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2. Petr Kap 1

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem zweiten Brief des Petrus Kap. 1


Jesus Christus hat uns in seiner göttlichen Macht alles geschenkt, was wir brauchen, um so zu leben, wie es ihm gefällt. Denn wir haben ihn kennen gelernt. Er hat uns durch seine Kraft und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen. 2. Petr 1:3

Im Kennenlernen Gottes haben wir Gemeinschaft mit Gott. Dies ist unser geschenkter “kostbarer Glaube” (1. Petr 1,1). Dieser Glaube ist so kostbar, denn er enthält den unergründlichen Reichtum des Christus, durch den wir von unserer Schuld frei gesprochen sind. Aus seiner Gemeinschaft bekommen wir die Kraft zu einem frommen Leben. Das ist dann der Fall, wenn wir Gott in die täglichen Situationen hineinbringen. Wir können es mit einer Uhr vergleichen. Eine Uhr besteht aus dem Uhrwerk und dem Zifferblatt. Das Uhrwerk stellt das innere Leben mit Gott dar und das Zifferblatt mit den Zeigern das sichtbare Leben. So wirkt eine intakte Gemeinschaft mit Gott sich auf ein korrektes Verhalten vor den Menschen aus.

Er hat euch zugesagt, dass ihr an seinem ewigen Wesen und Leben Anteil habt. 2. Petr 1:4


Setzt alles daran, dass euer Glaube sich in einem vorbildlichen Leben auswirkt. Ein solches Leben wird dazu führen, dass ihr Gott immer besser kennen lernt. 2. Petr 1:5

Alles daran setzen bedeutet sich anzustrengen. Wer passiv bleibt, wird nicht wachsen und es besteht die Gefahr, dass unser Glaube einschläft. Wer gesund ist im Glauben, will den Herrn besser erkennen, er will ihn inniger lieben, er will ihm treuer dienen, er will den Geschwistern nützlicher sein. Der Glaube muss Werke und Wirkungen des Glaubens hervorbringen. Gott hat uns reich beschenkt, damit wir uns daran freuen und daraus Kraft für ein Leben zu seiner Ehre schöpfen.

So lasst uns in allen Tugenden wachsen.
Daraus entsteht immer größere Selbstbeherrschung, die zu wachsender Ausdauer führt, und aus der wiederum erwächst wahre Liebe zu Gott. 2. Petr 1:6


Wer Gott liebt, wird auch seine Brüder und Schwestern lieben und schließlich werden alle Menschen diese Liebe zu spüren bekommen. 2. Petr 1:7

Ich kann darauf vertrauen, dass ich fruchtbar sein werde, wenn ich dem Herrn gehöre. Wenn ich ihm täglich vertraue, täglich auf sein Wort höre und ich mich von ihm führen lasse, dann wird sich mein Leben mit guten Früchten füllen. Damit dürfen wir rechnen. Denn das Evangelium, dem wir geglaubt haben, ist Gottes Kraft zum Heil und darum bringt es Frucht und wächst, gerade auch dann, wenn es schwierig ist. Üben wir uns in der Liebe und im Vertrauen, dann bringt das uns näher zu unserem Herrn. Denn herzliche Liebe ist ohne kindliches Vertrauen nicht denkbar.

Wenn all das euer Leben zunehmend bestimmt, wird euer Glaube nicht leer und wirkungslos bleiben, sondern ihr werdet unseren Herrn Jesus Christus immer besser kennen lernen. 2. Petr 1:8


Ich will euch immer wieder an all dies erinnern. 2. Petr 1:12

Wir müssen etwas tun gegen das Vergessen, denn was wir vergessen, hat keine Wirkung mehr auf unser Gewissen und keine Kraft auf unsere Handlungen. Darum lehrte Jesus die gleichen Wahrheiten bei verschiedenen Gelegenheiten. Vergessen bedeutet soviel wie aus dem Glauben fallen. In der täglichen Erinnerung an Jesus Christus aber wird mir zugesagt, daß Gott mich von Ewigkeit her geliebt und mich nicht vergessen hat. Unsere Seele lobe und preise den Herrn und vergesse nie, was er uns Gutes getan hat. Was hat der Herr dir schon alles Gutes getan?

Trotzdem halte ich es für meine Pflicht, euch immer wieder daran zu erinnern und euch wach zu halten, solange ich lebe. 2. Petr 1:13


Mit unseren eigenen Augen haben wir seine herrliche Größe ja schon gesehen. 2. Petr 1:16

Petrus berichtet hier von der Verklärung. Jesus taucht in Gott ein. Jesus vereint sich innig mit Gott, er bejaht mit seinem menschlichen Willen den Willen der Liebe Gottes und so bricht das Licht über ihn herein und die Wahrheit seines Seins kommt sichtbar zum Vorschein. Er ist Gott, Licht vom Licht. Die Verklärung ist Vorwegnahme der Auferstehung, diese aber setzt den Tod voraus. Jesus offenbart vor den Aposteln seine Herrlichkeit, damit sie die Kraft haben, dem Ärgernis des Kreuzes entgegenzutreten und verstehen, daß man durch viel Bedrängnis hindurchgehen muß, um zum Reich Gottes zu gelangen.

Als Jesus mit uns auf dem heiligen Berg war, haben wir selber die Stimme Gottes, des Höchsten, gehört. Vom Himmel her sprach er: Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich mich von Herzen freue. 2. Petr 1:17‭-‬18


Gottes Zusagen leuchten wie ein Licht in der Dunkelheit, bis der Tag anbricht und der aufgehende Morgenstern in eure Herzen scheint. 2. Petr 1:19

Gottes Wort ist uns ein Licht, das an diesem dunklen Ort leuchtet. Dieser dunkle Ort ist viel zu oft unser Herz, das verfinstert ist. Gottes Wort scheint bis der Tag anbricht und Christus erscheint in unserem Herz. Der Morgenstern ist Christus selbst. Er ist wie ein heller Stern in dunkler Nacht, der uns Orientierung gibt. Christus leuchtet den Glaubenden bereits als Morgenstern, bevor er, für alle sichtbar, als Sonne der Gerechtigkeit aufgeht. Lasst uns im Herzen uns ihm immer wieder neu zuwenden, damit sein Licht unsere Finsternis erleuchtet.

Wenn böse Gedanken Sie überkommen und Sie ihrer gewahr werden, verrichten Sie einen positiven Akt durch ein entgegengesetztes Herzensgebet und verlieren Sie nicht Ihre Zeit mit Grübeleien, sondern gehen Sie darüber hinweg. Franz von Sales

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