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Lev Kap 06-18

Impulse und Andachten zu Buch Levitikus Kap. 6-18

Das Feuer Gottes

Das Feuer auf dem Altar darf nie verlöschen! Lev 6:6

Das Feuer symbolisierte Gottes ewige Gegenwart. Heute brennt Gottes Feuer seiner Gegenwart im Leben eines jeden von uns durch den Beistand des heiligen Geistes. Er erfüllt unsere Herzen und entzündet in uns das Feuer seiner Liebe. Das ist die passive Seite, das reine gnadenvolle Wirken Gottes in uns. Die aktive Seite ist, dass wir alles uns Mögliche unternehmen, dass dieses Feuer in uns nicht erlischt.

Er will also, daß auf dem Altar unseres Herzens immerfort das Feuer seiner Liebe lodere. Franz von Sales


Priesterweihe

Aaron und seine Söhne taten alles, was der Herr durch Mose geboten hatte. Lev 8:36

Die Priesterweihe Aarons und seiner Söhne ist der Beginn einer neuen gelebten Gottesbeziehung. Alles wird genau angeordnet: Amtstracht, rituelle Waschung, Kopfbedeckung und Salböl. Bei der Weihe legen sie ihre Hände auf einen Stier & zwei Widder, während diese getötet wurden. Das war ein Zeichen dafür, dass Heiligkeit allein von Gott kommt und nicht aus dem Amt des Priesters. Für uns heißt das: Allein Gott kann uns geistlich lebendig machen. Reinigung kommt nur von Gott. Sie taten alles genau, wie es der Herr geboten hatte. An ihrem Beispiel erkennen wir, wie sorgfältig wir Gott gehorchen sollen. Gott will, dass wir durch und durch heilig sind und ihm nicht nur so ungefähr nachfolgen.

Das sollt ihr tun, so wird euch die Herrlichkeit des Herrn erscheinen! Lev 9:6


Segen Gottes

Als sie wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des Herrn dem ganzen Volk. Lev 9:23

Es werden nun erstmals Opfer vom Priester dargebracht. Die Priester segneten das Volk nach dem Opfer. Jesus nun ist unser ewiger Hohepriester. Für uns ist in Jesus aller Segen zu uns gekommen. Wo immer Jesus Menschen fand, die bereit waren, ihre Sünde zuzugeben, wurde er von ihnen angezogen und schüttete seine geistliche Hilfe und seinen Segen über sie aus. 

An Gottes Segen ist alles gelegen. Deutsches Sprichwort 


Heiligkeit und Reinheit

Ihr sollt unterscheiden zwischen dem, was heilig und dem, was nicht heilig ist, zwischen dem, was rein, und dem, was unrein ist. Lev 10:10

Ich bitte euch, welche Entsprechung kann es denn geben zwischen unserer Vollkommenheit und der seinen, zwischen unserer Reinheit und der seinen,
da er die Reinheit selbst ist? Kurzum, tun wir von unserer Seite, was wir können und bleiben wir im übrigen in Ruhe. Ob Gott uns seiner Tröstungen teilhaft macht oder nicht, wir müssen seinem heiligstenWillen unterworfen bleiben. Er muß der Meister und Führer unseres Lebens sein, weiter haben wir nichts zu wünschen. Franz von Sales


Heilig sein

Ich bin der Herr, euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein. […] Ihr sollt heilig sein, weil ich heilig bin! Lev 11:44-45

Das Bemühen um die Reinigung unserer Seele kann nur mit unserem Leben ein Ende finden. Regen wir uns also nicht auf über unsere Unvollkommenheiten: unsere Vollkommenheit besteht darin, dass wir die Unvollkommenheiten bekämpfen. Wir können sie aber nicht bekämpfen, wenn wir sie nicht sehen. Wir können sie nicht überwinden, wenn wir ihnen nicht begegnen. Unser Sieg besteht nicht darin, daß wir sie nicht wahrnehmen, sondern darin, daß wir uns ihnen nicht beugen. Der aber beugt sich ihnen nicht, der sie unangenehm empfindet. Zur Übung der Demut müssen wir wohl manchmal in diesem geistlichen Kampf verwundet werden. Besiegt wären wir aber erst dann, wenn wir das Leben oder den Mut verloren hätten. Eines ist also notwendig: den Mut nicht verlieren! Es ist ein Glück für uns, daß wir in diesem Krieg immer Sieger sind, solange wir nur kämpfen wollen. Franz von Sales


Der große Versöhnungstag (1)

Der Ziegenbock trägt alle Schuld mit sich hinaus in die Wüste. Lev 16:22

Der Versöhnungstag war für Israel der wichtigste Tag des Jahres. Am großen Versöhnungstag wurde die Schuld Israels aus dem vergangenen Jahr auf einen Ziegenbock übertragen. Dieser Sündenbock wurde in die Wüste geführt. Er wurde von den Menschen weg in das Land der Vergessenheit geschickt. Als Bild bedeutet dies für uns: Wir dürfen unsere Schuld zu Gott bringen. Er lässt sie wegtragen und denkt nicht mehr daran. Unsere Sünden sollen uns nicht endlos verklagen. Deshalb hat sich Jesus zum Sündenbock für die ganze Menschheit machen lassen.


Der große Versöhnungstag (2)

Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebendigen Bockes stützen und über ihm alle Schuld der Kinder Israels und alle ihre Übertretungen in allen ihren Sünden bekennen, und er soll sie dem Bock auf den Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wüste fortschicken. Lev 16:21

Die Symbolik veranschaulicht in tiefer Weise das konkrete Geschehen der Vergebung als eines wirklichen Wegschaffens der Sünde durch die Gnade Gottes, der das Sündenbekenntnis des Volkes und die stellvertretende Übertragung der Schuldenlast aller Sünder auf den Ziegenbock annimmt. Die Menschen dürfen diese ihre Befreiung dankbar erfahren. Vergebung der Sünden ist ein reines Wunder.