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Num Kap 15-20

Numeri Kapitel 15-20


Leben im Land

Eines Tages werde ich diesem Volk das versprochene Land geben, und ihr werdet dort leben. Num 15:2

Nichts könnte gesegneter und ermutigender sein. Gott erhebt sich über alle Fehler und Sünden des Menschen. Unmöglich kann eine einzige Verheißung Gottes unerfüllt bleiben. Mag auch ein ungläubiges Geschlecht tausendmal murren und sich empören, so wird Gott doch erfüllen, was Er verheißen hat. Viel mit Gott allein zu sein, ist das sichere Heilmittel gegen Stolz und alle Selbstgefälligkeit. Möge der Herr in seiner Güte uns in allen unseren Wegen in wahrer Demut erhalten und uns geben, dass wir uns einfach auf ihn stützen und wir in unseren Augen klein und gering sind!


Wider das Murren und für das Vertrauen

Am folgenden Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder Israels. Num 17:6

Das Murren rührt von der falschen Erwartungshaltung her, dass wir es nicht verdient haben, was gerade passiert. Daher beklagen wir uns und jammern vor Gott. Ja: Der Grund unseres Murrens rührt von der Erwartung her, dass sich alles gemäß unseren Wünschen ausrichten muss. Vielmehr müssen wir uns aber darüber bewusst werden, dass Gott uns testen und prüfen wird, damit ein spiritueller Wachstumsprozess vollzogen werden kann. Gott möchte, dass wir lernen auf Ihn zu vertrauen, auch wenn wir in unserem Leben mit Rückschlägen und Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Diese sind Murrende, mit ihrem Los Unzufriedene. Judas 1, 16


Aaron als Vorausbild für Christus

Er stand zwischen den Toten und den Lebendigen. Num 17:13

Da steht Aaron, der Hohepriester Gottes, zwischen den Toten und den Lebendigen, und von seiner Räucherpfanne steigt eine Wolke von Räucherwerk zu Gott empor: ein treffendes Bild von dem, der größer ist als Aaron und der, nachdem Er für die Sünden seines Volkes eine vollkommene Versöhnung vollbracht hat, immer vor Gott steht in dem ganzen Wohlgeruch seiner Person und seines Werkes.Wunderbarer Name für einen armen, verlorenen Sünder! Er enthält alles, was ein solcher für Zeit und Ewigkeit braucht. Er begegnet dem Verlorenen in der Tiefe seiner Not als einem, der die Hölle verdient hat, trägt ihn durch die vielen Kämpfe, Prüfungen und Schmerzen der Wüste und führt ihn endlich in jene helle und gesegnete Welt, wo Sünde und Schmerz niemals hinkommen können.

Sie aber fielen auf ihr Angesicht. Num 17:10

Erwirke Sühnung für sie! Num 17:11


Der Stab Aarons

Wen ich erwählen werde, dessen Stab wird grünen. Num 17,20

Der Stab Aarons war dürr und außerstande, aus sich selbst Frucht anzusetzen. Doch als der Name des Hohepriesters ihm eingeschrieben wurde, brachte er in einer Nacht Blätter, Blüten und Früchte hervor. Wir sind, auf uns selbst angewiesen, dürre, unnütze, unfruchtbare Zweige, die nicht fähig sind, aus eigener Kraft auch nur einen Gedanken zu fassen. Unsere Fähigkeit dazu stammt vielmehr von Gott. Er hat uns zu geeigneten Dienern des Neuen Bundes und für seinen Willen fähig gemacht. Und weil jetzt durch die heilige Liebe der Name unseres Erlösers, des großen Bischofs unserer Seelen in unsere Herzen eingegraben ist, Jesus Christus, beginnen wir köstliche Früchte fürdas ewige Leben zu tragen. Franz von Sales

Da sprosste der Stab Aarons, des Hauses Levis. Er hatte ausgeschlagen und Blüten getrieben und trug reife Mandeln. Num 17:23


Christus dienen

Sie sollen sich dir anschließen und dir dienen. Num 18:2

Die Leviten hier bekamen die Anweisung, sich Aaron anzuschließen und ihm zu dienen. Aaron als Hohepriester ist nun ein Vorausbild für Christus. So können wir diesen Vers so auf uns anwenden: Die Aufgabe der Christen ist es, unter Christus zu wirken. Wenn Christus nicht der unmittelbare Gegenstand des Herzens ist, wenn seine Leitung und Autorität nicht völlig anerkannt werden, so ist die Arbeit vergeblich. Ihm sind wir verantwortlich. Hierin liegt das große Geheimnis: miteinander, unter Christus. Lasst uns das beherzigen!


Das Opfern der Kuh

Lasst euch von den Israeliten eine junge, rotbraune Kuh bringen, die gesund und ohne Fehler ist und noch kein Joch getragen hat. Gebt sie dem Priester Eleasar. Er soll sie vor das Lager führen und dort schlachten lassen. Dann soll er seinen Finger in ihr Blut tauchen und es siebenmal in Richtung der Vorderseite des heiligen Zeltes sprengen. Num 19:2-4

Das alles ist ein Vorausbild für den Sühnetod Christi. Jesus war ohne Fehl und Tadel, er trug das Joch der Sünde nicht. Dennoch ging er zur Sühnung unserer Sünden an das Kreuz. In dem siebenmaligen Sprengen des Blutes der roten Kuh gegen das Zelt der Zusammenkunft hin erkennen wir ein Bild von der vollkommenen Darbringung des Blutes Christi vor Gott als der einzigen Grundlage, auf der Gott und das Gewissen einander begegnen können. Die Zahl sieben ist der Ausdruck der Vollkommenheit, und so sehen wir in dem Bild, das wir betrachten, die Vollkommenheit des Todes Christi als Sühnung für die Sünde, so wie er von Gott angenommen worden ist. Die Sünde ist gerichtet und weggetan worden. Sie ist durch das kostbare Blut Christi vollkommen getilgt.