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Joh Kap. 13

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Johannes-Evangelium Kap. 13


Die Fußwaschung Joh 13,1-20

Vor dem Passafest aber, da Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, daß er hingienge aus dieser Welt zum Vater, bewies er den Seinigen die Liebe, die er zu ihnen gehabt in der Welt, bis ans Ende. Joh 13:1

Wie bei der Tempelreinigung erklingt das “vor dem Pascha” und wiederum geht es um die Lebenshingabe Jesu, seine Stunde. Die Stunde Jesu ist die Stunde der Verwandlung allen Seins durch die Liebe bis ans Ende. Jesus geht zum Vater. Doch der heimkehrende Jesus streift nicht seine Menschheit wie etwas Verunreinigendes wieder ab. Das Ziel seines Abstiegs war das Annehmen und Aufnehmen der ganzen Menschheit, das Heimkehren mit allen Menschen. Das Hinübergehen ist eine Verwandlung. Er nimmt sein Fleisch, sein Menschsein mit. In der Hingabe seiner selbst am Kreuz wird er umgeschmolzen in eine neue Weise des Seins, in der er nun immer zugleich beim Vater und bei den Menschen ist.


Der Teufel hatte Judas (…) ins Herz gegeben, ihn zu verraten. Joh 13,2

In der Fastenzeit war ich bei den Passionsspielen und im Film “Maria Magdalena”. Jedes mal spielte Judas eine wichtige Rolle. Personen im Evangelium stellen Identifikationsfiguren da, soll heißen, sehe ich in der Person des Judas auch Anteile in meiner Persönlichkeit? Ich für mich muss es bejahen. Eine Hypothese, dass Judas aus Enttäuschung gehandelt hat, weil Jesus nicht die politische Befreiung gebracht hatte. Auch wenn ich mich darin übe, mich Gottes Willen hinzugeben, so gibt es (wenn auch selten) Lebenssituationen, wo ich mit Gottes Entscheidungen hadere. Eine andere Hypothese ist, dass hier das Böse schlechthin am Werk ist, dass Judas hier der Versuchung des Bösen nachgab und nicht nur einmal gab auch ich einer Versuchung nach. Enden jedoch will ich mit der Barmherzigkeit. Beeindruckend fand ich zwei Figuren am Kirchenportal: auf der linken Seite Judas, der sich erhenkt hat, auf der rechten Seite Christus, der den Judas trägt. Wir können uns nicht vorstellen, wie groß, tief und erhaben Gottes Barmherzigkeit ist.


Jesus aber wusste, dass der Vater ihm alles in die Hand gegeben hatte, dass er von Gott gekommen war und zu ihm zurückkehren würde. Joh 13:3

Jesus hat nicht nur gesprochen, uns nicht nur Worte hinterlassen. Er gibt sich selbst. Er wäscht uns mit der heiligen Kraft seines Blutes, das heißt mit seiner bis ans Ende, bis ans Kreuz reichenden Hingabe. Sein Wort ist mehr als Rede, es ist Fleisch und Blut für das Leben der Welt. In den heiligen Sakramenten kniet der Herr immer wieder zu unseren Füßen und reinigt uns. Bitten wir ihn, daß wir von dem heiligen Bad seiner Liebe immer tiefer durchdrungen und so wahrhaft gereinigt werden. Oh allerliebster Jesu mein, sollst stets in meinem Herzen sein!

Nur mit Jesus, der dein Herz im Innersten reinigt, kann deine Hingabe an den Nächsten Früchte tragen. Dies ist ein täglicher Vorgang, um den wir immer neu bitten dürfen und müssen.


Da stand er vom Tisch auf, legte sein Obergewand ab und band sich ein Tuch aus Leinen um. Joh 13:4

Jesus legt das Gewand seiner Herrlichkeit ab, er umgürtet sich mit dem Leinentuch des Menschseins und macht sich zum Sklaven. Er wäscht die schmutzigen Füße der Jünger und macht sie so rein und tischfähig für das Gottesmahl, zu dem er sie lädt. Er macht uns rein durch sein Wort und durch seine Liebe, durch die Gabe seiner selbst. Immer wieder wäscht er uns mit seinem Wort. Ja, wenn wir die Worte Jesu besinnlich, betend, glaubend in uns aufnehmen, entfalten sie in uns ihre reinigende Kraft: Ihr seid rein durch das Wort, das ich zu euch gesprochen habe. Joh 15,3

Wer die heiligen Worte hütet, wird von ihnen behütet. Thomas von Aquin


Er goss Wasser in eine Schüssel und begann, seinen Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Tuch abzutrocknen. Joh 13:5

Tag um Tag müssen wir vielerlei aufnehmen. Der ganz normale Alltagsstress. Hier ein Gespräch, dort eine Aufgabe, auf der todo-Liste steht immer was drauf. Nicht alles läuft dabei harmonisch ab, Konflikte müssen bewältigt werden. Fakt ist: wir werden gefordert und all das dringt in uns ein. All das verunreinigt immer wieder unsere Seele. Bei Jesus können und müssen wir das alles am Tagesende wieder loslassen, uns gleichsam von ihm reinigen lassen, so wie wir täglich auch unseren Körper reinigen. Wenn wir Jesu Worte wachen Herzens aufnehmen, sind sie wirkliche Waschungen, Reinigungen der Seele, des inneren Menschen.

Mach rein mich bis zum Herzensgrund, im Innersten mach mich gesund.


In Ewigkeit sollst du mir nicht die Füße waschen. Joh 13,8

Petrus Widerstand gegen die Fußwaschung bedeutet dasselbe wie sein Einspruch bei der Leidensankündigung. Hier wie dort drückt er das Gleiche aus: Du bist doch der Sieger. Du hast doch die Macht. Deine Erniedrigung, deine Demut darf nicht sein. Und immer wieder muss Jesus uns neu zu erkennen helfen, dass die Macht Gottes anders ist, dass der Messias durch Leiden hindurch in die Herrlichkeit eingehen und in die Herrlichkeit führen muss. Auch wir müssen immer neu lernen, daß Gottes Größe anders ist, als wir uns Größe vorstellen, daß sie gerade im Heruntersteigen, in der Demut des Dienens, in der Radikalität der Liebe bis zur völligen Entäußerung besteht. Wie häufig wollen wir stattdessen einen Gott der Erfolge.


Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir. Joh 13:8

Das ist für mich einer der zentralen Sätze bei der Fußwaschung. Wenn Jesus nicht an mir handelt, habe ich keine Gemeinschaft mit ihm. Sein Handeln an mir macht mich rein. Damit ich Gemeinschaft mit Gott haben kann, muss ich rein sein. Je mehr ich aber ins Licht (=Jesus) komme desto mehr fühle ich mich verschmutzt und der Reinigung bedürftig, vor allem in meinem Herzen. Mein Glaube reinigt mein Herz in Christus. Es ist sein Wort, sein Dasein, das in uns eindringt, unser Denken und Wollen, unser Herz umgestaltet und es so öffnet, dass es ein sehendes Herz wird.

Herr, was du willst, das nehm ich hin und was du willst ist mir Gewinn, genug, dass ich dein eigen bin.


Wenn ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit mir Joh 13,8

Christus ist immer der Kommende, der die Gemeinschaft mit uns sucht, die uns im innersten rein macht. Für dieses Kommen müssen wir wachsam und bereit sein. Wir sind es, die immer wieder abwesend sind im Leben unserer täglichen Routine. Ganz da sein, selbst mitten in Umständen, die du nicht willst, nicht erwartest und nicht magst. Versuche dabei ergebnisoffen zu sein, nur so kann Gott, der deinen freien Willen achtet, dich lenken. Der Mensch denkt, Gott lenkt. Der Weg zu dieser Achtsamkeit ist das Gebet, dass eben nicht funktionalisiert wird zu einem Deal auf Gegenleistung, sondern ein Gebet, dass den Geist leert und das Herz füllt, um zu erkennen, dass du ein lebendiger Tabernakel bist. Ja: „Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“ (Gal 2,20). Das ist Gemeinschaft mit ihm.


Wer vom Bad kommt, ist ganz rein. Joh 13,10

Das Bad ist deine Taufe, dein Eingesenktsein in Christi Tod und Auferstehung. Dieses Bad der Taufe ist die bis in den Tod hineingehende Liebe Jesu, in die wir eingetauft werden. Durch Jesus sind wir rein und empfangen somit das Geschenk der Begegnung mit Gott in Jesus Christus. Das ist das größte Geschenk, dass wir nie als selbstverständlich wahrnehmen dürfen! Die Reinheit ist Geschenk. Das Durchdrungenwerden von seiner Gegenwart ist das Wesentliche.

Ihr seid rein: in diesem wunderbar einfachen Wort Jesu ist das Christusgeheimnisses zusammenfassend ausgesagt. Benedikt XVI


Er braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Joh 13,10

Sich die Füsse von Jesus waschen zu lassen, meint das Bekenntnis der Sünden. Im Bekenntnis unserer Sünden wäscht der Herr immer neu unsere schmutzigen Füße und zubereitet uns so für die Gemeinschaft mit ihm. Schuld braucht Bekenntnis, sonst vergiftet sie im Stillen die Seele. Durch das Bekenntnis tragen wir sie ans Licht, halten sie in Christi reinigende Liebe hinein. Wir müssen anerkennen, daß wir auch in unserer neuen Identität als Getaufte sündigen. Wir brauchen daher dieses Bekenntnis. Denn meine Sünde brennt in mir, ja schuldig ist mein Herz vor dir.

Versteht ihr, was ich euch getan habe Joh 13,12


Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Joh 13:14

Jede gute Tat ist ein Dienst der Fußwaschung! Zum Mut zur Güte sind wir berufen, besonders dem Leidenden und Geringgeachteten gegenüber. In dieser Güte allen Menschen gegenüber dürfen wir verharren und ihr vertrauen trotz der Verletzungen, die uns angetan werden. Uns einander die Füße zu waschen bedeutet in einer noch tieferen Dimension vor allem, einander unermüdlich zu vergeben, immer wieder zusammen einen neuen Anfang zu machen, so unnütz es auch erscheinen mag. Es bedeutet, einander zu reinigen, indem wir uns gegenseitig tragen und es zulassen, daß die anderen uns tragen.


Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr einander die Füße waschen. Joh 13:14

Liebevolle Demut ist eine gewaltige Macht, die stärkste von allen, und es gibt keine andere, die ihr gleichkäme.Es muss jemand da sein, der einen Dienst am anderen tut und es muss einer da sein, der diesen Dienst auch entgegen nimmt. Von beiden ist Demut verlangt. Der Eine lässt sich herab, geht auf die Knie, und tut dem anderen einen Dienst der Nächstenliebe, Werke aus Jesu Christi. Der Andere gibt zu, dass er diesen Dienst der Nächstenliebe braucht.

Dienen heißt Demut lernen! Waldemar Scherer


Ich habe euch damit ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. Handelt ebenso! Joh 13:15

Das Miteinander von Geschenk und Beispiel ist elementar für den christlichen Glauben. Christentum ist nicht ein bloßes ethisches System. Am Anfang steht nicht unser Tun, unser Gutsein. Christentum ist zuallererst Geschenk. Gott gibt sich uns, nicht etwas gibt er uns, sondern sich selbst. Er bleibt immerfort der Schenkende. Deshalb ist der zentrale Akt des Christseins Eucharistie: Dankbarkeit für das Beschenktsein, Freude über das neue Leben, das er uns gibt. Wer sich beschenken lässt, als Beschenkter erfährt, wird selber zum Schenkenden werden. Jedes gute Werk hat seinen innersten Antrieb in dieser Erfahrung: Weil ich vom Herrn beschenkt bin, schenke ich weiter.


Ihr wisst das jetzt alles. Glücklich seid ihr zu nennen, wenn ihr auch danach handelt. Joh 13:17

Danach handeln bedeutet Opfer und Verzicht in den Situationen des Alltags, in denen wir immer wieder neu uns loslassen müssen, wo wir eigentlich an uns festhalten möchten. Geglücktes Leben ohne Opfer gibt es nicht. Das große Ja zum Weg Jesu muß täglich neu gelebt werden, täglich neu müssen wir aufstehen, um uns gegenseitig die Füße zu waschen mit allen Mühen, die damit verbunden sind.

Wir wollen kein anderes Gesetz, kein anderes Muss kennen als das der Liebe. Franz von Sales


Jesus und seine Jünger feiern Abendmahl Joh 13,21-30

Mt 26,20-30; Mk 17-26; L 22,14-30

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten! Johannes 13:21

Beobachte dich selbst und zwar ruhig und nicht urteilend. Erkenne deine eigenen Abgründe, wo du dich letztlich von Jesus abwendest, weltliche Dinge wichtiger sind, du ihn – benutzen wir dieses harte Wort – verrätst. Durch das Beobachten deiner eigenen Abgründe, erkennst du umso besser Gottes Geduld und Erbarmen mit deiner Seele. Der größte Abgrund sind häufig unsere springenden Gedanken, die ununterbrochen alles kommentieren und bewerten. Bedenke: Situationen die uns in der einen Stunde negativ erregen, werden häufig schon in wenigen Stunden oder Tagen dies nicht mehr tun! Wenn wir das begreifen, können wir uns entschließen, diesen Gedanken von Anfang an nicht so viel Macht und Kontrolle über mich einzuräumen. Sei dir sicher: Deine Seele ist viel beständiger und ruhiger als es deine Gedanken und Gefühle je sein könnten.


Es war aber einer unter seinen Jüngern, der zu Tische saß an der Brust Jesu, welchen Jesus liebhatte. Joh 13:23

Wie du das Herz Jesu verehren kannst, da gibt es unterschiedlichste Formen. Ich habe mich für die einfachste entschieden, die aber nicht dadurch weniger tiefgehend ist: Immer wieder am Tag in Momenten der Stille erhebe ich mein Herz und blicke auf sein Herz, ohne Worte. Und obwohl ich eher ein nüchterner und kopflastiger Zeitgeist bin, wird mir da immer ganz warm im Inneren. Ganz genau kann ich das auch nicht erklären. Nur soviel: Wie gut tut es, einfach in seiner Anwesenheit zu verweilen.


Da lehnt sich jener an die Brust Jesu. Joh 13:25

Es ist schön, bei ihm zu verweilen und wie der Lieblingsjünger, der sich an seine Brust lehnte (vgl. Joh 13, 25), von der unendlichen Liebe seines Herzens berührt zu werden. Wenn sich das Christentum in unserer Zeit vor allem durch die »Kunst des Gebetes« auszeichnen soll, wie könnte man dann nicht ein erneuertes Verlangen spüren, lange im geistlichen Zwiegespräch, in stiller Anbetung, in einer Haltung der Liebe bei Christus zu verweilen, der im Allerheiligsten gegenwärtig ist? Wie oft, meine lieben Brüder und Schwestern, habe ich diese Erfahrung gemacht, und daraus Kraft, Trost und Stärkung geschöpft! Johannes Paul II.


Jesus sagt dass Petrus ihn verleugnen wird 13,31-38

Lk 22,31-38

Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. Joh 13:34

Am Ende der Fußwaschung gibt Jesus seinen Jüngern dieses neue Gebot. So lieben wie Jesus! Das ist unmöglich! Darin kann also die Neuheit des Gebotes nicht bestehen. Das Neue des Gebotes kommt vielmehr aus der Gabe des Mitseins und Inseins mit Christus. Nur indem wir uns immer wieder vom Herrn selbst waschen, rein machen lassen, können wir lernen, mit ihm zu tun, was er getan hat. Auf die Einfügung unseres Ich in das seinige kommt es an. Nochmals: Das neue Gebot besteht nicht in einer neuen, schwierigeren Norm. Es ist an die Neuheit Jesu Christus gebunden, eine von Gottes Geist selbst geschenkte neue Innerlichkeit in ihm.


Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. Joh 13:34

Der Heiland hat uns von unserer frühesten Jugend an genährt und gebildet. Er hat uns seit dem ersten Augenblick unserer Empfängnis in die Arme seiner göttlichen Vorsehung genommen. Durch die Taufe hat er uns zu den Seinen gemacht, hat uns mit unvergleichlicher Liebe Nahrung für Herz und Leib gegeben, ist für uns gestorben, um uns das Leben zu erwerben und hat uns mit seinem Fleisch und Blut genährt. Was tut aber unser Erlöser da? Er richtet alles auf, er reinigt alles, er tötet alles ab, er belebt alles. Er liebt im Herzen. Er tut alles in allem, und dann leben wir, nicht mehr wir selbst, sondern Jesus Christus lebt in uns. Welche Folgerungen haben wir zu ziehen, als daß die, alle Augenblicke unseres Lebens ihm zu schenken.

Deine Hände haben mich gemacht. Ps 119:73


Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. Joh 13:34

Der Grund, warum wir Gott lieben, ist Gott selbst. Der Grund, warum wir uns selbst lieben, ist weil wir ein Bild und Gleichnis Gottes sind. Nachdem aber alle Menschen diese gleiche Würde besitzen, lieben wir sie auch wie uns selbst, nämlich als heilige, lebendige Abbilder Gottes. Ein und dieselbe heilige Liebe die Gottesliebe wie die Nächstenliebe sind so eins. Die Liebe hebt unseren Geist hinauf zur Vereinigung mit Gott, um uns dann wieder zum liebreichen Verkehr mit dem Nächsten zurückzuführen, der ja ein Abbild Gottes ist. Den Nächsten mit heiliger Liebe lieben, heißt Gott im Menschen oder den Menschen in Gott lieben. Es heißt, Gott aus Liebe zu ihm selbst und das Geschöpf aus Liebe zu Gott lieben.


An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Joh 13:35

Das Jüngersein kann nicht vom Dienst am Menschen getrennet werden. Durch Gott, unseren Vater, sind wir Geschwister. Mensch zu sein bedeutet, Hüter des Nächsten zu sein. Auf diesem Weg folgen wir Jesus und werden darin seine Jünger. Das ist häufig alles andere als rührselig, sondern vielmehr oft anstrengend. Liebe und Kreuz sind oft identisch. Schau doch auf das Kreuz, das Jesus aus Liebe auf sich nahm. Darin folgen wir ihm. So lasst uns gerade auch dann lieben, wenn es uns Kraft und Mühe kostet. Gott wird uns in seiner Gande die notwendige Kraft schenken.

Die Liebe hat eine göttliche Kraft, wenn sie wahrhaft ist und das Kreuz nicht scheut. Pestalozzi


An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Joh 13:35

In der Liebe befolgen wir nicht ein ethisches Gebot, sondern in der Liebe tauchen wir ganz in die Einheit mit Christus, der am Kreuz alle an sich zieht. Fast flehend und bittend höre ich Jesus, der spricht: Bleibt in meiner Liebe! Bleibt in meiner Liebe. Bleibt in meiner Liebe! (Joh15:9). In diesem “In-der-Liebe-bleiben” begegne ich dem anderen, schaue letztlich mit Jesus Augen auf ihn.


An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Joh 13:35

Sie sollen nicht nur fromm sein und die Frömmigkeit lieben, sondern sie auch jedermann liebenswert machen. Das tun Sie aber, wenn sie anderen nützlich und angenehm wird. Die Kranken werden Ihre Frömmigkeit lieben, wenn sie dadurch liebevollen Trost empfangen; Ihre Familie, wenn sie erkennt, daß Sie dadurch viel mehr auf ihr Wohl bedacht sind, milder in geschäftlichen Dingen, gütiger im Tadel usw.; Ihr Herr Gemahl, wenn er sieht, daß Sie mit wachsender Frömmigkeit umso herzlicher ihm gegenüber und zärtlicher in der Zuneigung zu ihm sind; Ihre Verwandten und Freunde schließlich, wenn sie erkennen, daß Sie ihren Wünschen, die jenen Gottes nicht zuwiderlaufen, mehr Offenheit, Unterstützung und Nachgiebigkeit entgegenbringen. Kurz, wir müssen unsere Frömmigkeit möglichst anziehend gestalten. Franz von Sales


Eure Liebe zueinander wird der Welt zeigen, dass ihr meine Jünger seid. Joh 13:35

Ich sage immer, dass die Liebe zu Hause beginnt. Zuerst ist da die Familie und dann eure Stadt. Es ist sehr einfach, zu behaupten, man liebe die Menschen, die weit entfernt sind, aber sehr viel weniger einfach ist es, die zu lieben, die mit uns zusammen leben oder in unserer Nähe. Um jemanden lieben zu lernen, muss man sich ihm nähern. Jeder braucht die Liebe. Jeder von uns braucht die Gewissheit, dass er für die anderen zählt und dass er einen unschätzbaren Wert darstellt in den Augen Gottes. Christus lieben wir in jedem Armen, und jedes menschliche Wesen auf der Erde ist in irgendeiner Weise arm. Ich erinnere euch immer daran, dass unser Tag 24 Stunden hat, die wir mit Jesus verbringen. (Teresa von Kalkutta)


An eurer Liebe zueinander wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid. Joh 13:35

Selig ist jener Mensch, welcher die Liebe Gottes hat. Denn er trägt Gott in sich umher, weil Gott die Liebe ist und, wer in der Liebe bleibt, in Gott bleibt. Wer die Liebe besitzt, überwindet Alles mit Gott. Wer die Liebe hat, fürchtet sich nicht, denn die Liebe treibt die Furcht aus. Wer Liebe hat, verabscheut Niemanden jemals, weder einen Kleinen noch Großen, weder einen Angesehenen noch Gemeinen, weder einen Armen noch Reichen. Die Liebe deckt. Das Zudecken erklären Einige als liebevolles Entschuldigen der Fehler des Nächsten, andere als Ertragen, Aushalten. Er verhöhnt den Strauchelnden nicht, sondern bemitleidet und unterstützt ihn. Er verachtet den Bruder in der Not keineswegs, sondern steht ihm bei und ist bereit mit ihm zu sterben. Wer Liebe hat, tut den Willen Gottes und ist sein Jünger. Wer Liebe hat, sieht Keinen für einen Fremdling, sondern Alle als die Seinigen an. Ephräm der Syrer


Du willst für mich sterben? Ich versichere dir: Ehe der Hahn kräht, wirst du dreimal geleugnet haben, mich zu kennen! Joh 13:38

Die Verleugnung Jesu war eine sehr schwere Sünde durch verschiedene Umstände: Erstens aufgrund der Wiederholung der gleichen Sünde. Zweitens, weil sie am Tag der Kommunion und der vollkommenen Reinigung durch die Fußwaschung geschah. Drittens weil sie in der Nacht geschah, in der die Sünde getilgt wurde. Viertens weil sie im gleichen Haus mit Christus geschah. Fünftens geschah sie aus einem winzigen Anlaß. Zuletzt geschah sie durch den, von dem man es am wenigsten erwartet hätte, wegen der zahllosen Wohltaten, die er empfangen hatte und weil er ausdrücklich versprochen hatte, standhaft zu sein. Als er seine schwere Sünden erkannte, zog er sich sogleich zurück, um sie bitterlich zu beweinen, und nicht nur damals, sondern er beweinte sie ein Leben lang. Franz von Sales

Du kannst Gott verleugnen – er liebt dich immer noch. Max Lucado


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