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Lev Kap 20-27

Impulse und Andachten zu Buch Levitikus Kap. 20-27

Hilfe leisten

Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr halten kann, so sollst du ihm Hilfe leisten. Lev 25:35

Wer in der Lage ist zu helfen, erkennt, daß gerade so auch ihm selber geholfen wird und daß es nicht sein Verdienst und seine Größe ist, helfen zu können. Dieser Auftrag ist Gnade. Je mehr einer für die anderen wirkt, desto mehr wird er das Wort Christi verstehen und sich zueignen: ,,Unnütze Knechte sind wir’’ (Lk 17, 10). Denn er erkennt, daß er nicht aufgrund eigener Größe oder Leistung handelt, sondern weil der Herr es ihm gibt. Manchmal kann ihm das Übermaß der Not und die Grenze seines eigenen Tuns Versuchung zur Mutlosigkeit werden. Aber gerade dann wird ihm helfen zu wissen, daß er letzten Endes nur Werkzeug in der Hand des Herrn ist, er wird sich von dem Hochmut befreien, selbst und aus Eigenem die nötige Verbesserung der Welt zustande bringen zu müssen. Er wird in Demut das tun, was ihm möglich ist und in Demut das andere dem Herrn überlassen. Gott regiert die Welt, nicht wir. Wir dienen ihm nur, soweit wir können und er uns die Kraft dazu gibt. Mit dieser Kraft freilich alles zu tun, was wir vermögen, ist der Auftrag, der den rechten Diener Jesu Christi gleichsam immerfort in Bewegung hält: ,,Die Liebe Christi drängt uns’’ (2 Kor 5, 14). Benedikt XVI


Abbildungen des Kreuzes

Ihr sollt keine Götzen machen; ein Götterbild und eine Säule sollt ihr euch nicht aufrichten, auch keinen Stein mit Bildwerk in eurem Land aufstellen, dass ihr euch davor niederwerft; denn ich, der Herr, bin euer Gott. Lev 26:1

Möge man daher Abbildungen des Kreuzes haben. Sie sind ja gemacht, aufgestellt und verwendet zur Erhaltung der schuldigen Erinnerung an die Wohltaten Gottes und um seine göttliche Güte um so mehr zu ehren. Das Kreuz stellt etwas ganz Echtes dar, nämlich den Tod und die Passion des Erlösers und man fertigt es nicht an, um es anzubeten und ihm zu dienen,sondern um in ihm und durch es den Gekreuzigten anzubeten und ihm zu dienen. Deshalb ist der rechte Gebrauch von geweihten
und heiligen Bildern in keiner Weise verboten.

Wer das Bild verehrt, betet in ihm den König selbst an. Athanasius


Ich will

Ich will Frieden geben. Lev 26:6

Ich will mich zu euch wenden. Lev 26:9

Ich will meine Wohnung in eure Mitte setzen. Lev 26:11

Ich will in eurer Mitte wandeln. Lev 26:12

Dies ist ein mächtiges “Ich will!” Mehrmals kommt es in diesem Kapitel vor. Eines wird aus diesen Versen ersichtlich. Gott will uns vor allem sich selbst schenken. Er weiß, daß wir uns bald in Schwierigkeiten befinden werden, wenn wir uns von ihm entfernen. Deshalb versichert er uns, daß er unendliche Barmherzigkeit ist, die sich immer neu dem Menschen zuwendet und daß wir immer zu ihm zurückkehren können, zum Haus des Vaters. 

Die eigenen Wege führen im Kreise immer zu uns selbst zurück. Gottes Wege führen zu Gott. Gott leitet uns durch Glück und Unglück immer nur zu Gott. Bonhoeffer


Abschluss

Das sind die Gebote, die der Herr Mose aufgetragen hat an die Kinder Israels, auf dem Berg Sinai. Lev 27:34

Der Grundgedanke der Gottesbegegnung zieht sich durch das ganze Buch Levitikus. Die Begegnung, die Verbindung, der Bund mit dem lebendigen Gott führen zu gelingendem Leben, wenn Gottesdienst und Alltag nach Gottes Weisung gestaltet werden. Das ist für mich der wesentliche Kern des Buches Levitikus: Rechter Gottesdienst und gerechtes Handeln im Alltag müssen zusammenkommen.

Dazu ein Abschlusstext von Faustina: Eine Gott liebende Seele, die in ihm versenkt ist, geht ihrer Pflicht mit derselben Einstellung nach, wie zur heiligen Kommunion und verrichtet die geringste Tätigkeit mit großer Sorgfalt, unter dem liebenden Auge Gottes. Sie ist nicht verwirrt, wenn sich nach einiger Zeit eine Sache als weniger geglückt erweist. Sie bleibt ruhig, denn während ihres Handelns hat sie alles getan, was in ihrer Macht war. Faustina