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere unerfüllten Wünsche uns blind für Gottes Geschenke machen.

Niemand gibt uns Fleisch zu essen! Num 11:4


Christus allein doch genügt

Nun aber ist unsere Seele matt, unsere Augen sehen nichts als das Manna! Num 11:6

Das Manna, über das sie sich ja anfangs gefreut haben, diesem Manna waren sie nun überdrüssig. Dieses Manna wäre vollkommen genug für das Volk gewesen. Aber sie wollten mehr und waren unzufrieden. So ist es nun auch in unserem geistlichen Leben. Wenn das Herz einmal seine Frische im göttlichen Leben verliert, wenn die himmlischen Dinge anfangen, ihren Geschmack einzubüßen, wenn die erste Liebe abnimmt, wenn Christus aufhört, für die Seele genug und kostbar zu sein, wenn das Wort Gottes und das Gebet ihren Reiz verlieren und langweilig und mechanisch werden, dann sieht man zurück in die Welt. Wenn wir in dieser Welt wirklich mit Gott leben, so werden wir mit dem Teil zufrieden sein, was er gibt. Dieses Teil ist  Christus. Möchten wir so im Geist leben, dass Christus immer genug ist für unsere Herzen!


Gott hilft uns im Schweren

Es ist mir zu schwer. Num 11,14

Mose kann nicht mehr. Das ganze Volk kam zu ihm, um jenes oder dieses geklärt zu bekommen. Das Volk raubt ihm die letzte Kraft. Mose klagt seine Not vor Gott. Gott entlässt ihn nicht aus seinem Dienst, sondern stellt ihm 70 Mitarbeiter an die Seite. Das schafft die notwendige Erleichterung. Für uns heißt das: wir dürfen klagen vor Gott, wenn wir spüren, dass etwas über unsere Kraft geht. Und wir dürfen in der Gewissheit leben, dass er uns hilft. Vertrauen! Haben wir Gott zum Führer, so folgen wir mit freudigem Vertrauen. Wir brauchen allein dein Wort und deine Gegenwart.

Er nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die 70 Ältesten. Num 11:25


Hüte dich vor der Gier

Dieser Ort wurde daher Kibrot-Taawa genannt, weil dort die Leute begraben wurden, die gierig gewesen waren. Num 11,34

Die Wurzel des Murrens ist häufig die Hier. Gier ist ein starkes Verlangen. Im Falle der Israeliten war es die Gier nach gutem Essen. Sie konnten an nichts anderes mehr denken. Die Gier nahm ihre Seele gefangen. Im Kern allen Verlangens steht die Gier nach Leben, alles ausgekostet und alles erlebt zu haben in jeglichen Dingen. Diese Gier nach Leben endet in der Öde des verlorenen Lebens. Es geht ums Loslassen, darum sein Leben zu verlieren, um es in Christus zu gewinnen. Er ist für uns arm geworden, um uns mit seiner Armut zu bereichern, die voller Liebe ist, um uns zu ermahnen, die Gier zu mäßigen.

Lieber Herr Gott, lass uns dein gnädiges Wort hören, erhalte uns bei deiner Verheißung, dass wir nicht fallen in Murren und Ungeduld. Martin Luther 


Moses Leiden an seinem Volk

Mirjam und Aaron machten Mose Vorwürfe, weil er eine Äthiopierin geheiratet hatte. Num 12:1

Ob nun das Volk oder sogar die nähesten Personen: Moses war wie Jesus immer wieder dem Unmut ausgesetzt in vielen Formen. Diese Stelle ist nur ein Beispiel. Menschen streiten sich oft über unwesentliche Dinge und schneiden das eigentliche Problem gar nicht an. Das war der Fall, als Mirjam und Aaron Mose kritisierten. Sie vertraten die Priester und Propheten, die zwei mächtigsten Gruppen nach Mose. Das eigentliche Problem lag in ihrer immer größer werdenden Eifersucht auf Moses Stellung und Einfluss. Da sie am Führungsstil Moses nichts auszusetzen hatten, kritisierten sie seine Frau. Denn: “Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.” (Num 12,3) Anstatt das Problem nun offen anzugehen und sich mit ihrem Neid und Stolz auseinanderzusetzen, lenkten sie vom eigentlichen Problem ab.

Nehmen wir für uns mit: Wenn wir in einen Streit verwickelt sind, ist es gut, kurz innezuhalten und zu fragen, ob wir über das eigentliche Problem diskutieren oder unterschwellig etwas anderes wirkt . Bitten wir Gott um Hilfe, das eigentliche Problem zu erkennen und anschließend zu lösen.


Die Fürbitte des Moses

Mose aber schrie zu dem Herrn und sprach: Ach Gott, heile sie doch! 4. Mose 12:13

Mirjam erkrankt schwer als Folge ihrer Sünde. Statt schadenfroh zu sein, stellt Mose sich unter die Schuld seiner Schwester und schreit zu Gott um Hilfe. Der reagiert und stellt ihre Heilung in Aussicht. Anstatt gegen seine Geschwister ein Gefühl der Rache aufkommen zu lassen, war er sofort bereit, Fürbitte zu tun. Hier offenbart Mose den Geist Jesus und bittet für die, die so bitter gegen ihn gesprochen hatten. Das war der Sieg eines sanftmütigen Mannes, der Sieg der Gnade. Ein Mensch, der seinen richtigen Platz in der Gegenwart Gottes kennt, kann sich über alle bösen Reden erheben. Sie betrüben ihn nicht, es sei denn um derer willen, die sie führen, und er ist fähig, sie zu vergeben. Er ist nicht empfindlich, hartnäckig oder von sich selbst eingenommen.