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1. Petr Kap 4

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Petrus Kap. 4


Weil Christus als Mensch gelitten hat, sollt ihr euch dieselbe Haltung wie er zu eigen machen. 1. Petr 4:1

Wir müssen alles tun, um Leid zu überwinden, aber ganz aus der Welt schaffen können wir es nicht, weil wir unsere Endlichkeit nicht abschütteln können und weil niemand von uns imstande ist, die Macht des Bösen aus der Welt zu schaffen, die immerfort Quell von Leiden ist. Sehen wir daher im Leid stets auch eine Prüfung, an der wir wachsen und reifen können. Vergessen wir nie, dass Gott gerade auch in der für uns schwierigsten und unangenehmsten Zeit da ist! Nur diese große Hoffnungsgewißheit, dass trotz allen Scheiterns mein Leben in einer unzerstörbaren Macht der Liebe geborgen ist und von ihr her Sinn und Bedeutung hat, kann dann noch Mut zum Wirken und zum Weitergehen schenken. (Benedikt XVI)


Seid wachsam und besonnen, werdet nicht müde zu beten. 1. Petrus 4:7

Wir sollen erwartungsvoll leben, weil Christus bald wiederkommen wird. Zur Vorbereitung auf die Begegnung mit ihm gehört, dass wir ständig in der Liebe zu Gott und zu anderen Menschen wachsen (siehe die Zusammenfassung des Gesetzes durch Jesus in Matthäus 22,37-40). Es ist wichtig, regelmäßig zu beten und bedürftigen Menschen zu helfen. Unser Besitz, unser Status und unsere Macht haben in Gottes Reich überhaupt keine Bedeutung, aber wir werden die Ewigkeit mit anderen Menschen verbringen. Investieren Sie Ihre Zeit und Ihre Talente dort, wo sie etwas bewirken, das für die Ewigkeit Bedeutung hat.


Liebe sieht über Fehler hinweg. 1. Petr 4:8

Die Liebe deckt Sünden zu, wenn wir Fehler und Sünden des Nächsten nicht dramatisieren, sie nicht immer und immer wieder dem anderen unter die Nase halten, sie darüber nicht richten und verurteilen, sondern dem anderen trotz seiner Fehler und Sünden liebevoll und mitfühlend begegnen. Das alles aus dem Geist heraus, dass wir doch alle mit allerlei Kämpfen und Schwächen im Leben konfrontiert sind. Lasst uns von Herzen alles dafür tun, dass unsere Seele, unser Innerstes dem Nächsten freundlich begegnet.

Nehmt einander gastfreundlich auf. 1. Petr 4:9


So ehren wir Gott mit allem, was wir haben und tun. 1. Petrus 4:11

Im hebräischen Ursprung bedeutet Ehre Gewicht. Ehren bedeutet: Gott bekommt Gewicht. Bei kleinen wie großen Entscheidungen des Lebens frage ich nach seinem Willen und versuche danach zu handeln. Dadurch ehre ich Gott.Der Wille Gottes im innersten Kern ist die Liebe. Jeder Mensch hat eine Gabe von Gott, mit welcher er anderen Gutes tun kann. Dazu ist er berufen. Der eine kann gut zureden, der andere gut zuhören, wieder ein anderer packt konkret unterstützend an und und und. Immer wieder kostet das auch Überwindung, weil’s uns gerade nicht in den Kram passt, dieses oder jenes zu tun. Tun wir es dennoch, dann werden wir den Willen Gottes erfüllen und zum Segen für andere Menschen werden! Lasst uns also stets Gutes denken, Gutes sagen und Gutes tun und in alledem Gott ehren.


Freut euch vielmehr darüber, dass ihr mit Christus leidet. Dann werdet ihr auch jubeln und euch mit ihm freuen, wenn er in all seiner Herrlichkeit erscheint. 1. Petr 4:13

In unserem Leid sind wir nicht allein, sondern wir leiden mit Christus und er mit uns. Und wir leiden mit unserem Nächsten. Nicht die Flucht vor dem Leiden heilt den Menschen, sondern die Fähigkeit, das Leiden anzunehmen und in ihm zu reifen, in ihm Sinn zu finden durch die Vereinigung mit Christus, der mit unendlicher Liebe gelitten hat. Das Annehmen des anderen, der leidet, bedeutet, dass ich mir sein Leid selbst zueigne, dass es auch mein Leiden wird. Dadurch, dass es nun geteiltes Leid geworden ist, dringt das Licht der Liebe in dieses Leiden ein. Und eben das ist Grund zur Freude und Jubel.Am Anfang der Christenheit erlitten viele Christen das Martyrium. Sie wurden aufgrund ihres Glaubens vielfach angegriffen bis hin zur Tötung. Der erste Brief des Petrus möchte diese Christen in ihrer Bedrängnis stärken.

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