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Tit Kap 2

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an Titus Kap. 2


Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht. Tit 2:1

Das zweite Kapitel beginnt und endet mit der Aufforderung an Titus, zu reden. Als Christen geben wir die Gedanken Gottes weiter, vor allem im persönlichen Gespräch im Alltag. Gesund ist die Lehre dann, wenn der Herr Jesus im Mittelpunkt steht. Er reinigt, wenn unser Denken beschmutzt und unser Gewissen getrübt ist, so dass wir gesund werden im Glauben, der Liebe und der Geduld.

Die älteren Männer halte dazu an, maßvoll, ehrbar und besonnen zu leben, gesund in ihrem Glauben, ihrer Liebe und ihrer Geduld. Tit 2:2


Gleicherweise ermahne die jungen Männer, dass sie besonnen sein sollen. Titus 2:6

Die wiederholte Aufforderung zur Besonnenheit (3mal) unterstreicht, wie wichtig und bedeutsam diese Eigenschaft bei allen. Llasse dich nicht leichtfertig emotional mitreissen. Blicke nüchtern auf die Dinge. Gedanken, Worte und Taten sollen ausgewogen sein. Ein Zeichen für Besonnenheit ist, dass wir unsere Zunge zügeln. Hüten wir uns vor Klatsch und Tratsch und vor allem vor der üblen Nachrede. Es geht darum, unsere Zunge unter Kontrolle zu haben.

Sie sollen nicht klatschen und tratschen. Titus 2:3


Die Gnade Gottes ist erschienen, Heil bringend für alle Menschen. Tit 2,11

Die Verse 11-14 bilden das Herzstück des Briefes. Sie werden jedes Jahr in der kath. Kirche an Weihnachten gelesen. Das Wort “erschienen” weist auf die historische Tatsache der Menschwerdung des Herrn Jesus hin, die wir an Weihnachten feiern. Bei seiner Geburt begann die Gnade zu scheinen. Das wesentliche Merkmal der Gnade Gottes ist, dass sie unverdient ist. Niemand von uns kann sich Gottes Gnade erarbeiten. Wenn Gott sich Menschen zuwendet, können wir nur Danke sagen. Gott möchte das Heil aller Menschen.

Das Wort Heiland bedeutet Retter. Es kommt im Brief an Titus sechsmal vor und damit öfter als in jedem anderen Buch des Neuen Testaments.


Die Gnade Gottes ist erschienen, Heil bringend für alle Menschen. Tit 2,11

Schon im Alten Testament erwies sich der Herr als ein gnädiger Gott. Seine Gnade war damals wahrnehmbar wie die Sonne an einem bewölkten Tag: Sie ist da, aber für das menschliche Auge nicht sichtbar. Erst in der Person des Herrn Jesus erkennen wir, wie reich und herrlich seine Gnade ist. Die Gnade Gottes ist in der Person des Herrn Jesus erschienen. Er ist Mensch geworden, hat auf der Erde gelebt, ist am Kreuz gestorben und siegreich auferstanden. Das alles umfasst das Erscheinen der Gnade. Sie gleicht nun der Sonne, die in ihrer vollen Kraft an einem wolkenlosen Tag im Zenit steht und mit ihren wärmenden Strahlen die Menschen erfreut.


Sie erzieht uns dazu, die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden zu verleugnen und besonnen, gerecht und mit Ehrfurcht vor Gott in der heutigen Welt zu leben. Titus 2:12

Die Gnade Gottes erzieht uns dazu, besonnen zu leben. Wir gehen mit dem, was uns aufregen mag, ins Gebet und fragen in allem nüchtern nach dem Willen Gottes. Weiter erzieht uns die Gnade gerecht zu leben. Dies bezieht sich auf andere Menschen. Im Umgang mit unseren Mitmenschen verhalten wir uns korrekt. Ehrfürchtig vor Gott zu leben, bedeutet, dass wir ein Leben der Hingabe an unseren Gott führen, indem wir Ihn lieben, Ihn ehren und Ihm im Dienst zur Verfügung stehen. Und denken wir stets daran: Auch wenn wir im jetzigen Zeitlauf leben, sind wir in unseren Herzen doch auf eine Welt ausgerichtet, die vor uns liegt.


Denn wir warten darauf, dass sich unsere wunderbare Hoffnung erfüllt: dass unser großer Gott und Retter Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit erscheinen wird. Tit 2:13

Wer die Gnade erfahren hat, wartet freudig auf das, was kommen wird. Das Leben des Christen zielorientiert. Er weiss: Das Schönste kommt noch. Darauf warten wir voller Sehnsucht. Diese Erwartungshaltung durch dringt uns. Als Christen sind wir in dieser Welt nicht zu Hause. Wir warten darauf, in die himmlische Heimat zu gehen. Die Gnade Gottes will uns hier lehren, dass wir das Kommen unseres Herrn im Herzen tragen, dass wir Ihn wirklich erwarten.


Er ist es ja, der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von einem Leben der Auflehnung gegen Gottes Ordnungen loszukaufen und von aller Schuld zu reinigen und uns auf diese Weise zu seinem Volk zu machen, zu einem Volk, das ihm allein gehört und das sich voll Eifer bemüht, Gutes zu tun . Titus 2:14

Christus hat sich selbst gegeben. Der Geber ist selbst die Gabe. Er gab sich selbst. Er hat nicht gefordert, sondern gegeben. Das ist Gnade! Weil Christus sich selbst für uns gegeben hat, geben wir uns jetzt Ihm hin. Als Erlöste sind wir gemeinsam ein Volk, das Ihm gehört und eifrig in guten Werken sein soll. Christen gehören nicht mehr sich selbst. Jeder Einzelne ist ein Eigentum des Herrn. Gemeinsam sind wir sein Volk. Als Folge davon sollen wir zur Ehre des Herrn leben, der uns losgekauft und gereinigt hat. Bemühen wir uns, Gutes zu tun. Christen tun keine guten Werke, um etwas zu bekommen, sondern sie tun gute Werke, weil sie etwas bekommen haben. Es ist unsere Antwort auf das grosse Heil Gottes, das uns in der Person seines Sohnes unverdient geschenkt worden ist.

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