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Heb Kap 03

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Hebräer Kap.  3


Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen ­Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unseres Bekenntnisses, Christus Jesus Heb 3:1

Die Betrachtung ist ein aufmerksames, wiederholtes Nachdenken um den Willen zu heiligen und zu heilsamen Affekten und Entschlüssen anzuregen. Die Seele geht von einem Geheimnis zum anderen, aber nicht nur, um die Schönheit der göttlichen Dinge zu sehen und an ihr Freude zu haben, sondern mit der Absicht, Beweggründe zur Liebe zu finden. Brennend vor Liebe, spricht sie mit Gott, stellt ihm Fragen, hört ihm zu, seufzt, sehnt sich nach ihm, bewundert ihn. Gott seinerseits überhäuft sie mit Freude, regt sie an, rührt und öffnet ihr Herz und teilt demselben klare Erkenntnisse, Erleuchtungen und Wonnen ohne Ende mit. Das Verlangen nach der göttlichen Liebe läßt uns betrachten. So wie die Bienen da und dort Honig sammeln, um sich an seiner Süße zu erfreuen, so pflegen auch wir die Betrachtung, um die Liebe zu Gott zu gewinnen.


Denn nur wenn wir wirklich bis zuletzt an der Zuversicht festhalten, die der Glaube uns schenkt, gehören wir zu Christus. Heb 3:14

Ich liebe die Bildsprache der Bibel, die bis ins Tiefste meiner Seele vordringt. Zuversicht als Haltung fordert mich, ich kann diese Zuversicht wegwerfen oder ich kann sie festhalten. Wenn du die Zuversicht festhälst, geht es nicht um nüchternen Optimismus oder Vertröstung (Marx: Religion als Opium für das Volk), sondern es geht um eine “Potenzierung der Hoffnung” (Benedikt XVI). Sich hoffend, zuversichtlich immer wieder neu zu besinnen, verändert unser Leben. Das Ich wird reif, wenn es sich im völligen zuversichtlichen Vertrauen in Gott verliert, sich hingibt. Wer loslässt, vertrauend, hoffend, zuversichtlich, der empfängt.

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