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Eph Kap. 5

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Brief an die Epheser Kap. 5


Ihr seid Gottes geliebte Kinder, daher sollt ihr in allem seinem Vorbild folgen. Eph 5:1

Wir predigen, wie sehr Gott uns annimmt, versteht und verzeiht. Doch sind wir dafür das lebendige Beispiel? Sieht man bei uns diese lebendige Offenheit, dieses lebendige Verständnis, und dieses lebendige Verzeihen? Seien wir aufrichtig in unseren gegenseitigen Beziehungen. Haben wir den Mut, einander anzunehmen, wie wir sind. Seien wir nicht erstaunt über unser Versagen oder das der anderen und räumen wir ihm keinen zu großen Platz ein. Schauen wir vielmehr auf das Gute, das in jedem von uns ist. Erspüren wir es, denn jeder von uns wurde nach dem Bild Gottes geschaffen. Wappnen wir uns mit viel Geduld gegenüber unseren Fehlern und unserem Versagen. Bediene dich deiner Zunge nur um des Wohles der anderen willen, denn wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund. Wir müssen zuerst etwas im Herzen tragen, bevor wir etwas geben können. (Teresa von Kalkutta)


Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder und wandelt in der Liebe, gleichwie auch Christus uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat . Eph 5:1‭-‬2

Christus hat niemanden auf Erden außer euch, keine Hände außer euren, keine Füße außer euren, deine Augen sind es, durch die man auf Christi Erbarmen gegenüber dieser Welt blickt, deine Füße sind es, mit denen Er herumgeht, um Gutes zu tun, deine Hände sind es, mit denen er die Menschen jetzt segnet.

Es ist notwendig, dass eure Grundlage aus mehr besteht als Gebet und Kontemplation. Wenn ihr nicht nach Tugenden strebst und sie auch praktizierst, dann werdet ihr immer Zwerge bleiben. So seid also erfüllt mit Gebet, nicht um Vergnügung zu suchen, sondern um die Stärke des Dienens willen. Maria und Martha müssen sich vereinigen. Teresa von Ávila


Weil ihr mit dem Herrn verbunden seid, seid ihr im Licht. Darum lebt nun auch wie Menschen, die zum Licht gehören! Eph 5:8

Christus selbst sagt: “Ich bin das Licht der Welt!” Wir sind im Licht, d.h. in Christus, der uns erhält und nichts bei uns im Dunkel belässt. Gerade auch unsere dunklen Schattenseiten können wir ihm hinhalten. Er erleuchtet und reinigt sie, damit wir als Menschen, die dem Licht gehören, den Willen Gottes tun können. Das können wir nie aus uns heraus, sondern nur aus dem Licht. Achtet also genau darauf, wie ihr lebt und begreift, was der Herr von euch will. Der Wille Gottes ist der wichtigste Dreh- und Angelpunkt in deinem Leben und nicht, was du von Gott willst. Den Willen Gottes erkennen wir im üblichen aber nicht durch mystische Offenbarungen, sondern indem wir uns im Gebet durch Gottes Geist erfüllen lassen.

Sprich heute im Gebet in Bezug auf eine ganz konkrete Situation: Vater, dein Wille geschehe.


Verhaltet euch klug. Eph 5:15

Klug ist nur die Einsicht, die zur Tat wird. Die gute Absicht reicht für ein gutes Handeln nicht aus, es muss in die Tat umgesetzt werden. Ich überlege mir z.B. wie ich heute konkret mit einer Person umgehen kann, die mir Schwierigkeiten bereitet. Klugheit überlegt, welche Handlungen zu welchem Ergebnis führen werden und wählt die Handlung aus, die zum gewünschten Ziel führt. Mit diesen Überlegungen und im Gebet gehe ich dann in diese Begegnung. Das ist praktische, vorausschauende Klugheit, die verhindert dass ich allein durch meine Stimmungen und Leidenschaften bestimmt werde. Jeder Tag bietet hier zahlreiche Möglichkeiten.

O Tage der Arbeit und des Einerleis, ihr seid gar nicht so eintönig für mich, denn jeder Augenblick verschafft mir neue Gnaden und neue Möglichkeiten, Gutes zu tun. Faustina


Achtet also genau darauf, wie ihr lebt: nicht wie unwissende, sondern wie weise Menschen. Eph 5:15

Lebe einfach! Lebe wesentlich! Weisheit ist der Blick aufs Wesentliche. “Ein Mensch mit einfachem Herzen sucht im gegenwärtigen Augenblick zu leben, jeden Tag als ein Heute Gottes zu empfangen.” (Frère Roger) Wir denken uns unser Leben häufig zu kompliziert. Gehe in aller Einfachheit deinen Weg. Wenn du aufstehst sprich: “Gott, du bist da. Ich bin da. Fangen wir an.” Verwende deine Aufmerksamkeit nur auf wichtige Dinge; zerpflücke nicht so sehr Kleinigkeiten! Suche nicht nach komplizierten Wegen; nimm den Weg der Schlichtheit, gehe Schritt für Schritt. Und habe Vertrauen. Jesus sagt: “Ich selbst werde euch Weisheit geben.” (Lk 21,15) .


Versteht, was der Wille des Herrn ist. Eph 5,17

Gottes Wille ist es, dass du dich ihm in Jesus Christus täglich hingibst. Nicht weil er deine Hingabe braucht, sondern weil du dieser Hingabe deiner selbst an ihn brauchst. Es wäre unvernünftig, Gott zu sagen, dass wir ihm vertrauen, ihm aber nicht ganz angehören wollen. Wir gehören ihm ganz! Gott ist nie nur etwas Zusätzliches oder das Sahnehäuptchen deines Lebens. Bei all dieser Hingabe haben wir allerdings nicht nur einmal auch Wünsche bzw. einen Willen, der dem göttlichen Willen entgegen ist. Das liegt im freien Willen begründet und dadurch befinden wir uns lebenslang immer wieder in einem Zustand des Ringens, einem geistlichen Kampf. Immer wieder neu entscheiden wir uns zu sagen: Ich will das, was Du willst, ohne mich zu fragen, ob ich es kann. Ohne mich zu fragen, ob ich Lust darauf habe. Ohne mich zu fragen, ob ich es will.


Im Namen unseres Herrn Jesus Christus dankt Gott, dem Vater, zu jeder Zeit und für alles! Eph 5:20

Die wahre Lebenstiefe besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen. Ein Sonnenaufgang, geliebte Menschen, die mich umgeben und an mich denken, das Lächeln und die unverstellte Freude eines Kindes, ein gutes Essen, ein schöner Spaziergang oder ein tolles Lied uvm. Ich stehe immer in Gefahr dieses Alltägliche als selbstverständlich hin zu nehmen. Dankbarkeit wächst, wenn ich gerade in diesen scheinbaren Kleinigkeiten das ganz Große, das Geschenk sehen lerne. Nehme heute mal wieder ganz bewusst diese kleinen und doch so großen Geschenke wahr.


Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Jesus Christus seine Kirche liebt. Eph 5,25

Gott selbst war es, der mit unsichtbarer Hand das heilige Band eurer Ehe knüpfte. Die erste Wirkung dieser Liebe ist die unlösbare Einheit eurer Herzen. Die zweite Wirkung dieser Liebe muß die unverletzliche Treue zueinander sein. Eure Liebe zueinander soll immer stärker und inniger werden. Im übrigen sollen sie sich so gut vertragen, daß sie einander nie zürnen, daß es nie Streit oder Zank zwischen ihnen gibt.Ihr Frauen, liebt eure Männer, wie die Kirche ihren Heiland liebt!


Ein Mann verlässt seine Eltern und verbindet sich so eng mit seiner Frau, dass die beiden eins sind mit Leib und Seele. Das ist ein großes Geheimnis. Ich deute dieses Wort auf die Verbindung zwischen Christus und seiner Gemeinde. Eph 5:31‭-‬32

Paulus benutzt das Wort Geheimnis in keinem Brief so häufig wie im Epheserbrief. Insgesamt sechsmal spricht er davon (1,9; 3,3.4.9; 5,32; 6,19).Paulus benutzt diesen Begriff im Sinn von einer bisher nicht geoffenbarten Wahrheit, die jetzt bekannt ist: das Heil in Jesus Christus. Im engeren Sinne ist es ja dann kein Geheimnis mehr, im weiteren Sinne beinhaltet das Wort Geheimnis auch den Gedanken, dass die geoffenbarte Wahrheit so wunderbar und überwältigend ist und das ist sie (!!!), dass sie denjenigen, der sie annimmt immer wieder demütigt und in Staunen versetzt: die innige Verbindung zwischen Christus und uns, die jegliches Verstehen übersteigt.

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