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1. Petr Kap 2

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief des Petrus Kap. 2


Jesus Christus ist der von den Bauleuten verworfene Stein. 1. Petrus 2,4-9

Jesus hätte ja der im Leiden noch gefeierte Christus sein können. Auf dem Leiden könnte ja noch die Bewunderung der Welt liegen, eigene Ehre und Würde tragen. Das Verworfenwerden nimmt dem Leiden jede Würde und Ehre, sind der zusammenfassende Ausdruck für das Kreuz Jesu, für seine unbegreifliche Liebe zu uns, zu dir! Genau das will die Passionsmystik: nicht das Betrachten der Leiden Christi für sich hat Wert, sondern allein das Nachspüren seiner Liebe zu uns, die in diesem Leiden zum Ausdruck kommt.


Lasst euch selbst als lebendige Steine in das Haus einfügen. 1. Petr 2:5

Als Nachfolger des Christus bilden wir zusammen einen lebendiges geistliches Haus mit Christus als Fundament und Eckstein und jedem einzelnen Christen als einem Stein. Wir leben in Gemeinschaft. Ein einzelner Stein ist ein Stein und nichts mehr. Erst viele Steine geben ein Haus. Und das Schönste. Kein Stein muss perfekt sein. Gott fügt alles in sein Bauwerk ein. Michael von Faulhaber dazu: Menschliche Schwachheit kann die Pläne der göttlichen Allmacht nicht umstoßen. Ein göttlicher Baumeister kann auch mit fallenden Steinen arbeiten.

Zu ihm dürft ihr kommen. Er ist der lebendige Stein. Wer auf ihn baut und ihm vertraut, steht fest und sicher. 1. Petr 2:4;6


Ihr aber seid ein von Gott auserwähltes Volk, seine königlichen Priester, ihr gehört ganz zu ihm und seid sein Eigentum. 1. Petrus 2,9

Das Fundament der Fürbitte muss Liebe sein – denn die Liebe öffnet die Tür zum Herzen Gottes und sie öffnet auch die Tür zu den Herzen der Menschen. Durch das Priestertum der Taufe (ich wiederhole mich da, da es so wichtig ist!) sind wir zu dieser liebenden Fürbitte beauftragt, es ist mehr als eine Möglichkeit, es ist Auftrag der Jünger Jesu. Und diese Fürbitte, das habe ich häufig selbst erlebt, verändert meine Einstellung zum anderen Menschen. Vorurteile, Antipathien und Gleichgültigkeit werden abgebaut. Ich finde Zugang zu den Herzen derer, für die ich bete. Eine christliche Gemeinschaft lebt aus der Fürbitte der Glieder füreinander, oder sie geht zugrunde.


Früher kanntet ihr Gottes Barmherzigkeit nicht; doch jetzt habt ihr sie erfahren. 1. Petrus 2,10

Nichts ist dem Menschen so nötig wie die Barmherzigkeit Gottes. Das mag ich in dieser Woche fast aufdringlich wiederholen, aber eben nur darum, weil dies für mich und dich so wichtig ist. In einem Zeitgeist, wo wir uns immer häufiger am liebsten nur auf uns selbst verlassen und die Selbstverwirklichung ganz oben auf der Prioritätenliste steht, wird das “Nicht-Vergessen” dieser göttlichen Barmherzigkeit immer wichtiger für unsere Seele. Aus tiefster Seele hoffen wir auf den Herrn ; er allein ist unsere Hilfe und der Schild, der uns schützt. (Ps 33:20)Der Barmherzigkeit Gottes muss ich mich öffnen bzw. ich kann sie auch ablehnen. Das ist nicht nur eine Theorie-Kopf-Entscheidung, sondern, lebensverändernd-allumfassend:

Da fielen sie vor ihm nieder und umklammerten seine Füße. Mt 28:9


Ihr seid freie Menschen. 1. Petr 2:16

Was ist genug für mich? Wann habe ich genug gearbeitet, Länder besucht, Anerkennung bekommen u.a.? Wann ist es genug? Wo ist die Grenze? Wo ist mein Maß? Wenn ich innerlich spüre, dass ich nicht alles haben muss, entsteht ein Gespür für wahre Freiheit dafür, wann es für mich genug ist. Wer sagen kann „Ich habe genug“ der wird frei von dem Diktat des Immer mehr haben Müssens. Ganz tief leuchtet es plötzlich auf: Gott allein genügt. “Nach was also verlangst du voll Gier? Wenn du nach etwas anderem als dem Heiligen Geist verlangst, was wird dir genügen, wenn Gott dir nicht genügt?” (Augustinus) Deine Freiheit beruht weniger auf der Kraft deiner Arme als auf der Mäßigung deines Herzens.


Christus hat für euch gelitten, euch ein Beispiel hinterlassend, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. 1.Petrus 2,21

Meine Seele, du bist Gottes fähig! Begnüge dich daher nicht mit weniger als mit Gott. Blicke auf zum Himmel, verliere ihn nicht um der Erde willen! Blicke auf zu Jesus. Lass dich ganz in ihn hinein fallen, so dass du von Herzen sagen kannst: Ich gehöre nicht mehr mir, ob ich lebe oder sterbe: ich gehöre meinem Heiland. Ich habe kein Ich und kein Mein mehr; mein Ich ist Jesus, mein Anteil ist, ihm zu gehören. Die Liebe Christi bewegt mein Herz, Jesus immer enger nachzufolgen, in seine Fußstapfen zu treten. Das ist ein frommes Leben. Im konkreten Leben bedeutet es nichts anderes, als die Liebe zu leben.
Bleib treu und beharrlich bei deinem Vorhaben eines frommen Lebens!


Er hat euch ein Beispiel gegeben, dem ihr folgen sollt. 1. Petr 2:20‭-‬21

Nachfolge Jesu bedeutet Jesus nachzuahmen in seinem Denken, Empfinden und Handeln. Nachfolge Jesu bedeutet, sich seiner “königlichen Priesterschaft” (1. Petr 2,9) bewusst zu werden und in diesem priesterlichen Dienst, dem Nächsten zu dienen in vielfältiger Form. Nachfolge Jesu bedeutet, die Seele des Nächsten zu hüten, d.h. auf sie Acht geben und ihr Gutes tun. Seelen, die so oft verwundet sind durch zwischenmenschliche Verletzungen, Streß, Krankheit, Tod u.v.m. Nachfolge Jesus bedeutet schließlich meine eigene Seele unter seinen Schutz zu stellen. Er allein vermag meine verletzte Seele zu heilen. Jesus ist der Hüter meiner Seele. Einer meiner Lieblings-Bibelverse:

Jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen. 1. Petr 2:25


Durch seine Wunden hat Christus euch geheilt. 1. Petr 2:24

Du machst das Zeichen des Kreuzes, dann mache es recht. Mache es langsam, mit Bedacht. Dann umfasst es dein ganzes Wesen, Seele, Gedanken und Willen. Alles wird darin gestärkt und geweiht im Namen des dreieinigen Gottes. Es ist das Zeichen der Erlösung. Wir machen es vor dem Beten, damit Gedanken, Wille und Herz gesammelt werden. Wir machen es nach dem Gebet, damit in uns bleibe, was Gott uns geschenkt hat. Wir machen es in der Versuchung, dass er uns stärke und in der Gefahr, das er uns schütze. Wir machen es vor dem Aufstehen, den Tag in Gottes Hände legend und vor schwierigen Gesprächen mit Bitte um Lenkung. Gott segne dich und diesen Tag.


Denn ihr wart wie Schafe, die sich verlaufen haben. Jetzt aber seid ihr zu eurem Hirten, dem Hüter eurer Seelen zurückgekehrt. 1. Petrus 2:25

Die Seele ist unser kostbarstes Gut, aber sie ist unentwegt Gefahren ausgesetzt: familiärer oder beruflicher Streß, Versuchungen, Ablenkungen, der eigene Egoismus. Aus eigener Kraft können wir diesen Kräften nicht standhalten, dazu sind wir zu schwach. Dennoch können wir mit vollster Zuversicht in jeden neuen Tag starten, weil Jesus nicht einfach nur da ist, sondern auch meine und deine Seele hütet, sie beschützt und pflegt, wenn sie verletzt wird. Herr Jesus Christus, dir sei Dank. Jeden Tag lege ich neu meine Seele in deine Hände.

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