Anmeldung ->

1. Petr Kap 3

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Petrus Kap. 3


Eure Schönheit soll von innen kommen! Ein freundliches und ausgeglichenes Wesen ist euer unvergänglicher Schmuck. 1. Petr 3:3‭-‬4

Vielfach konkretisiert wird diese innere Schönheit im Kapitel 3, damit wir den Willen Gottes immer besser erkennen. Ich finde solche Auflistungen immer sehr hilfreich.

• Haltet einmütig zusammen!• Nehmt Anteil am Leben des anderen• Liebt einander als Geschwister!• Geht barmherzig miteinander um• Seid nicht überheblich.• Vergeltet nicht Böses mit Bösem• Gutes tun• für den Frieden einsetzen


Seid voller Mitgefühl, liebt einander! 1. Petr 3:8

Mitgefühl für das Wohlbefinden anderer ist das Bindeglied zwischen dem Einfühlungsvermögen und Handlungen der Güte. Das fängt nicht gleich bei den großen Taten an. Man kann schlicht versuchen, nett zu sein, wenn man morgens unterwegs ist und guten Morgen zu den Leuten sagt, denen man begegnet oder man kann lächeln, wenn einem nicht danach ist. Du kannst jeden, den du begegnest, segnen. Das hilft dir dabei, weniger egozentrisch zu sein, sondern in einer Haltung des Mitgefühls zu leben. Das Leben in der Freude wird bewahrt, wenn wir uns auf andere konzentrieren. Anderen Freude zu schenken ist ein Weg, selbst in der Freude zu bleiben.


Vergeltet nicht Böses mit Bösem […] Im Gegenteil: Bittet Gott um seinen Segen für den anderen. 1. Petr 3:9

Erhebe deine Hand nicht zum Schlag, öffne deinen Mund nicht im Zorn, sondern sei still. Was kann denn der dir schaden, der dir Böses antut. Nicht dir schadet es, aber ihm schadet es. Unrecht leiden schadet keinem Christen. Aber Unrecht tun schadet. Nur eines will ja der Böse bei dir erreichen, nämlich, daß du auch böse wirst. Aber damit hätte er ja gesiegt. Darum vergilt nicht Böses mit Bösem. Wie geschieht das? Nicht dadurch, daß wir dem Bösen des anderen Nahrung geben an unserm Bösen, sondern dadurch daß das Böse ins Leere stößt und nichts findet, woran es sich entzünden kann. Indem wir es vergeben ohne Ende. Indem wir den Feind sehen als den, der er in Wahrheit ist, als den, für den Christus starb, den Christus liebt. Bonhoeffer

Lasse dich nicht dazu herab, zurück zu schlagen, wenn andere dich verletzen. Bete für diese Menschen, statt deiner Wut freien Lauf zu lassen.


Habt Mitgefühl! 1. Petr 3:8

Wichtig ist es, immer wieder vom Denken in das Fühlen zu kommen. Wir sind eine große Familie. Weil Gott unser Vater ist, sind wir alle wie Schwestern und Brüder miteinander verbunden. Wenn mir der andere Mensch emotional nahe rückt, dann beginnt das Mitgefühl. Achte zunächst immer auf dein Gefühl für andere. Mehre dein Mitgefühl für andere. Dann werden auch die Taten wie von alleine folgen. Aus dem Fühlen erwächst das Tun. Nicht einfach ein Tun, damit irgendwo Barmherzigkeit geübt wurde. Sondern wirklich ein Tun, das konkret dort ansetzt, wo die Bedürfnisse des anderen liegen. Es geht also um einen Blick der Liebe, der fast schon von alleine in die Tat führt.

Man versteht hier unter der Barmherzigkeit nicht nur das Almosengeben, sondern sie bezieht sich auf alle Sünden und Fehler eines Bruders, wenn wir einer des anderen Last tragen sollen. Hieronymus


Bittet Gott um seinen Segen für den anderen. 1. Petr 3:9

Segnen heißt, die Hand auf etwas legen und sagen: Du gehörst trotz allem Gott. So tun wir es mit der Welt, die uns solches Leiden zufügt. Wir verlassen sie nicht, wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht, sondern wir rufen sie zu Gott. Wir geben ihr Hoffnung, wir legen die Hand auf sie und sagen: Gottes Segen komme über dich. Wir haben Gottes Segen empfangen im Glück und im Leiden. Wer aber selbst gesegnet wurde, der kann nicht mehr anders, als diesen Segen weitergeben, ja er muss dort, wo er ist, ein Segen sein. Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden. Dieses Unmögliche ist der Segen Gottes. Bonhoeffer


Bittet Gott um seinen Segen für den anderen. Denn ihr wisst ja, dass Gott auch euch dazu berufen hat, seinen Segen zu empfangen. 1. Petrus 3:9

Segnen und gesegnet werden ist eines der wertvollsten Geschenke, die uns anvertraut sind. Segnen bedeutet, den Namen Gottes auf Menschen zu legen. Segen ist mehr als ein Wunsch. Wenn du gesegnet wirst, dann wird der Name Jesus auf dich gelegt. Das steht nun über deinem Leben und soll sich nun in deinem Leben als Gesegneter entfalten. Mit dem Geschenk des Segens ist mir aber auch etwas in die Hand gelegt worden, für das ich nun verantwortlich bin. Als Gesegneter bin ich Segensträger. Wir dürfen und sollen den Segen auch an andere weitergeben. Sprich heute Menschen, denen du begegnest in Gedanken oder ausgesprochen ein Gott segne Sie oder Jesus Christus segne dich. Das hat Kraft. Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit Dir !


Seid immer bereit, Rede und Antwort zu stehen, wenn euch andere nach der Hoffnung fragen, die euch erfüllt. 1. Petr 3:15

Auf Erden müssen wir immer wieder zwischen Furcht und Hoffnung kämpfen, wobei aber die Hoffnung immer stärker sei, in Anbetracht der Allmacht dessen, der uns beisteht. Hab also keine Angst vor Problemen. Schrecke nicht vor ihnen zurück, sondern lebe in der Hoffnung, die in Jesus Christus gegründet ist. Auch in deiner persönlichen Erfolgs- und Hoffnungslosigkeit, in mancher Frustration oder Lebensangst steht Jesus am Ufer deines Lebens. Darauf darfst du wirklich vertrauen. Davon darfst du selbst auch Zeugnis geben in der dir angemessenen Form und Weise.

Herr Jesus, du wirst immer meine Hoffnung und mein Heil im Land der Lebenden sein. Franz von Sales


Christus ist der Sünden wegen ein einziges Mal gestorben, er, der Gerechte, für die Ungerechten, um euch zu Gott hinzuführen. 1 Petr 3,18

Gerechtigkeit im biblischen Sinne bedeutet, vor Gott bestehen zu können. Nun wissen wir, dass wir selbst nicht in dieser idealen Weise glauben, sondern immer wieder eigene Wege gehen und dabei auch Reinfälle erleben. Zum Glück für uns, vergibt uns Gott aber immer wieder, wenn wir falsche Wege als solche erkennen, von diesen umkehren und um Vergebung bitten. Wir sind hier wie Auszubildende, die nicht perfekt sind sondern Fehler machen. Wichtig ist es, dass wir bei Jesus in der Ausbildung bleiben – und wenn es der Herr schenkt, vielleicht auch Fortschritte machen dürfen – um am Ende aus Gnaden angenommen zu werden.

Gott, ich glaube, dass du hier und jetzt für mich gegenwärtig bist und dass du mich liebst. Gott, du kennst meine Schwächen besser als ich selbst. Hilf mir mit deinem Licht, diesen Tag zu überschauen. Ignatius von Loyola

📲 Link zum heutigen Impuls

📲 Link zum heutigen Impuls