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2 Thess Kap 3

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem zweiten Brief an die Thessalonicher Kap. 3


Der Herr aber ist treu. Er wird euch Kraft geben und euch vor dem Bösen bewahren. 2. Thess 3:3

Gott gibt uns Kraft in jeglichen Lebenslagen, sei es im Beruf oder in der Familie oder wenn wir mit einem schweren Schicksal oder einer Krankheit zu kämpfen haben. Gott verspricht uns, die Kraft zu geben, die wir für diesen Tag brauchen. Er weiss, was heute auf uns zukommt und welchen Belastungen wir ausgesetzt sind. Darum kann Er uns genau die Energie schenken, die wir dazu benötigen. Der Herr verleiht uns die Kraft nicht im Voraus oder im Übermass, damit wir jeden Morgen mit unserem Unvermögen zu Ihm kommen und Ihn bitten, uns für den Tag zu stärken. Gerade wenn wir denken, heute kann ich die Arbeit unmöglich schaffen, entfaltet Er seine Gnade und hilft uns.


Der Herr aber lenke eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld Christi! 2. Thess 3:5

Was könnte wichtiger sein auf einem schwierigen Weg, als sich der Liebe Gottes und der Geduld des Christus im Himmel bewusst zu sein? Die Liebe Gottes ist unveränderlich auf uns gerichtet. Aber unsere Herzen sind nicht unveränderlich auf Gottes Liebe gerichtet! Deshalb ist das Gebet so nötig, dass der Herr unsere Herzen dahin richtet. Es ist eine Tatsache, dass wir von Gott, unserem Vater, geliebt werden, aber es ist eine andere Sache, dass unsere Herzen auch im täglichen Leben auf diese Liebe Gottes gerichtet sind. Wir haben es nötig, immer wieder darin befestigt zu werden, dass unser Gott Liebe ist. Diese Liebe verlässt uns nie. Liebe ist von Gott in unsere Herzen gekommen, aber unsere Herzen werden durch die Liebe gleichzeitig immer wieder auf Ihn hingewiesen und zu Ihm hingezogen. Gott ist auf unserer Seite. Seine Liebe schützt uns, so dass uns nichts und niemand schaden kann.


Sie alle fordern wir im Namen unseres Herrn Jesus Christus nachdrücklich auf, einer geregelten Arbeit nachzugehen und für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen. 2. Thess 3:12

Die Arbeit ist die ursprüngliche Bestimmung des Menschen und ein Segen Gottes. Sie als eine Strafe anzusehen, ist ein beklagenswerter Irrtum. Unsere Aufgaben tun wir in Hingabe für unseren Herrn. Die gewöhnliche Arbeit soll für dich ein ständiges Gebet sein, ein Gebet, das immer aus denselben herzbewegenden Worten besteht, aber jeden Tag zu einer anderen Melodie. In den Augen Gottes ist keine Arbeit, für sich genommen, groß” oder klein. Allein die Liebe, mit der sie getan wird, bestimmt ihren Wert. In der Schlichtheit deiner gewöhnlichen Arbeit, in dem immerfort sich wiederholenden Kleinkram des Alltags mußt du das große und neue Geheimnis entdecken, das vielen Menschen verborgen bleibt: die göttliche Liebe.

Wer nicht arbeiten will, der soll auch nicht essen. 2. Thess 3:10


Werdet nicht müde, Gutes zu tun! 2. Thess 3:13

Mit jedem Schritt, den du tust, und in jeder Begegnung, die dir geschenkt wird, hinterlässt du Spuren. Keine deiner Entscheidungen, keines deiner Worte, keine deiner Gesten kann je ungeschehen gemacht werden. Ich wünsche dir, dass du Spuren der Freude hinterlässt und des Glücks, Spuren der Hoffnung und der Liebe, Spuren der Gerechtigkeit und des Friedens und dass du da, wo du anderen weh getan hast, Vergebung erfährst. Christa Spilling-Nöker


Werdet nicht müde, Gutes zu tun! 2. Thess 3:13

So wie wir Nahrung verkosten, damit sie in unserem Körper wirkt und Kraft gibt, so soll auch das Verkosten des Wortes Gottes in uns gute Werke wirken. Mache dir Vorsätze für den Tag, möglichst konkret, also nicht einfach „Ich möchte Gutes tun“ oder „Ich möchte mehr lieben“, sondern z.B. „Heute begegne ich einer einer schwierigen Person X. Ich möchte innerlich ruhig bleiben und ihr mit Sanftmut begegnen.“ Es geht hier nicht nur um Wortbekenntnisse. Es ist notwendig, dass du den Entschluß, den du gefasst hast, festhälst und sorgfältig ausführst. Der Entschluss ist ja Frucht des Gebetes und des Wortes Gottes. Habe ich mir z.B. vorgenommen, jemand, der mich beleidigt hat, zu verzeihen, so suche ich an diesem Tag den Betreffenden zu begegnen, um ihn freundlich zu grüßen.


Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden allezeit und auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen! 2. Thess 3:16

Gott hält Bedrängnis und Trübsal nicht von uns fern. Aber er ist uns darin näher, weil wir seines Schutzes und seines Beistands mehr und mehr bedürfen. Trotz aller Unruhe gibt es einen Fels der Ruhe und des Friedens. Das heilige Evangelium handelt fast ausschließlich vom Frieden. Wie es mit dem Frieden beginnt, so schließt es mit dem Frieden, um uns zu lehren, daß er das Erbe ist, das Gott der Herr, unser Meister, seinen Kindern hinterlassen hat.

Die Gnade unseres Herrn Jesus Chris¬tus sei mit euch allen! Amen. 2. Thessalonicher 3:18

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