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1 Thess Kap 4

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem ersten Brief an die Thessalonicher Kap. 4


Das ist der Wille Gottes, eure Heiligung. 1. Thess 4:3

Heiligung bedeutet schlicht Absonderung. Gott will, dass wir ganz und gar ihm gehören. Wir tun dies durch die Annahme von Gottes Wort in der Bibel, durch Eingebungen des heiligen Geistes und durch das Gebet. Durch die Bibel formt Gott unser Denken um. So übernehmen wir seine Gedanken. Durch Eingebungen lenkt er uns. Rufen wir oft den heiligen Geist um Hilfe an. Durch das Gebet sind wir unentwegt innig verbunden mit ihn. Vernachlässigen wir es nicht.

Die Rolle, die wir in der Heiligung spielen, ist sowohl eine passiv, aufgrund derer wir davon abhängig sind, dass Gott uns heiligt, als auch eine aktive, aufgrund derer wir danach trachten, Gott zu gehorchen. Wayne Grudem


Eure Liebe kann nie groß genug sein. 1. Thess 4:10

Christliches Leben muß stets neu an Christus Maß nehmen. Maßlos liebt er uns. Für uns heißt das: das Maß der Liebe ist die Liebe ohne Maß. Welche Freude, lieben zu können, ohne ein Übermaß fürchten zu müssen! Ein solches gibt es nicht, wo man in Gott liebt. Die Liebe zum Nächsten ist Ausdruck der Liebe zu Gott. Die Liebe besteht darin, das Wesen des anderen als Ganzes zu mögen und zu wollen. Wenn wir darin ein Leben lang unterwegs sind, ständig wachsend und Fehltritte mit eingeschlossen, so stehen wir in der Nachfolge und nehmen Maß an ihm.

Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen. Albert Schweitzer


Achtet darauf, dass ihr ruhig und besonnen lebt. 1. Thes 4,11

Achtsamkeit ist die Tugend, die mir Gottes Gegenwart bewusst macht. Achtsamkeit als Kunst, ganz im gegenwärtigen Augenblick zu verweilen ohne an etwas Anderes zu denken, auch nicht an Zukünftiges oder Vergangenes. Hektik herrscht dann, wenn deine Gedanken immer schon sieben Schritte voraus sein müssen, anstatt da zu sein, wo du bist. So viele von uns haben die Nase gestrichen voll von dieser Hetze. Entschleunigen ist angesagt, zurück zum Anfang gehen, innehalten. Dennoch wissen wir alle, dass es mächtige Ablenkungen gibt. Aber ich entferne mich geschickt davon und gehe ganz allmählich wieder davon weg, wie jemand, der sich aus einer großen Menschenmenge zurückzieht. Das zu tun, ist ein großes Geheimnis im inneren Leben. Wenn man es anders macht, verliert man seinen Frieden in Jesus und die Gnade, die der gegenwärtige Augenblick und die anstehende Tätigkeit enthält.Was lenkt mich vom Leben in und mit Jesus heute ab und wie kann ich dem entgegenwirken?


Ihr sollt nicht so trauern müssen wie die Menschen, denen die Hoffnung auf das ewige Leben fehlt. 1. Thess 4:13

Wir trauern beim Tod eines uns geliebten Menschen, trösten andere und werden selbst getröstet. Diese Trauer ist wichtig. Die christliche Trauer wird umhüllt von der Hoffnung des Wiedersehens. Hier aber gab es Menschen in Thessalonich, die keinen klaren hoffnungsvollen Blick für die Zukunft der Toten hatten. Daher ermahnt Paulus uns. Wir wissen nicht im Einzelnen, was uns bevor steht. Wohl aber wissen wir im ganzen, daß unser Leben nicht ins Leere läuft. Erst wenn diese unsere Zukunft als positive Realität gewiß ist, wird auch die Gegenwart lebbar. Wer Hoffnung hat, lebt anders. Der Tod ist ein Heimgang, ein Hinübergehen ins Licht.

Wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm führen. 1. Thess 4:14


Christus, der Herr, wird vom Himmel herabkommen. 1. Thess 4:16

Für uns ist das Kommen des Herrn Trost und Ermunterung. Wir werden beim Herrn sein. Vielleicht gehen wir durch schwierige Umstände in dieser Welt. Dann dürfen wir Mut fassen, indem wir an sein Kommen denken. Vielleicht trauern wir im Hinblick auf einen unserer Lieben, den der Herr heimgeholt hat. Dann dürfen wir uns trösten lassen im Gedanken daran, dass wir bald vereint sind mit denen, die uns vorangegangen sind. Wenn uns Paulus auffordert: “So tröstet nun einander mit diesen Worten!” (1. Thess 4:18), so finde ich Folgendes dabei sehr wichtig, wenn wir uns im Glauben Trost spenden. Trost hilft immer zwei Menschen: dem Getrösteten und dem Tröstenden:

Wer Halt gewährt, verstärkt in sich den Halt. Wer Trost spendet, vertieft in sich den Trost. Martin Buber

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