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24 Judas

Judas – Auslegungen

Judas – Kapitel 1

Judas 1,1:

Judas […] schreibt diesen Brief an alle, die Gott zum Glauben berufen hat. Gott, der Vater, liebt euch, und Jesus Christus wird euch sicher ans Ziel bringen. Judas 1:1

Der Verfasser ist Judas, vermutlich ein Halbbruder von Jesus. Drei Tatsachen der Empfänger des Briefes werden genannt, die ebenso auf uns zutreffen. Erstens sind wir zum Glauben berufen, d.h. Gott ruft uns unentwegt und wir folgen ihm im Glauben. Zweitens sind wir Geliebte Gottes. Er liebt dich und mich unbeschreiblich. Drittens sind wir nicht allein auf unserem Lebensweg. Christus geht mit und bringt uns ans Ziel. Er bewahrt uns.

Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr! Judas 1:2

Judas 1,3:

Kämpft für den Glauben. Judas 1:3

Die Gemeinden sind durch eindringende Irrlehren gefährdet. Auch wir sollten uns nicht in hochmütiger Selbstsicherheit wiegen. Dennoch: habe keine Angst. Habe beharrlichen Mut, auch wenn der Feind viel lärmt und wenn du gegen den Glauben versucht wirst. Weise Falsches zurück und kämpfe für den Glauben. Lasse dich erbauen, indem du Zeit mit Gottes Wort verbringst und dich beim Beten vom Heiligen Geist leiten lässt.

Judas 1,20:

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube, den Gott euch selbst geschenkt hat, wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf! Judas 1:20

Das Gebet ist die elementarste Äußerung unseres Glaubens. Dein Glaube bleibt nur lebendig, wenn du betest. Du kannst nicht glauben, ohne zu beten und um beten zu können, musst du glauben. Der Glaube drückt sich im Gebet aus, und das Gebet macht den Glauben stark. Augustinus drückt das so aus: Laßt uns also glauben, um zu beten, und beten, damit uns dieser Glaube nicht fehlt. Der Glaube bringt das Gebet hervor, das kommende Gebet verleiht dem Glauben Festigkeit.

So gehe in deinen Tag mit all seinen Aufgaben, Mühen und auch Freude und bete und glaube.

Judas 1,21:

Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes. Judas 1:21

Da dieser Brief vom Abfall und seinen Folgen spricht, ist ein Schlüsselbegriff bewahren. Ganze fünf mal kommt er in dem Brief vor. Vertraue Gott, dass er dich vor einem Abirren vom Glauben bewahrt. Der Brief des Judas kann dabei eine Hilfe sein. Er warnt vor dem schlechten Weg und möchte uns zum guten Weg hinführen. Mit zahlreichen Konkretisierungen vertieft er dies. Um diese Beispiele soll es nun die nächsten vier Tage gehen.


Der schlechte Weg

• Judas 1:4: Sie wollen von Gott nichts wissen … lassen wir die Sehnsucht nach Gott nicht verkümmern.


• Judas 1:10: Sie folgen nur ihren Trieben … lassen wir die Vernunft in uns regieren, die uns fähig macht, uns für das Gute zu entscheiden.


• Judas 1:12: Sie haben nur sich selbst und ihr Wohl im Blick … lassen wir uns von der Not des anderen berühren und eilen ihm zur Hilfe

• Judas 1:16: Diese Leute sind ständig unzufrieden … lassen wir uns nicht zum Murren hinreißen. Der Herr ist mein ein und alles, meine ganze Freude.


• Judas 1:16: Sie lassen sich von ihren Begierden antreiben … lassen wir uns dagegen von der Bescheidenheit leiten und widerstehen den Lockungen der Welt


• Judas 1:19: Ihr ganzes Tun und Denken ist auf diese Welt ausgerichtet … unsere Heimat dagegen ist im Himmel


Der gute Weg

• Judas 1:3: Kämpft für den Glauben … nicht mit Waffen, sondern in Geist und Herz. Vertraut Gott!


• Judas 1:20: Betet im Heiligen Geist … so dass ihr unentwegt in Kontakt mit Gott steht, mehr noch, dass ihr in ihm lebt.


• Judas 1:21: Bewahrt euch selbst in der Liebe Gottes … denn diese Liebe immer tiefer zu erkennen und sich nach ihr zu sehnen, stärkt unseren Glauben

• Judas 1:21: Hofft auf die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben … denn diese Hoffnung wird nicht enttäuscht werden.


• Judas 1:22: Kümmert euch liebevoll um alle, die im Glauben unsicher geworden sind … denn Kinder eines Vaters sind wir, Geschwister im Glauben, herzlich verbunden.


• Judas 1:23: Begegnet allen Menschen mit Güte … denn so folgen wir unserem Herrn Jesus Christus!