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Num Kap 13-14

Numeri Kapitel 13-14


Das gelobte Land

Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet. Es fließt wirklich Milch und Honig darin. Num 13,27

Israel war am Ziel der Verheißung. Doch da sind die Bewohner des Landes, die laut der Kundschafter groß und stark und scheinbar nicht zu bezwingen sind. Da, wo der Unglaube wirkt, folgt mit Sicherheit immer ein „Aber“, ein „Nur“. Sie sahen auf die sichtbaren Dinge, aber ihr Auge war nicht auf den gerichtet, der unsichtbar ist. Es ist immer wieder eine Herausforderung, ob wir uns auf Gottes Gegenwart und sein Wort verlassen oder uns von den angeblichen Realitäten bestimmen lassen. Im Vertrauen auf Gottes Hilfe und Führung überwinden wir Hindernisse. Wenn wir vor einer schwierigen Entscheidung stehen, dürfen wir nicht zulassen, dass wir aufgrund der negativen Gesichtspunkte das Positive nicht mehr sehen.


Umgang mit Schwierigkeiten

Wir können nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist stärker als wir! Num 13:31

Nochmals: Die Israeliten weigern sich ins gelobte Land einzuziehen aus Angst vor dem starken Volk, das dort wohnt. Darum nehmen wir das als Mahnung. Schwierigkeiten dürfen uns nicht blind machen für Gottes Macht zu helfen und für sein Versprechen, uns zu führen. Das bedeutet nicht, dass wir gegen die Schwierigkeiten sorglos sein sollten! Der Glaube sieht den Schwierigkeiten ins Gesicht und bringt dann den lebendigen Gott mit allem in Verbindung. Er schaut auf ihn, stützt sich auf ihn und nimmt alles, was er braucht, von ihm. Darin liegt das Geheimnis seiner Kraft. Er hat die tiefe und feste Überzeugung, dass für den allmächtigen Gott nie eine Mauer zu hoch, nie eine Stadt zu groß und nie ein Riese zu stark ist. Der Glaube sieht nur den lebendigen Gott und darum nicht die Schwierigkeiten. Der Unglaube aber sieht nur die Schwierigkeiten und nicht Gott. Der Glaube rechnet mit Gott, und alles ist hell und leicht. Der Unglaube schließt Gott aus, und alles ist dunkel und schwierig.


Gelobtes Land der Frömmigkeit

Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Einwohner frisst, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von hohem Wuchs. Num 13:32

Die Kundschafter machen das gelobte Land schlecht. Das kann als mahnendes Bild verstanden werden. Denn auch ein frommes, christliches Leben wird von aussen immer wieder schlecht gemacht. Sich selbst verleugnen, Verzicht üben, zu verzeihen u.v.m. wird als mühselig und traurig empfunden. So ist es aber nicht. Fromm leben ist schön, beglückend und liebenswert!

Die Welt sieht die Frommen fasten, beten, Unrecht ertragen, den Kranken dienen, die Armen beschenken, Nachtwachen halten, ihren Zorn niederringen, ihre Leidenschaften bezähmen und überwinden, irdischen Vergnügungen entsagen und ähnliches, was schwer und hart erscheint. Die Welt sieht aber nicht die innere Frömmigkeit des Herzens, die all dies begehrenswert, schön und leicht macht. Franz von Sales


Das Vertrauen nicht verlieren

Alle Kinder Israels murrten. Num 14:2

Wir wenden unsere Augen im Murren von Gott ab und richten sie auf uns selbst, auf unsere Umstände, Kümmernisse und Schwierigkeiten, und dadurch kann nur Unzufriedenheit und Klagen entstehen. Wir zweifeln an Gottes Fähigkeit mit unseren Problemen, den schweren Entscheidungen, den beängstigenden Situationen umzugehen. Verlieren wir unser Vertrauen nicht! Der Christ sollte immer friedevoll und glücklich sein, immer Gott preisen können, was auch kommen möge.

Halte dich fest an Gott! Mach’s wie der Vogel, der doch nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat. Johannes Bosco


Die große Gnade

Der Herr ist langsam zum Zorn und groß an Gnade. Er vergibt Schuld und Übertretungen. Num 14:18

Bauen wir auf Gottes Gnade. Er hilft uns. Er hält nicht alles von uns fern. Immer wieder gibt er uns Gelegenheit zum geistigen Kampf, vor allem und häufig in den kleinen Dingen, wo es im Alltag ein wenig Geduld braucht, ein wenig Sanftmut, ein wenig Ertragen, ein wenig Liebe. Dadurch wachsen wir, indem wir mit Gottvertrauen und Beharrlichkeit das Gute üben. Sind wir hier nachlässig und murren schon über kleinste Unannehmlichkeiten, die uns das Leben z.B. durch andere Menschen zumutet, wie wollen wir da wohl inneren Frieden erlangen?  Inneren Frieden erlangen wir nur im inneren Kampf mit uns selbst, unseren Schwächen und Leidenschaften mit dem Wissen, dass wir nicht für uns allein kämpfen, sondern den Herrn an unserer Seite haben, der unsere Rettung ist. 


Gott hat Wohlgefallen daran, uns Gutes zu tun

Ich habe das Murren der Kinder Israels gehört, das sie gegen mich erheben. Num 14:27

Es ist uns so natürlich, unzufrieden zu sein, sobald Gottes Tun uns nicht ganz genehm ist, zu vergessen, was er uns bereits alles Gutes getan hat, sobald unsere Wünsche durchkreuzt scheinen, unter jedem neuen Kreuz ungeduldig und mürrisch zu sein, dass wir uns dabei kaum bewusst werden, dass wir eine Sünde begehen, und noch viel weniger, dass es eine außerordentlich schwere ist. Aber so hart das Urteil scheinen mag – wir können in der Tat Gott nicht misstrauen, ohne ihn eines Mangels an Macht oder an Güte zu beschuldigen. Du kannst nicht murren, nicht einmal missvergnügt sein, ohne damit tatsächlich Gott zu verstehen zu geben, dass seine Ratschlüsse nicht die besten, seine Führungen nicht die weisesten seien, die er in Bezug auf dich hatte treffen können.

Du sollst nicht in der Wüste des Murrens und Haderns herumirren, sondern in dem verheißenen Land der Zufriedenheit und Ruhe wohnen. Charles Haddon Spurgeon


Der Weg in die Wüste

Eure Kinder sollen Hirten sein in der Wüste vierzig Jahre. Num 14,33

Es ist äußerst wichtig, hier zu erkennen, dass es der Unglaube war, der Israel außerhalb des Landes Kanaan hielt. Ängste und fehlendes Vertrauen zu Gott hatten sich breit gemacht. So werden Wüste und Hirtendasein zu Erfahrungen, an denen Israel trotz aller Härte die Treue Gottes erfährt. Gott ist aber größer als alles Versagen. Die Verheißung bleibt bestehen und Israel erfährt als Hirtenvolk, wie der eine große Hirte zu seinen Zusagen steht. Wir müssen in der Wüste bis auf den Grund alles dessen kommen, was in uns selbst ist, um zu erfahren, wie gänzlich wertlos es alles ist. Die Wüste mit all ihren verschiedenen Situationen und ihren zahlreichen Übungen führt uns zu diesem Ergebnis, zu dieser praktischen Erfahrung.

Wir sehen, dass sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens. Heb 3,19


Die Erfahrung der Wüste

Vierzig Tage lang habt ihr das Land erkundet, vierzig Jahre lang werdet ihr nicht hineinkommen. Num 14:34

Die Kinder Israels lebten vierzig Jahre lang in der Wüste, bevor sie in das Land ihrer Verheißung kamen, und doch hätten für die ganze Wegstrecke sechs Wochen genügt. Aber es war ihnen nicht erlaubt zu fragen, warum Gott diese vielen Umwege zuließ. Gebe Gott, daß wir wenig auf die Beschaffenheit des eingeschlagenen Weges achten und die Augen mehr auf den richten, der uns führt, und auf das selige Land, dem er uns zuführt. Was liegt daran, ob es durch Wüsten geht, wenn nur Gott mit uns ist und wir den Himmel erreichen. Glauben Sie mir bitte und lenken Sie sich möglichst ab von Ihrem Kreuz. Wenn Sie es fühlen, betrachten Sie es nicht. Denn sein Anblick wird Ihnen mehr Besorgnis bereiten, als das Fühlen Ihnen Schmerz zufügen wird. So verhüllt man auch jenen die Augen, an denen man eine größere Operation vornehmen will. Es scheint mir nämlich, daß Sie etwas zuviel bei der Betrachtung Ihres Kreuzes verweilen. Franz von Sales