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1. Petr Kap 5

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Petrus Kap. 5


Hütet die Herde Gottes als gute Hirten, und das nicht nur aus Pflichtgefühl, sondern aus freien Stücken. 1. Petrus 5:2

Auch wir geben unser Leben hin. Tag um Tag üben wir uns im Erkennen darin, dass ich mein Leben nicht für mich selber habe. Lerne, dich selbst los zu lassen. Lasse dich als Werkzeug Gottes benutzen, da wo er dich gerade braucht, auch wenn dir anderes schöner oder wichtiger erscheint. Du bist dazu berufen Hüter deiner Brüder und Schwestern zu sein. Das Leben für sie geben, nicht nehmen. Gerade so erfahren wir Freiheit. Freiheit von uns selbst, die Weite des Seins. Gerade so, im Gebrauchtwerden, dadurch daß wir jemand sind, der in der Welt gebraucht wird, wird unser Leben wichtig und schön. Nur wer sein Leben gibt, findet es. Nur in der Hingabe gelangen wir zum innersten Wesen der Liebe und beheimaten so unsere Seele im Herzen des guten Hirten Jesus Christus.

Das innerste Wesen der Liebe ist Hingabe. Edith Stein


Gott widersteht den Hochmütigen, aber den Demütigen gibt er Gnade. 1.Petr 5,5

Demut: Ich erkenne an, dass Gott unendlich viel größer ist als ich selbst. Das ist die Haltung, in der wir jeden Tag neu mit geöffneten Händen sagen können: Ich brauche dich, Gott. Solche Hände werden gefüllt. Wir werden beschenkt. Gott lässt uns leben als seine geliebten Geschöpfe völlig unverdient aus Gnade. “Deshalb beugt euch unter Gottes mächtige Hand.” (1. Petr 5:6). In dieser demütigen Haltung dürfen wir zu Gott mit allem kommen, was uns beschäftigt..


Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch.1. Petrus 5:7

Abbas Agueras sagte mir: Ich ging eines Tages zu Abbas Poimen und sagte ihm: Ich bin überall hingegangen, um dort zu bleiben, aber ich habe die Ruhe nicht gefunden. Wo willst du, dass ich bleibe? Der Alte antwortete: Es gibt in unseren Tagen keinen Krieg mehr in der Wüste. Geh, such dir eine zahlreiche Menge, bleibe unter ihr und lebe wie einer, der nicht existiert und sage: Ich bin ohne Sorge. So wirst du die höchste Ruhe haben. Apophthegmata

Das Leben unter Menschen ist immer eine spirituelle Übung, zum einen um mich nicht über die Menschen zu definieren, sondern allein in und durch Gott. Zum andern, um mich in der Sorglosigkeit zu üben, Vertrauen darauf, dass Gott für mich sorgt. Das schenkt mir Ruhe mitten unter den Menschen


Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. 1. Petrus 5:7

Wir dürfen uns nicht dabei aufhalten, dies oder jenes zu wünschen oder zu wollen, sondern müssen es Gott für uns wollen und tun lassen, wie es ihm gefällt. Das ist die Stille unseres Willens, der gar nichts will, sondern einfach allem zustimmt, was Gott in uns, an uns und aus uns machen will. Wir müssen „unsere ganze Sorge auf ihn werfen, weil er für uns sorgt. Herr, ich will nicht, daß das oder jenes geschieht, ich überlasse es Dir, alles für mich ganz nach Deinem Belieben zu wollen. Anstatt es zu wollen, will ich Dich preisen dafür, daß Du es gewollt hast. Wie herrlich ist diese Haltung unseres Willens, wenn er von der Sorge abläßt und stattdessen voller Lob und Dankbarkeit für Gott ist.

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