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Kol Kap. 2

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Kolosser Kap. 2


Wie ein Baum in der Erde, so sollt ihr in Christus fest verwurzelt bleibe und nur er soll das Fundament eures Lebens sein. Kol 2:7

Bilder sind immer wieder beeindruckend. Einmal das Bild des Baumes (=Ich), der seine Wurzeln tief in den Boden versenkt (=Jesus). Der Baum bekommt über seine Wurzeln seine Nahrung, so soll auch der Christ allein durch Christus genährt werden, der allein die Quelle des Leben ist, der uns hilft, unser tägliches Kreuz zu tragen und Früchte zu bringen. Zum anderen das Bild des Hauses (=Ich) mit einem festen Fundament (=Jesus). Steht unser Haus auf diesem Fundament können uns die Stürme unseres Lebens und der Welt nichts anhaben, können wir unser Leben um seinetwillen verlieren, um es zu gewinnen. Oh Herr, du bist meine Wurzel, du bist mein Fundament. Gelobt seist du!

Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meistverkannte menschliche Bedürfnis. Simone Weil


Seid immer voller Dankbarkeit! Kol 2:7

Das beste Heilmittel gegen den Neid ist der dankbare Blick auf das, was einem selbst geschenkt wurde. Wenn wir mit unseren eigenen Gaben Frieden schließen, werden wir uns nicht ärgern. In dem Herzen, das stets Dankbarkeit erweist, verbleibt die Gnade.” (Isaak der Syrer). Dankbarkeit besänftigt die Gier nach Neuem und verringert Konsumbedürfnis und Reizhunger. Sie lässt einen für einen Moment innehalten und mit dem Erreichten zufrieden sein. Das bedeutet Entspannung.


Seid immer voller Dankbarkeit! Kol 2:7

Auch kleine Taten machen glücklich. Selbst der, der gar nichts mehr tun zu können meint, kann sich noch im Gebet für andere Menschen einsetzen. Bereits das kleinste Gebet und der kleinste Blick können glücklich machen. Das Glück, das Jesus dem Barmherzigen verspricht, gilt also für den, der sich bewusst ist, einen inneren Schatz in sich zu tragen und der von diesem Schatz anderen Menschen abzugeben bereit wird. Dafür dürfen wir dankbar sein. Barmherzigkeit schließt den Dank dafür ein, dass ich für andere Menschen hilfreich sein kann. Und genau in dieser Dankbarkeit liegt der Grund, warum wir nicht müde werden, Gutes zu tun. Warum also nicht jeden Abend ein Dankgebet sprechen für das, was man anderen Gutes tun konnte? Es geht nicht um ein Überheblichkeitsgefühl, sondern um ein dankbares Bewusstsein dafür, was mir gelungen ist.

Die Belohnung entspricht nur scheinbar dem Tun. In Wirklichkeit aber ist sie weit größer. Denn die menschliche und göttliche Barmherzigkeit sind nicht von der gleichen Art. Chrysostomus


Nur in Christus ist Gott wirklich zu finden, denn in ihm lebt er in seiner ganzen Fülle. Kol 2:9

Das Thema des Briefes ist die Fülle in Christus. Es geht um das so wichtige “Christus genügt!” und wie dieses Genügen unser Leben praktisch durchdringt. Der Vers Kol 2,9 ist letztlich der Grundgedanke, welcher den ganzen Brief durchzieht, so schon im ersten Vers: “Paulus, ein Apostel von Jesus Christus, durch Gott berufen” (Kol 1:1). Gott beruft in seiner Gnade einen jeden von uns. In unserer Verantwortung liegt es, diese Berufung immer klarer zu erkennen in und durch unsere Beziehung zu Christus. Der Mensch ist nicht das, was er selbst aus sich macht, sondern das, wozu Gott ihn macht in und durch Christus


Gott hat den Schuldschein, der uns mit seinen Forderungen so schwer belastete, für ungültig erklärt. Ja, er hat ihn zusammen mit Jesus ans Kreuz genagelt und somit auf ewig vernichtet. Kol 2:14

Unser Stolz erschwert uns oft nicht nur dem Nächsten zu vergeben, sondern ebenso die Vergebung uns selbst gegenüber auszusprechen. Gerade fromme Menschen sind oft streng mit sich selbst und klagen sich bei Fehlschlägen heftig an. Bitte Gott um Vergebung, beichte deinen Fehlschlag in Reue und dann lass es gut sein. Ansonsten beleidigst du die Barmherzigkeit Gottes und zweifelst an ihr. Dabei leben wir in dieser Verheißung: “Keine der Sünden, die er früher begangen hat, wird ihm angerechnet.” (Ez 33,16). Gottes größte Freude besteht im Vergeben.Herr, voll Vertrauen komme ich zu dir. Vergib mir und hilf mir, auch mir selbst vergeben zu können.

Ich glaube, wenn Gott uns vergibt, müssen wir uns auch selbst vergeben. Es nicht zu tun, bedeutet, sich selbst über Gott zu stellen. Clive Staples Lewis

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