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Jak Kap 5

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief des Jakobus Kap.  5


Auch ihr müsst geduldig sein und dürft nicht mutlos werden, denn der Herr kommt bald. Jak 5:8

Mehrmals ruft Jakobus zur Geduld auf. Geduld im Leiden, Geduld mit anderen, ja und auch Geduld mit uns selbst, da wir uns selbst manchmal lästiger fallen als irgendein anderer. Am Beispiel Hiob zeigt Jakobus auf, dass der Herr am Ende alles zum Guten führt! Lebe dein Leben aus dieser Gewissheit. Diese Hoffnung dürfen wir nie aufgeben, gerade in belastenden Leidenszeiten. Bedenke: “Geduld ist sehr bitter, aber ihre Früchte sind süß.” (Rousseau). Daher: Im Angesicht dieser Hoffnung gilt es geduldig standhaft zu bleiben.


Nehmt euch ein Beispiel an den Propheten, die im Auftrag des Herrn gesprochen haben. Wie vorbildlich und mit welcher Geduld haben sie alle Leiden ertragen! Jak 5:10

Der Weg zum inneren Frieden beinhaltet immer auch den Weg des Kreuzes. Du wirst meist an etwas zu leiden haben, ob es dir recht ist oder nicht. Immer wirst du das Kreuz finden. Entweder hast du körperlich zu leiden oder du fühlst dich seelisch bedrängt. Einmal fühlst du dich von Gott verlassen, ein andermal vom Nächsten geplagt und oft bist du dir selber die größte Last. Unterwerfe dich in allem Leid immer ganz Gott und wachse durch das Leid in der Demut. Überall aber musst du Geduld und Mut im Leid bewahren, wenn du inneren Frieden möchtest.

In Mühen und Schwierigkeiten sein Herz weiten und seinen Mut vergrößern, denn dazu schickt Gott sie und lässt er sie zu. Franz von Sales


In der Geduld nehmt euch die Propheten zum Vorbild. Jak 5,10

Wen in meiner Umgebung betrachte ich als hoffnungslosen Fall? Ich werde ihm zeigen, dass er nicht abgeschrieben ist, weder bei mir und erst recht nicht bei Gott. Und wenn ich nicht an ihn herankomme? Dann werde ich werde nicht aufhören für ihn zu beten. Denn solange ich für jemand bete, habe ich ihn noch nicht abgeschrieben. Wir werden mit Geduld darauf warten, was Gottes Gnade und unser Glaubenszeugnis bei unseren Mitmenschen bewirkt. Manchmal mehr als wir vermuten. Diese Geduld und diesen langen Mut brauchen wir, bis am Ende Gott die Ernte einbringt.

Der Glaube lässt sich nicht entmutigen, sondern harrt in Geduld aus. Er erwartet den versprochenen Segen zu seiner Zeit. Chapman


Leidet jemand unter euch? Dann soll er beten! Hat einer Grund zur Freude? Dann soll er Gott Loblieder singen. Jak 5:13

Siebenmal erwähnt Jakobus hier das Gebet! Es ist in jeder Lebenslage wichtig, weil es eine konstante Übergabe an den Herrn bedeutet. “Wer sich den Händen des Herrn ganz übergibt, kann vertrauen, dass er sicher geleitet wird,” (Edith Stein) ob im Leid oder in der Freude. In Leiderfahrungen sollen wir uns bemühen, nicht die klagende, hadernde Warum-Frage zu stellen, sondern schlicht beten und andere um das Gebet für uns bitten. Dieses Für-Gebet ist eine bedeutende Form der tätigen Nächstenliebe! Und auch in der Freude beten wir, voll Dank und Lob für Gott. Zuletzt: Das Gebet selbst ist ja Grund zur Freude. Franz von Sales meint: Wenn ihr nach dem Gebet ein verdrießliches und ärgerliches Gesicht macht, sieht man zur Genüge, dass ihr nicht so gebetet habt, wie ihr sollt.


Wer einen Sünder von seinem falschen Weg abbringt, der hat diesen Menschen vor dem Verderben gerettet, denn Gott hat ihm alle seine Sünden vergeben. Jak 5:20

Seelsorge – in der Sorge um die Seele deiner Mitmenschen bist du ein Werkzeug Gottes. Der Jakobusbrief als Ganzes ist Seelsorge pur: mahnend, direkt, praktisch und fürsorglich weist er uns auf viele Lebenssituationen hin, will uns von einem äußerlichen, oberflächlichen, seichten Glauben hinführen zu einem innerlichen, tief vertrauenden Glauben an Gott, der unser ganzes Sein und somit auch unser Tun verwandelt. Sei auch du ein Seelsorger für deine Mitmenschen!

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