Anmeldung ->

Heb Kap 13

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Hebräer Kap. 13


Liebt einander. Heb 13:1

Nach den hohen theologischen Ausführungen über Jesus als Hohepriester im Himmel, wird´s praktisch. Kapitel 13 enthält eine reiche Aufzählung an Spielarten der Liebe:

• Liebt einander.
• Achtet die Ehe!
• Seid nicht hinter dem Geld her.
• Seid zufrieden mit dem, was ihr habt.
• Setzt eure ganze Hoffnung auf Gottes Gnade
• Vergesst nicht, Guttes zu tun
• Vergesst nicht, mit anderen zu teilen
• Betet für uns
• Führt ein Leben, dass Gott gefällt
• Übt Gastfreundschaft
• Leidet mit verfolgten Christen

Und immer wieder: Vertraut! “Der Herr hilft mir, ich brauche mich vor nichts und niemandem zu fürchten. Was kann ein Mensch mir schon antun?” (Heb 13:6)


Seid zufrieden mit dem, was ihr habt. Heb 13:5

Habgier ist ein Loch ohne Boden, das Menschen durch endlose Anstrengung erschöpft, das Bedürfnis zu befriedigen, ohne jemals Zufriedenheit zu erreichen. Ein wichtiges Gegengift ist das Zufriedensein mit dem was du hast. Das ist eine Entscheidung, die du bewusst fällen kannst. Ja, auch wenn nicht alles immer so ist, wie wir uns das wünschen, so gehe heute in dich und zähle innerlich auf, worin dich Gott schon überreich beschenkt hat. Konzentriere dich auf das halbvolle Glas, nicht auf das halbleere. Konzentriere dich auf das, was du hast und nicht auf das, was du nicht hast. Es ist für mich erstaunlich, wie lang auf einmal meine Liste wurde. Ich bin mir sicher. Das wird sie bei dir auch!


Wir haben einen Altar, das Kreuz, an dem Jesus seinen Leib als Opfer darbrachte. Heb 13:10

Das lat. Wort adolere bedeutet verbrennen. Im Volke Israel gab es Altäre, auf denen dem einen Gott Opfer dargebracht und verbrannt wurden v.a. Tieropfer. Mit dem Kreuzestod Jesu Christi haben solche Opfer jedoch ihren Sinn verloren. Christus hat ein für allemal uns Menschen mit Gott versöhnt. Er ist der Mittler unseres Heils. Er selbst ist für uns der Priester, das Opfer und eben der Altar. Der Altar ist der Ort der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, ja ein Symbol für Christus selbst, in der kath. Kirche küsst der Priester den Altar zu Anfang und Ende der Messe. Das Sakrament des Altars ist eine Wiederholung des Opfertodes am Kreuze.

Glaube ist: die Selbstanbetung zu beenden und vor Gottes Altar zu kommen. Pamela Reeve


Denn hier auf der Erde haben wir keine Heimat. Unsere Sehnsucht gilt jener künftigen Stadt, zu der wir unterwegs sind. Heb 13:14

Ich finde folgende Geschichte ziemlich genial, wenn es darum geht, die Bedeutung der Sehnsucht, die Bedeutung des “Hungers” zu verdeutlichen: Ein Wandergeselle kommt des Weges und findet drei Steinmetze Steine bearbeiten. Was tut ihr da?, fragt der Wanderer die drei. Ich muss hier einen Stein behauen, das ist mein Beruf. Das sieht man doch!, gibt der eine zur Antwort. Ich soll hier eine Mauer hochziehen, meint mein Chef!, sagt der zweite. Und der dritte antwortet mit leuchtenden Augen: Wir setzen uns dafür ein, dass hier eine Kathedrale entsteht. Sie wird so groß und schön sein, dass man sie weit ins Land hinaus sehen wird. Den dritten Steinmetzen hat in seiner Seele das Bild einer herrlichen Zukunft. Das motiviert ihn. Obwohl seine Arbeit äußerlich betrachtet genauso anstrengend wie die der beiden anderen ist, wird er sie doch nicht so anstrengend empfinden. Es ist sogar die Frage, ob er seine Aufgabe überhaupt als Arbeit bezeichnen würde. Für ihn mag sie ein Weg zum Glück sein.


Die letzten zwei Verse des Briefes sind an Tiefe und Schönheit kaum zu übertreffen. Er fasst den Brief als Ganzes nochmal zusammen:

Möge Gott, von dem aller Friede kommt, euch helfen, in jeder Hinsicht das Gute zu tun und seinen Willen zu erfüllen. Er hat unseren Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckt. Ihn, durch dessen Blut der neue und ewig gültige Bund geschlossen wurde, ihn hat er zum wahren Hirten seiner Herde gemacht. Jesus Christus wird euch die Kraft geben, das zu tun, was Gott gefällt. Ihm gebührt alle Ehre in Ewigkeit. Amen. Heb 13:20‭-‬21


Zwei Schlüsselworte des Hebräerbriefes

• Erstes Schlüsselwort – Lasst uns: “Lasst uns also unerschütterlich an unserem Bekenntnis zu Jesus Christus festhalten.” (Heb 4:14) Das häufige “Lasst uns” will uns in unserer Verantwortlichkeit wachrütteln, ermutigt zum Vertrauen auf Christus, jeden Tag aufs neue!

• Zweites Schlüsselwort – besser: “Jesus ist ja auch der Vermittler eines viel besseren Bundes.” (Heb 8:6) Das häufige “besser” stellt die Vollendung in Christus in den Mittelpunkt. Er ist besser als die Engel, als Mose oder Aaron etc. Er hat den besseren Bund eingesetzt.

So lasst uns in und mit Jesus leben, der besser ist als alles andere in unserem Leben !


Gottes Gnade sei mit euch! Heb 13:25

O Leben, eintönig und grau, wie viele Schätze ruhen in dir! Keine Stunde gleicht der anderen. Einerlei und Grau des Alltags weichen, wenn ich alles mit den Augen des Glaubens betrachte. Die Gnade, die für mich in dieser Stunde steckt, wiederholt sich nicht in der nächsten Stunde. Sie wird mir in der nächsten Stunde gegeben, doch nicht mehr die gleiche. Die Zeit verrinnt und kehrt niemals zurück. Was sie in sich birgt, verändert sich nicht, sie besiegelt es in Ewigkeit. Faustyna

📲 Link zum heutigen Impuls