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Kol Kap 4

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Kolosser Kap. 4


Verharrt im Gebet und wacht darin mit Danksagung und betet zugleich auch für uns. Kol 4,2

Ein wundervoller Vers, in dem uns gleich vier Aspekte des Gebets nahe gelegt werden. Erstens veharren wir im Gebet, wenn wir nicht nur unser mündlich gesprochenes Gebet als solches verstehen, sondern letztlich unser ganzes Leben zum Gebet wird. Zweitens wachen wir im Gebet, indem wir kontemplativ auch in den Mühlen des Alltags immer wachsam sind und verbunden bleiben mit Gott, von der Zerstreutheit unserer Gedanken uns wieder im zukehren. Das alles geschieht drittens in Danksagung. Welch Segen ist ein Leben, dass wir in der Danksagung leben. Viertens sollen wir für andere beten. Das fürbittende Gebet gehört in die Seele eines jeden Christen. Oh Herr hilf uns, dass unser Gebet zum Leben wird und unser Leben zum Gebet.


Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. Kol 4,2

Das Hören vollzieht sich im Gebet. Die christliche Sache lebt und stirbt mit dem Gebet, das Gebet ist das Herz christlichen Lebens. Das Gebet ist so elementar unersetzlich wichtig für unser Leben. Durch das Gebet zieht es den großen Gott in das kleine Herz. Die Kraft des Menschen ist das Gebet, das sich Gott anvertraut. So bringt das Gebet zwei Liebende zusammen: Gott und die Seele. In dieser Zusammenkunft werden wir fähig sein Wort zu hören, dass dann wiederum in der tätigen Liebe wirksam wird. So wird Gebet zum Leben und das Leben selbst zum Gebet.


Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. Kol 4,2

Betet! Der Mensch ist von Gott nie weiter entfernt als ein Gebet. Beten macht das Herz weit, bis es so groß ist, dass es Gottes Geschenk, nämlich ihn selbst, in sich aufnehmen kann. Das Gebet bewirkt, dass Wunder geschehen. Sogar in unserer modernen Welt! Um beten zu können, müssen wir lernen zu schweigen. Im Schweigen sehen wir alles in einem neuen Licht. Gott ist der Freund der Stille. Je mehr wir im stillen Gebet bleiben, desto mehr können wir in unserem aktiven Leben geben. Bete zu Gott wie ein kleines Kind. Es kann seine Gefühle in einfachen Worten ausdrücken, die so viel sagen. Das ist der Beginn des Gebetes: Zu wissen, dass Gott mich liebt, dass ich für größere Dinge geschaffen bin. (Teresa von Kalkutta)


Erfüll den Dienst, den dir der Herr gegeben hat, treu und gewissenhaft! Kol 4:17

Der Herr gibt einem jeden von uns einen Dienst auf dieser Erde, eine Aufgabe, die für jeden höchst individuell ist. Der Herr hat dir einen Dienst gegeben! Mache dir das immer wieder bewusst und schaue achtsam auf dein Leben, wo dich Gott hingestellt hat und zu welchem Zweck. Es kommt dabei nicht auf große und spektakuläre Aktionen an. Die großen Gelegenheiten, Gott zu dienen, sind selten: kleine gibt es immer. Es kommt hier darauf an, dass du treu deine Aufgabe erfüllst. Herr, ich will mein ganzes Leben in deinen Dienst stellen, sprich du mit mir und sage mir, was ich als Nächstes tun soll.

Wer alles auf den Dienst Gottes richtet, für den ist alles Gebet. Ignatius von Loyola

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